Burgen im mittelalterlichen Breisgau
Literatur
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Literatur: Das Kloster St. Margarethen in Waldkirch
05. Oktober 2017
Literaturhinweis zum Kloster St. Margarethen in Waldkirch
mit Rekonstruktion des Kloster St. Margarethen
{joomplu:455 type=thumbnail|alttext=Andreas Haasis-Berner, Das Kloster St. Margarethen in Waldkirch, 500 Jahre klösterliches Leben im Elztal, Waldkirch 2017; Subskriptionspreis bis 11.10.2017: 28 Euro, dann 35 Euro.} Andreas Haasis-Berner, Das Kloster St. Margarethen in Waldkirch, 500 Jahre klösterliches Leben im Elztal, Waldkirch 2017; Subskriptionspreis bis 11.10.2017: 28 Euro, dann 35 Euro.
Eine grundlegende Darstellung zur Geschichte des ehemaligen Frauenklosters St. Margarethen in Waldkirch bietet das Buch von Dr. Andreas Haasis-Berner:Andreas Haasis-Berner: Das Kloster St. Margarethen in Waldkirch. 500 Jahre klösterliches Leben im Elztal. Waldkirch 2017.
Das Werk erschien als zweiter Band der von der Stadt Waldkirch herausgegebenen Reihe „Waldkircher Stadtgeschichte“. Es handelt sich um die erste umfassende Monographie zu einem Frauenkloster im Breisgau und schließt damit eine bedeutende Lücke in der Waldkircher Stadt- und Regionalgeschichte.
Andreas Haasis-Berner, promovierter Historiker und Archäologe, wertete für seine Untersuchung zahlreiche historische Quellen aus. Dazu zählen Schenkungs- und Verkaufsurkunden, Besitzbestätigungen sowie ein Berain, in dem der Grundbesitz und die Einkünfte des Klosters verzeichnet wurden. Neben älteren Veröffentlichungen konnte er auf eine vom ehemaligen Stadtarchivar Rudi Allgeier angelegte und im Verlauf der Forschungsarbeit erheblich erweiterte Quellensammlung zurückgreifen.
Das Buch behandelt die rund 500-jährige Geschichte des Waldkircher Frauenklosters von seiner Gründung im frühen 10. Jahrhundert bis zum Tod der letzten Äbtissin im Jahr 1430. Nach den Forschungsergebnissen des Autors entstand das Kloster zwischen 918 und 926 auf Initiative Herzog Burkharts I. von Schwaben und seiner Frau Reginlind. Die Gründung sollte vermutlich die herzoglichen Herrschaftsansprüche im Breisgau sichern und zugleich als Familienkloster, Begräbnisstätte und Ort des Totengedenkens dienen.
Haasis-Berner beschreibt die Entwicklung der kleinen Gemeinschaft, der nie mehr als sechs Frauen gleichzeitig angehörten. Die Nonnen lebten nach der Regel des heiligen Benedikt und stammten in der Anfangszeit aus dem alemannischen Hochadel. Aus der gesamten Klostergeschichte sind zwölf Äbtissinnen namentlich bekannt.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Entwicklung St. Margarethens zum Reichskloster. Im Jahr 994 gelangte das Kloster an Kaiser Otto III. und unterstand damit unmittelbar dem Reich. Es verfügte über weitreichende Privilegien, darunter Immunität, Zollfreiheit, freie Vermögensverwaltung, die freie Wahl der Äbtissin, hohe Gerichtsbarkeit und das Recht zur Wahl des Klostervogts. Seit etwa 1100 übten die Herren von Schwarzenberg die Vogtei aus.
Das Kloster besaß umfangreiche Ländereien und Rechte im Elztal sowie bei Freiburg, im Kaiserstuhl, in der Ortenau und im Markgräflerland. In 24 Orten verfügte der Konvent über Patronatsrechte. Diese Besitz- und Herrschaftsstrukturen prägten die Entwicklung des Elztals über Jahrhunderte.
Ausführlich dargestellt wird auch der allmähliche Niedergang des Klosters. Nach dem Ende der Ottonen verlor St. Margarethen zunehmend die Aufmerksamkeit und den Schutz des Reiches, während die Vögte ihren Einfluss ausbauten. Wirtschaftliche Krisen, sinkende landwirtschaftliche Erträge und Pestepidemien verschärften die Lage. Zwischen 1275 und 1324 verlor das Kloster etwa 80 Prozent seiner Einkünfte. Besitz musste verkauft werden, neue Mitglieder blieben aus und 1430 starb die letzte Äbtissin in Armut.
Im Jahr 1431 wurde das Frauenkloster in ein Kollegiatstift umgewandelt, das bis 1806 bestand. Das Buch verdeutlicht damit nicht nur die Geschichte einer geistlichen Gemeinschaft, sondern auch deren nachhaltige Bedeutung für die politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Waldkirchs und des gesamten Elztals.
Das reich bebilderte Buch hat einen Umfang von 430 Seiten.
Preis: 35,- €
Pressetext der Badischen-Zeitung "500 Jahre Klosterleben"
http://www.badische-zeitung.de/waldkirch/500-jahre-klosterlebenDas Buch ist unter den folgenden Adressen erhältlich:
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Literatur: Der Gewerbekanal von Waldkirch - Andreas Haasis-Berner
{joomplu:457 type=thumbnail|alttext=Der Gewerbekanal von Waldkirch - Andreas Haasis-Berner}
Der um 1250 angelegte Gewerbekanal ist mit 3,7 km das längste Denkmal von Waldkirch. Es betrieb bis zu 35 Mühlen, darunter 30 Edelsteinschleifereien. Nach Aufgabe der Edelsteinschleifereien wurde die verfügbare Wasserkraft zum Betrieb von Ölmühlen, Lohmühlen, Feilenhauen, Brauereien und Färbereien genutzt. Entlang des Kanals arbeiteten auch viele Gerber. Darüber hinaus diente der Kanal zur Abfallentsorgung sowie zur Wiesenwässerung. Nach 1860 entstanden zahlreiche Textilfabriken. Bis um 1900 war der Gewerbekanal die wirtschaftliche Lebensader der Stadt.
Dieses Buch ist nicht nur für Waldkircher eine Fundgrube für historische Begebenheiten, sondern auch für alle, die sich mit Wasserbau, Mühlenkunde und Wasserkraftnutzung im Mittelalter und in der Neuzeit interessieren.
Inhaltsverzeichnis: Der Gewerbekanal von Waldkirch - Andreas Haasis-Berner.pdf
Preis: 33,- €
Bezugsquellen:
- Heimat- und Geschichtsverein Waldkirch, Weiherstr. 6, 79183 Waldkirch
http://www.heimatverein-waldkirch.de/html/bucherecke.html - Buchhandlung Augustiniok, Lange Straße 29, 79183 Waldkirch
- Tourist-Info, Marktplatz 1-5, 79183 Waldkirch, Tel: 07681 19433
- Elztalmuseum, Kirchplatz 14, 79183 Waldkirch
- Heimat- und Geschichtsverein Waldkirch, Weiherstr. 6, 79183 Waldkirch
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Literatur: Die Freiburger Stadtrechte des hohen Mittelalters (1120–1293) – Edition, Übersetzung, Einordnung
Die Freiburger Stadtrechte des hohen Mittelalters (1120–1293) – Edition, Übersetzung, Einordnung
{joomplu:680 type=thumbnail|alttext=Die Freiburger Stadtrechte des hohen Mittelalters 1120-1293} Bereits 1907 wurde beschlossen, die Freiburger Stadtrechte herauszugeben. Wechselnde Bearbeiter und zwei Weltkriege verhinderten dieses Ansinnen bis heute. 1991 wurde durch Marita Blattmann ein erster Versuch unternommen, die Freiburger Stadtrechte zur Zeit der Herzöge von Zähringen zu rekonstruieren. Neue Ansätze und Methoden in der Forschung machten es jedoch zwingend notwendig, diese normativen Texte, die eine Vorbildfunktion für andere Stadtrechte im deutschen Südwesten hatten, erneut wissenschaftlich auszuwerten und zu bewerten.
Für keine andere deutsche Gründungsstadt des hohen Mittelalters lässt sich die frühe Rechtsentwicklung so detailliert nachvollziehen wie für Freiburg im Breisgau. Umso misslicher ist es, dass die Freiburger Stadtrechtstexte bislang nicht in einer einheitlichen kritischen Edition zugänglich waren. Das vorliegende Werk schließt diese Lücke. Ediert werden darin erstmals sämtliche Freiburger Stadtrechtstexte und stadtrechtsnahen Urkunden von der Marktgründung 1120 bis zum deutschen Stadtrecht von 1293, das bis zur Rechtsreform des Ulrich Zasius von 1520 in Geltung blieb. Aufgenommen wurden neben den ab 1218 erhaltenen Urkunden auch die verlorenen, aber rekonstruierbaren Stadtrechtstexte der vorangehenden Zähringerzeit, die zu den ältesten Stadtrechtstexten im deutschsprachigen Raum überhaupt gehören.
Eingeleitet wird der Band von einem Überblick über die Geschichte Freiburgs im 12. und 13. Jahrhundert und einem Beitrag, der die Spezifika der Freiburger Texte erläutert und sie in die Stadtrechtsentwicklung ihrer Zeit einordnet. Neuhochdeutsche Übersetzungen der lateinischen und mittelhochdeutschen Originale sollen die Edition auch einem breiteren Lesepublikum zugänglich machen.Das Buch ist ab dem 16. November 2020 im Handel und kann im Stadtarchiv für 30 Euro zzgl. 4 Euro Versandkosten bestellt werden ().
Marita Blattmann, Jürgen Dendorfer, Mathias Kälble, Heinz Krieg (Hrsg.): Die Freiburger Stadtrechte des hohen Mittelalters (1120–1293) – Edition, Übersetzung, Einordnung (Archiv der Stadt Freiburg im Breisgau 43), Freiburg 2020.
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Neuerscheinung 2014 „Die Urkunden der Stadt Neuenburg am Rhein“ Band 1
Buchpräsentation „Die Urkunden der Stadt Neuenburg am Rhein“ Band 1
Nach mehreren Jahren Bearbeitungszeit präsentierte die Stadt Neuenburg am Rhein am 27. November im Sitzungssaal des Rathauses, den ersten Band des Neuenburger Urkundenbuchs.
{joomplu:297 type=thumbnail|alttext=„Die Urkunden der Stadt Neuenburg am Rhein“ Band 1}
Das Buch stellt auf über 500 Druckseiten die ersten knapp 400 Schrifterzeugnisse der Geschichte der Stadt aus der Zeit von 1185 bis zum Jahr 1350 zusammen. Die beiden Bearbeiter, Herr Prof. Dr. Jörg W. Busch und Herr Dr. Jürgen Treffeisen, haben diese Urkunden in mühevoller Arbeit aus verschiedenen Archiven zusammengetragen und in modernes, uns heute verständliches Deutsch übertragen. Den Urkunden vorangestellt wurde ein über 100 Seiten umfassender Beitrag zur Geschichte der Stadt Neuenburg am Rhein und den Herzögen von Zähringen, den Gründern der Stadt. Warum wurde die Stadt damals genau hier errichtet? Und in welchen historischen Kontext ist die Stadtgründung einzuordnen? Ein detailreicher Orts-, Personen- und Sachindex ermöglicht das vielfältige Nachschlagen und das gezielte Suchen nach unterschiedlichsten Aspekten der Stadtgeschichte.
Herr Dr. Jürgen Treffeisen, der stellvertretende Leiter des Generallandesarchives Karlsruhe, wird zunächst die einzelnen Schritte der Erarbeitung eines Urkundenbuches erläutern. Im Anschluss daran nimmt Herr Prof. Dr. Jörg W. Busch, Professor an der Universität Frankfurt am Main, die Anwesenden mit auf einen virtuellen Gang durch das mittelalterliche Neuenburg. Hierbei wird gezeigt, welche Gebäude und Lokalitäten damals in der Stadt vorhanden waren und welche Funktionen sie jeweils hatten. Alle diese Fakten sind nur aufgrund der überlieferten Urkunden bekannt. Eine Originalurkunde aus dem Jahr 1282 wir an dem Abend ausgestellt sein.
Die beiden Herausgeber haben bereits schon alle Urkunden bis zum Jahr 1413, bis zum Vorabend des Konstanzer Konzils, bearbeitet, so dass die Veröffentlichung des zweiten Bands nicht allzu lange dauern wird.Erhältlich bei der Stadtverwaltung Neuenburg am Rhein
Weitere Informationen bei der Stadt Neuenburg am Rhein, Rathausplatz 5, 79395 Neuenburg am Rhein, Telefon: 07631/791-135,
Email: -
Neuerscheinung 2017 „Die Urkunden der Stadt Neuenburg am Rhein“ Band 2
Buchpräsentation „Die Urkunden der Stadt Neuenburg am Rhein“ Band 2
{joomplu:459 type=thumbnail|alttext=Die Urkunden der Stadt Neuenburg am Rhein Band 1} Die Urkunden der Stadt Neuenburg am Rhein Band 1
Nach mehreren Jahren Bearbeitungszeit präsentierte die Stadt Neuenburg am Rhein am 27. November 2014 im Sitzungssaal des Rathauses, den ersten Band des Neuenburger Urkundenbuchs (siehe Band 1).Die Stadt Neuenburg am Rhein präsentiert den zweiten Band des Neuenburger Urkundenbuches am Donnerstag, den 9. November 2017 im Sitzungssaal des Rathauses.
Das Buch stellt weitere Schrifterzeugnisse der Geschichte der Stadt aus der Zeit von 1351 - 1413 zusammen. Die beiden Bearbeiter, Herr Prof. Dr. Jörg W. Busch und Herr Dr. Jürgen Treffeisen, haben diese Urkunden aus verschiedenen Archiven zusammengetragen und in ein modernes, uns heute verständliches Deutsch übertragen.
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Schießscharten Datenbank - Ein muss für jeden Burgenforscher
Wissenschaftliche Forschung über den militärischen Nutzen von frühen Schießscharten bis ins Hochmittelalter
Schießscharten Datenbank - Ein muss für jeden Burgenforscher
Nicht jede Öffnung in einer mittelalterlichen Mauer ist als Schießscharte anzusehen.
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Tennenbacher Güterbuch digital (1317-1341) - GLA KA 66 Nr. 8553
Tennenbacher Güterbuch
Quelle: Generallandesarchiv Karlsruhe 66 Nr. 8553
Laufzeit: 1317-1341
Das zwischen 1158 und 1161 von den Zähringern gegründete Zisterzienserkloster Tennenbach wurde von Mönchen aus der hochburgundischen Abtei Frienisberg besiedelt; seine Paternität oblag aber seit um 1170/80 dem Abt von Salem. Die Schirmvogtei über Tennenbach hatten zunächst die Herzöge von Zähringen, dann die Markgrafen von Hachberg und schließlich seit 1460 die Habsburger als Landesherren Vorderösterreichs. Ausgehend von einem eher bescheidenen Stiftungsgut gelang es dem Konvent im Lauf zweier Jahrhunderte, sich durch zahlreiche Schenkungen, durch käuflichen Zuerwerb und durch Landesausbau im Schwarzwald zu einem der bedeutendsten Grundbesitzer der Region zu entwickeln; um die Mitte des 14. Jahrhunderts reichten die Klostergüter vom Rhein im Westen bis auf die Baar im Osten sowie von Lahr im Norden bis nach Bellingen im Süden.
Das zwischen 1317 und 1341 entstandene große Tennenbacher Güterbuch dokumentiert den Besitz des Klosters zu einer Zeit, als die Mönche die klassische zisterziensische Eigenwirtschaft bereits aufgegeben und die Klostergüter zur Leihe an zinspflichtige Bauern ausgetan hatten. Konzipiert und großenteils auch ausgeführt wurde das Urbar von dem Klostercellerar Johann Zenlin (gestorben 1353) und dem Klosterbruder Johann Meiger (Meier). Die Fertigstellung des buchstäblich grundlegenden Werks brauchte nahezu ein Vierteljahrhundert. 1336 wurde Johann Zenlin von seinen dankbaren Mitbrüdern zum Abt gewählt.
Das Tennenbacher Güterbuch ist eine historische Quelle von unschätzbarem Wert. Es verzeichnet nicht allein akribisch alle Güter und Gerechtsame des Klosters Tennenbach in mehr als 230 Orten des ganzen Breisgaus - Ort für Ort -, sondern bietet darüber hinaus allerlei Informationen chronikalischer Art, mitunter sogar theologische und philosophische Notizen und Betrachtungen. Von besonderer Bedeutung ist eine Abschrift des Freiburger Stadtrechts, die den entsprechenden Ortsartikel einleitet; es handelt sich dabei um die allerälteste Überlieferung des Freiburger Stadtrechts überhaupt.
Auf der ersten Seite sind in einer vielreproduzierten Initiale die Menschen dargestellt, denen das Güterbuch zu verdanken ist: Abt Johann Zenlin und sein Helfer Johann Meiger, letzterer eben im Begriff aufzuschreiben, was ein Bauer über Abgaben und Dienste berichtet, die er dem Kloster zu leisten hat. Und darüber geben nach Art einer Invocatio Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist dem Werk ihren Segen.
Literatur: Max Weber, Günther Haselier und Alfons Schäfer (Bearbb.), Das Tennenbacher Güterbuch (1317-1341) (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg A 19), Stuttgart 1969.
Historischer Atlas von Baden-Württemberg, Blatt VIII,4: Der Besitz der südwestdeutschen Zisterzienserabteien um 1340/50, Stuttgart 1975.
Digitalisierte Quelle: https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/bild_explorer/index.php?bestand=10800
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