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Burgen im mittelalterlichen Breisgau

6. Mai 2018 Exkursion zur Burg Kürnberg im Bleichtal

im Schatten der Burg Kürnberg H-J van Akkeren

 

Bleichheim/Burg Kürnberg

Geschichte zur Burg Kürnberg

 

Exkursion zur Burg Kürnberg im Bleichtal am 6. Mai 2018

 

"Im Schatten der Burg Kürnberg" - mit Hans-Jürgen van Akkeren


Die Burg Kürnberg wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von Burkhart von Üsenberg erbaut und im 30-jährigen Krieg zerstört. Warum die Burg an dieser Stelle erbaut wurde, bleibt bis heute ihr Geheimnis. Aber vielleicht verrät ihr Name den Grund für ihre Errichtung. Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren verrät Ihnen das Geheimnis, denn das Bleichtal galt einst als größte Produktionsstätte für Mühlsteine im mittelalterlichen Breisgau.

Auf dem Weg von Bleichheim bis zur Burg Kürnberg wird in 5 Stationen die Vergangenheit um die Herrschaft Üsenberg und ihre Burg Kürnberg wieder lebendig.

Die Mühlsteinproduktion, der Bergbau, der Duttenbrunnen und die Wasserversorgung zur Burg, die Schlosswiese und der Schlosshof, das Königssträßle und die Vorwerke der Burganlage.

Die Vereinsgemeinschaft Bleichheim empfängt am Ende der Exkursion die Wandergruppe mit Getränke und Vesper.

Sonntag, den 6. Mai 2018. Los geht´s um 13.45 Uhr.

Treffpunkt Kirnburghalle in Bleichheim, Dauer ca. 2 Std.

Festes Schuhwerk ist erforderlich. Teilnahme auf eigene Gefahr, keine Haftung für Wegeunfälle oder ähnliches!

Unkostenbeitrag 6.- EUR/Person. Anmeldung nicht erforderlich. Kein Vorverkauf.

 

 Exkursion im Schatten der Burg Kuernberg am 15.03.2015-54  Exkursion im Schatten der Burg Kuernberg am 15.03.2015-42
Fotos: 2015 Johanna van Akkeren

 


 

Sommer Semester 2018 Alemannisches Institut Freiburg

 

Sommer Semester 2018

Das neue Programm ist da! Wie immer im Sommer liegt dabei der Schwerpunkt auf den Exkursionen. Sie finden bewährte Ziele (Kantone der Schweiz, L‘Alsace inconnue) genauso wie neue Formate: Wir bieten zum ersten Mal eine gemeinsame Exkursion mit der Gesellschaft Oberschwaben an – der Start eines Projekts mit Zukunftsaussichten, wie ich finde. Und bei einer Tour rund um das Thema Nussbaum im Juli kommt auch die kulinarische Seite nicht zu kurz. Ich rate bei beidem zu einer schnellen Anmeldung, weil auch unsere Kooperationspartner ein breites Publikum ansprechen werden!

 

Neben einem vielfältigen Vortragsangebot bildet ein Kolloquium zum Dreißigjährigen Krieg einen weiteren aktuellen Schwerpunkt. Aber sehen Sie selbst. Das Programm finden Sie als PDF im Anhang, auch als niedrigaufgelöste Version zum Selbstausdrucken auf A4-Papier. Gedruckte Programme gibt es ab sofort in der Geschäftsstelle.

Gerne können Sie dieses Programm auch an Kollegen, Freunde und Bekannte weitergeben.

 

Sommer Semester 2018 PDF

 

Dr. R. Johanna Regnath (Geschäftsführerin)

Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V.
Bertoldstr. 45
79098 Freiburg
Tel. 0761-15 06 75-70
www.alemannisches-institut.de

  


 

Ab 2. Mai 2018: Ausstellung zur mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350

Ausstellung zur mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350

Archäologen des LAD entdecken die Closnergasse, Wissenschaftler der Uni Freiburg die handschriftlichen Quellen

Während der Ausgrabungen entlang der Deutschordenstraße im Jahre 2016 entdeckte das Landesamt für Denkmalpflege eine alte mittelalterliche Straße, die als Closnergasse lokalisiert werden konnte. Zusammen mit punktuellen früheren Beobachtungen konnte ein Teil des ehemaligen Stadtplans der Neuburg rekonstruiert werden.

 
Ausstellung ab 2. Mai 2018 in der Universitätsbibliothek Freiburg

Zugang während den Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek öffentlich zugänglich

Im Rahmen einer universitären Übung unter der Leitung von Dr. Balázs Nemes zu Handschriften aus dem Kloster Adelhausen, findet ab dem 2. Mai eine kleine Poster Ausstellung in der Universitätsbibliothek Freiburg zu deren Öffnungszeiten statt, in der die Handschriften und ihre Kontexte präsentiert werden.  Während der Recherchen ist es der Universität Freiburg gelungen, die Besitzerin einer der Handschriften in der Freiburger Closnergasse um 1390 zu verorten.

Bezüglich 1390 diente der Uni Freiburg als Quelle ein Weinungeldbuch der Stadt Freiburg, das die Jahre 1390 und 1391 umfasste und nach Zünften (und anderen Kriterien) geordnet, die zahlungspflichtigen Personen der Stadt auflistet.
(Signatur Weingeldbuch 1390/91: Stadtarchiv Freiburg E1 A III h Nr. 1)


Als weitere ähnliche Quelle in der die gesuchte Person jedoch nicht auftauchte, die jedoch ähnlicher Art ist, könnte ein Gewerftbuch von 1385 ganz interessant sein. (Signatur Gewerftbuch 1385: Stadtarchiv Freiburg E1 A II a 1 Nr. 1)

Die archäologisch-historische 3D-Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren wird in der Ausstellung der Universitätsbibliothek Freiburg gezeigt.

Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350 Closnergasse - van Akkeren
Rekonstruktion: Hans-Jürgen van Akkeren 2016
Im Hintergrund ist das Freiburger Münster und links oben im Bild die ehemalige Burg der Zähringer auf dem Schlossberg erkennbar.


Weitere Links:


 

 

Freiburg - Schlossberg

Freiburg - Schlossberg

ehemalige Burgstelle, nichts ist mehr erkennbar

 

Freiburg, eine Zähringer Stadt.


Freiburg mitte des 14. Jh.
Modell im Freiburger Stadtmuseum

1091 Das Geschlecht der Zähringer erbaute auf dem Schloßberg eine Burg.
1120 Als auf dem Schloßberg die Burg erbaut wurde, erhoben Konrad und Herzog Bertold III die kleineren Ansiedlungen im Bereich der heutigen südlichen Altstadt und Oberlindens durch die Siegelung der Marktgründungsurkunde zur Stadt.
1200 Bertold V beauftragt den Bau einer großen Pfarrkirche, des heutigen Münsters. Später übernahmen die Bürger der Stadt die finanzielle Verantwortung für den Bau, der bereits 1513 als einer der wenigen fast ganz im gotischen Stil vollendet wurde.
1218 Nach dem Tod des letzten Zähringerherzogs, Bertold V, folgte sein Neffe, Egino, aus dem Geschlecht der Grafen von Urach nach, die sich fortan Grafen von Freiburg nannten.
1272 Graf Konrad I. von Freiburg stirbt. Die Grafschaft erben seine beiden Söhne, die sich die Herrschaft unter einander aufteilen. Dies ist der Beginn des Wirtschaftlichen untergangs der Herrschaft.
1368 Da sich das Wirken der Grafen von Freiburg vor allem durch Kriege mit anderen Herrschern und Zwistigkeiten mit der Stadtbevölkerung auszeichnete, kauften sich die reichen Bürger für 15.000 Mark Silber von ihnen los und stellten sich unter die Herrschaft der Habsburger.
1415- 1427 Freiburg war Reichsstadt.
1457 Die Stadt Freiburg erhielt von Erzherzog Albrecht die Universität.
17 Jh. Im Dreißigjährigen Krieg musste die Stadt zahlreiche Belagerungen überstehen, die ihre Bevölkerung auf 2.000 Menschen dezimierte und alle Vorstädte weitgehend zerstörte.
1677 Die Einnahme Freiburgs durch die Französischen Truppen war der Höhepunkt der größten Zerstörung und Veränderung ihrer bisherigen Geschichte. Auf Geheiß Ludwig XIV vollendete der Festungsbaumeister Vauban die von den Österreichern begonnen Baumaßnahmen, ließ die Stadtmauern schleifen und baute um die Altstadt eine Festung mit acht Bastionen. Auf dem Schloßberg ließ er an der Stelle des alten Schlosses drei übereinanderliegende Forts errichten.
1697 Freiburg wechselte nach 1697 mehrfach zwischen Frankreich und Österreich hin und her, bis es 1745 wieder unter österreichische Herrschaft kam. Bei ihrem Abzug schleiften die Franzosen sämtliche Festungsanlagen.
1805/06 Napoleon gliederte Freiburg in das neu geschaffene Großherzogtum Baden ein, das 1813/14 mit in die Befreiungskriege hineingezogen wurde.
   
   

 

Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350 Closnergasse - van Akkeren Freiburg Merian 1644

Während der archäologischen Ausgrabung im Jahre 2016 wurde die im 13. Jahrhundert planmäßig angelegte Bebauung dokumentiert. Zusammen mit punktuellen früheren Beobachtungen kann nun ein Teil des ehemaligen Stadtplans der Neuburg rekonstruiert werden. Diese Straße konnte als Closnergasse identifiziert werden.

Im Kupferstich aus der Topographia Alsatiae von Matthaeus Merian aus dem Jahre 1644 ist links im Bild (roter Kreis) der Bereich der archäologischen Ausgrabung markiert. Die 3D-Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren zeigt, wie die Bebauung in diesem Areal in der Zeit um 1350 ausgesehen haben könnte.

Link zum Presseartikel: Ausgrabungen in Freiburg-Neuburg: Mittelalterlicher Stadtplan kann aktualisiert werden - Closnergasse entdeckt

Textquellen:
"Die Zähringer und Ihre Tradition"
herausgegeben vom Archiv der Stadt Freiburg i.Br.
und der Landesgeschichtlichen Abteilung des Historischen
Seminars der Albert-Ludwigs-Universität.

Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren

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