| Stadt Kenzingen |
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Mauerrest der äußeren Stadtmauer Oberer Zirkel 77 |
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| Alternativname(n) Schreibweisen |
Kencinger marca (772) Chenziuga (1018), Cancingen (1094), civitas Kencingin, Chenzingen (1269), Kenzingen (1283), Kentzingen (1293), Kenntzingen (1461) |
| Landkreis | Emmendingen |
| Regierungsbezirk | Freiburg i. B. |
| Entstehungszeit | 1249 Grundsteinlegung |
| Stadtrechtsvergabe | 1283 Juli 6. Hesso IV. u. Rudolf III. von Üsenberg, Vettern |
| Gründer | Rudolf II. von Üsenberg 1249 |
| Erhaltungszustand der Stadtbefestigung |
Äußerer Stadtgraben, Mauerreste Stadtmauer, archäologische Befunde |
| Geografische Lage | 48.19171/7.76852 |
| Höhenlage | 177 m ü. NHN |
Befestigungsstruktur der Stadt Kenzingen © Hans-Jürgen van Akkeren |
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Kenzingen - Grundsteinlegung 1249 - Stadtrecht seit 1283
mittelalterliche Festungsstadt
Ältere Schreibweisen für Kenzingen:
- 772 "in Kencinger marca" wird das alemannische Dorf erstmals urkundlich im Lorscher Codex erwähnt.
- Chenziuga (1018 Jan. 5, Frankfurt Kaiser Heinrich II. bestätigt kirchlichen Besitz des Klosters Einsideln, Dorfsiedlung)
- Cancingen (1094, Dorfsiedlung)
- Johannes de kencingen (GLA KA 24/946 Ersterwähnung Kirnburg 1219 Nov. 16)
- scult° de kencingin Cvno de Sveichusin (GLA KA 24/946 Ersterwähnung Kirnburg 1219 Nov. 16, Schultheis von Kenzingen, Cuno von Schweighausen)
- Civitas Kencingin (1249 Grundsteinlegung der neuen Siedlung Kenzingen)
- Chenzingen (1269)
- Kenzingen (1283 Stadtrechtsurkunde für die neue Siedlung)
- Kentzingen (1293 GLA KA 21/4315, Rudolf von Üsenberg)
- Kenntzingen (1461 GLA KA 21/4302)
Die Anfänge der Üsenberger Herrschaft und die Gründung der Stadt Kenzingen
Um das Jahr 1200 gelangten Rudolf I. von Üsenberg und seine Familie in den Besitz von Gütern der Vogtei des elsässischen Frauenklosters Andlau im nördlichen Breisgau. Zu diesem Besitz gehörten unter anderem die Orte Bleichheim, Wagenstadt, Nordweil, Bombach, das Dorf Kenzingen, Herbolzheim, Malterdingen, Sexau sowie weitere Siedlungen.
Auch der Kirnberg bei Bleichheim zählte zu diesem Herrschaftsbereich. Dort ließ Rudolf I. von Üsenberg ab etwa 1200 die Burg Kürnberg, auch Kirnburg genannt, errichten. Sie wurde am 16. Nov. 1219 erstmals urkundlich erwähnt und entwickelte sich zu einem wichtigen Herrschaftsmittelpunkt der Üsenberger.
Sein Sohn Rudolf II. von Üsenberg legte im Jahr 1249 den Grundstein für die neue Stadt Kenzingen. 1283 erhielt die Stadt Kenzingen das Sadtrecht. Das ursprüngliche Dorf Kenzingen lag etwa 800 Meter weiter östlich und war deutlich älter: Bereits im Jahr 772 wurde es im Codex Laureshamensis, dem Lorscher Codex, erstmals erwähnt.
Die neue Stadtanlage von 1249 wurde planmäßig angelegt und befestigt. Noch heute lassen sich im Grundriss der Altstadt, in ihren Straßenzügen und Häuserreihen, Strukturen erkennen, die auf die Zeit der Stadtrechtsvergabe von 1283 zurückgehen. Wer damals ein Haus errichten wollte, erhielt ein Grundstück von 30 mal 50 Fuß, was etwa 9,6 mal 16 Metern entsprach. Die Dachtraufe hatte zur Straßenseite hin zu zeigen. Für das Grundstück war ein jährlicher Zins an den Stadtherrn zu entrichten.
Zwei Stadttore
Die Stadt Kenzingen besaß ursprünglich zwei Stadttore: das Niedertor im Norden und das Obertor im Süden. Beide Tortürme wurden im Jahr 1328 erstmals urkundlich erwähnt.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das südliche Stadttor schwer beschädigt. Der Turm konnte anschließend nur notdürftig instand gesetzt werden und erreichte danach nicht mehr seine ursprüngliche Höhe.
Im September 1826 wurden beide Türme durch das Landesvermessungsamt Karlsruhe vermessen. Der nördliche Torturm bestand aus vier Geschossen und erreichte mit seinem Dachstuhl eine Gesamthöhe von 36 Metern. Allein der Dachstuhl war etwa 12 Meter hoch. Beide Türme besaßen einen nahezu quadratischen Grundriss mit einer Seitenlänge von jeweils 9,6 Metern. Die Durchfahrt war etwa 4 Meter breit und 4,5 Meter hoch.
Bemerkenswert ist, dass auch der Bergfried der Burg Kürenberg bei Bleichheim eine Seitenlänge von 9,6 Metern aufwies. Dies deutet auf ein einheitliches Maßsystem oder auf bauliche Bezüge innerhalb der üsenbergischen Herrschaft hin.
Im Jahr 1838 wurden beide Stadttore abgebrochen.
Die innere Stadtmauer
Die innere Stadtmauer Kenzingens wurde im Jahr 1275 erstmals urkundlich erwähnt. Bis zur Stadtrechtsvergabe im Jahr 1283 war sie offenbar vollständig fertiggestellt, denn in diesem Jahr wird sie bereits als geschlossene Ringmauer beschrieben.
Sie umgab die junge Stadt und bildete ihren wichtigsten Schutz. Mit einer Höhe von etwa 10 Metern prägte sie über Jahrhunderte das Erscheinungsbild Kenzingens und machte die planmäßig angelegte Stadt auch nach außen als befestigten Ort erkennbar.
Die äußere Stadtmauer
Die äußere Stadtmauer Kenzingens wird auch als Zwingmauer bezeichnet. Sie bildete zusammen mit der inneren Stadtmauer den sogenannten Zwinger, also den schmalen Verteidigungsraum zwischen beiden Mauern.
Mit einer Höhe von etwa 5 Metern war die äußere Mauer niedriger als die innere Stadtmauer. Dennoch verstärkte sie die Befestigungsanlage erheblich und erschwerte Angreifern das Vordringen bis zur eigentlichen Ringmauer.
Nachträglich wurden in die äußere Stadtmauer nach außen vorspringende Halbschalentürme eingefügt. Sie dienten der besseren Verteidigung der Mauerabschnitte und ermöglichten es, Angreifer auch seitlich zu erfassen. Ein archäologischer Rest eines solchen Befundes ist bis heute erhalten und befindet sich im Keller des Gebäudes Mühlestraße 19.
Der innere Stadtgraben
Der innere Stadtgraben war Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage Kenzingens und diente der Verteidigung der Stadt. Er verlief im Bereich der heutigen Straßen Unterer Zirkel und Oberer Zirkel.
Der Graben lag trocken und besaß an seiner Sohle eine Entwässerungsrinne. Diese Entwässerungsrinne in der Grabensohle war in zwei Futtermauern eingefasst, die etwa einen Meter voneinander entfernt waren. So konnte anfallendes Regenwasser gezielt abgeleitet werden, ohne dass der Graben dauerhaft geflutet war.
Im Jahr 1318 übergab Stadtherr Hugo von Üsenberg den inneren Stadtgraben den Bürgern der Stadt zu eigen. Seitdem wurde er auch als Bürgergraben bezeichnet. Mit der Übergabe übernahmen die Bürger zugleich die Verantwortung für Reparaturen und Instandhaltung, die fortan auf eigene Kosten zu leisten waren.
Die Kleine Elz als äußerer Stadtgraben
Die Kleine Elz wurde im Mittelalter als äußerer Stadtgraben der Stadt Kenzingen angelegt. Sie zweigt im Gewann „Altes Grün“ von der Alten Elz ab. Der Flurname „Grün“ geht vermutlich auf das mittelhochdeutsche „grin“ zurück und bedeutet Sandbank.
Am sogenannten Ablos wird die Kleine Elz aus der Alten Elz abgeleitet. Von dort umfließt sie die mittelalterliche Stadt im Norden und bildet einen zusätzlichen Schutz der Stadtbefestigung. Südlich der Mühleinsel mündet sie wieder in die Alte Elz.
Neueste archäologische Untersuchungen im Zuge der Stadtsanierung von 2019 bis 2022 ergaben Hinweise darauf, dass die Kleine Elz im Mittelalter deutlich breiter war als heute. Stellenweise erreichte sie damals offenbar eine Breite von bis zu 22 Metern. Damit bildete die Kleine Elz nicht nur einen Wasserlauf, sondern zugleich ein wesentliches Element der mittelalterlichen Verteidigungsanlage Kenzingens.
Weblinks:
- BZ-SERIE: Der Wert Canzos für Kenzingen
- Graduale cisterciense (Wonnentaler Graduale) - U. H. 1
Kloster in Kenzingen
Quelle: Badische Landesbibliothek
http://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/content/titleinfo/192518 - Dr. Bertram Jenisch, "Vom archäologischen Befund zur Rekonstruktion - Warum erstellt man archäologische Rekonstruktionen?",
Die Pforte 37. und 38. Jahrgang.2017/2018: http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/pforte-2018-37-38/0017 - Hans-Jürgen van Akkeren, Rekonstruktionszeichnungen der mittelalterlichen Festungsstadt Kenzingen, Aquarellierte Federzeichnungen
Die Pforte 37. und 38. Jahrgang.2017/2018: http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/pforte-2018-37-38/0021
Aquarellierte Rekonstruktionszeichnung der mittelalterlichen Stadt Kenzingen um 1530
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Link: https://youtu.be/nnxLQ7lmAZQ Film: Hans-Jürgen van Akkeren © 2022 Das "Castrum Kenzingen" 1094 urkundlich erwähnt. |
| Erstnennung | Bezeichnung | Lokalisierung |
| 772 | Als "in Kencinger marca" wird das alemannische Dorf erstmals urkundlich im Lorscher Codex erwähnt. | Lorscher Codex |
| 8-10 Jhd. | Befestigung auf dem Nierlingsberg, frühmittelalterliche Burg | Nierlingsberg |
| 1094 | castrum Cancingen (Kuppelburg) | kl. Festungsanlage im gewann Eierkuchen |
| 1147 Jan. 27. | Papst Eugen III. nimmt auf Bitten des Priors Albert das Kloster St. Peter in seinen Schutz und bestätigt dessen Besitzungen, darunter auch eine curtis (Hof) im Dorf Kenzingen. | http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-3881692-1 |
| 1203 | castri chornberc (Kastenbuck) | befestigter Kornspeicher bei Bleichheim |
| 1219 | Burg Kürnberg (Urkunde 16.11.1219), erbaut zwischen 1200 - 1219 | Burg auf dem Kirnberg bei Bleichheim |
| 1242 | Burkadus rector scolarum (Schullehrer) | Zeuge in Urkunde Grundstückskauf |
| 1249 | Ladhof (Schiffsanlegestelle Elz) | Elz im Bereich heutiger Bahnhof |
| 1249 | Grundsteinlegung | heutige Stadt Kenzingen |
| 1267 | Gerichtslaube (1777 Kaufhaus) | Hauptstr. 17, Ecke Brotstr. |
| 1275 | innere Stadtmauer | Stadtmauer bei der Stadtkirche |
| 1275 | St. Peter Kirche erwähnt, Kirche aber schon älter | Gewann Petersbreite |
| 1275 | Ersterwähnung der Stadtkriche Kenzingen | Kirchplatz 1 |
| 1283 | innere Stadtmauer | Stadtrechtsurkunde "ringmur" |
| 1292 | Für 1292 Nordturm der Stadtkirche dendrochronologisch nachgewiesen | Kirchplatz 1 |
| 13. Jhd. 2 Hlft. | Innerer Stadtgraben erbaut | |
| 1299/1300 |
Haus am Schwabentor |
an der Stadtmauer |
| 1300 | Zwingmauer http://www.bauforschung-bw.de/objekt/id/101212359427/scheune-in-79341-kenzingen/ |
Oberer Zirkel 41 PDF-Beschreibung |
13. Jhd. |
Vorburg und Meierhof werden erbaut, Verwaltungszentrum |
Burg Kürnberg bei Bleichheim |
| 1300 | Eine Gerichtslaube wird erwähnt | Hauptstr. 17, Ecke Brotstr. |
| 1300 | Fresken im Kreuzgewölbe des Südturms auf 1300 datiert | Kirchplatz 1 |
| 1304 | Grangie/Stadthof Kloster Tennenbach | Spitalgasse/Klostergasse |
| 1311 | Johannitermembrum (Großes Areal) | Metzgerstr 6 |
| 1317-41 | Ladhoftor (Tennenbacher Güterbuch) | Stadtmauer Eisenbahnstraße |
| 1318 | Innere Stadtgraben wird den Bürgen als Eigen übergeben | Häuser werden gegen die Stadtmauer gebaut |
| 1326 | altes Spital mit Scheune und Spitalkapelle | Unterer Zirkel 10-24 |
| 1327 | Stadtgraben "burger graben" | Bereich Spitalgasse |
| 1327 | "Bürger Graben" werden Häuser angebaut | Bereich Spitalgasse |
| 1328 | Niederes Tor (nördl.) | bei Bäckerei Bilharz |
| 1328 | Oberes Tor (südl.) | Hauptstr. 41 und 56 |
| 1328 | Garten vor dem Tor zu dem Spital | heute Schulstraße 2-4 |
| 1328 | Tennenbacher Hofstette | nordwestl. Teil der Stadt beim Graben |
| 1343 | Herrschaftshof/Amtshaus (Stadtburg der Üsenberger) | Eisenbahnstr. 12, 14 |
| 1351 | Tränktor, Trengtorlin | nicht lokalisiert/Nähe oberes Tor |
| 1351 | Regalhaus beim Kirchplatz | nicht lokalisierbar |
| 1352 | Stadtmühle an der Elz (zweiten Hälfte 13. Jhd. erbaut) | Mühlestraße 25 |
| 1352 | Fridrich von Üsenberg verkauft Burg K. und Stadt K. an Heinrich IV. von Hachberg | Kürnburg und Kenzingen |
| 1353 | St. Georg Kirche erwähnt, Kirche aber schon älter | Gewann Georgenbreite |
| 1355 | Schulhaus | Kirchplatz beim Predigerhaus |
| 1365 | Gutleuthaus, Leprosen- Siechenhaus (Aussetzige) | Offenburger Str. 18 |
| 1369 | Üsenberger Herrschaftshof "Hus in Kapellen gassen" und Ackerhof gehen and die neue Herrschaft Herzog Leopold von Österreich | |
| 1373 | Andlau verkauft die St. Peter Kirche an die Freiburger Johanniter | Gewann Petersbreite |
| 1395 | oberes und unteres Spital | Unterer Zirkel 10-24 |
| 1395 | Haus uff der ringmur gegen dem spital über | vermutlich Unterer Zirkel hinter Bäckerei Bilharz |
| 1395 | oberes und unteres Spital (vermutlich getrennte Anlagen) | Unterer Zirkel 10-24; Offenburgerstr. 18 |
| 1399 | ein Haus "uff den ringmuren" | nicht lokalisiert |
| 1399 | Hof uf der ringkmoren gegen dem spital über | vermutlich Unterer Zirkel hinter Bäckerei Bilharz |
| 14. Jhd. | Zwinger/Äußre Stadtmauer | oberer/unterer Zirkel |
| 1410 | neue Badstube, Bestand auf alter erbaut | Metzgergasse (Langestraße) |
| 1421 | Spitalhof mit Spitalkapelle | Bereich Spitalgasse |
| 1463 | vor 1463 tagte der Rat in der Ratslaube | Obergeschoss der Gerichtslaube Hauptstr. 17 |
| 1463 und 1485 | Rathaus (Vorgängerbau des heutigen Rathauses ?) | nicht genau lokalisiert |
| 1467 | Patronatsrechte des Abtes Kloster Einsiedeln zu St. Georg (Kirchlein im alten Kenzingen) | Gewann Georgenbreite |
| 1484 | die Metzig/der Metzgerhof (seit 1422 Zunft) | Metzgergasse (Langestraße) |
| 1484 | Metzgerhof (Zunfthaus der Metzger) | Metzgerstraße Flst. Nr. 106 |
| 1486 | Wonnentäler Hofstätte in der "Wingassen" | Weingasse heute Spitalstr |
| 1493 | St: Peter wurde den Johannitern inkorporiert | Gewann Petersbreite |
| 1494 | Bei der Kirche St. Peter wird ein Bruderhaus eingerichtet | Gewann Petersbreite |
| 1496 | Zunfthaus, Stadtschreiberei, Zunftstein mit 18 Wappen | Mühlestraße 10 |
| 1499 | St. Anna-Kirche | Klostergasse/Einfahrt AWO bei FW |
| 1515 | Burg Kürnb. und Stadt Kenzingen gehen als Lehen an Wolf von Hürnheim zum Tuttenstein | Kürnburg und Kenzingen |
| 1520 | Neubau des heutigen Rathauses durch Wolf von Hürnheim zum Tuttenstein. Damals Gerichtslaube und Herrschaftssitz. | Hauptstr. 15, heutiges Rathaus |
| 1520/1528/37 | Rathaus, nochmals erwähnt | Hauptstr. 15, heutiges Rathaus |
| 1529 | Alte Badstube | Spitalgasse ? |
| 1529 | Alte Badstube | Spitalgasse ? |
| 1637 | Schanzen zur Verteidigung wurden aufgeworfen | Bereich Offenburger Str. 18 |
| 1656 | Neues Schulgebäude mit Schulstube und Lehrerwohnung | am Kirchplatz |
| 1656 | Schulacker zur Versorgung des Schulmeisters | Acker bei der St. Peter Kirche |
| 1661 | altes Haus der Rebzunf noch nicht wieder aufgebaut | in der Hauptstraße |
| 1662 | neues Spital | heutige AWO |
| 1662 | Neu aufgebauter Spitalkomplex grenzte an den Herrschaftshof | Bereich Spitalgasse |
| 1687 | Das Leprosenhaus wurde ausgebessert, wieder eingerichtet | Offenburger Str. 18 |
| früh. 17. Jhd. | Herrschaftshaus Bettschold-Blumeneck | Alte Schulstr 20 |
| 17. Jhd. | altes Rentamt | Hauptstraße 35 |
| 17. Jhd. | Armenhaus, Teil des Spitals (war wohl schon älter) | Metzgerstr. 17 |
| 1739 | altes Amtsgericht | Oberer Zirkel 95 |
| 1768 | Gumpsches Haus, Amtshaus, Archiv, Wartezimmer, Registratur | Hauptstraße 50 |
| 1768 | Neubau des im 30-Järhigen Krieg zerstören Herrschaftshauses | Eisenbahnstr. 12, 14 |
| 1779 | Hausstatt, eine Scheune, Keller, Spitalkapelle | zwischen den Mauern beim niederen Tor |
| 1779 | Der Plan von Alexander Harscher zeigt St. Peter Kirche mit Friedhof | Gewann Petersbreite |
| 1798 | Gasthof Kranz - Brauerei (ehemals Gutleuthaus) | Offenburger Str. 18 |
| 1798 | Bierbrauer Martin Bilharz erwirbt das Leprosenhaus und richtet eine Bierbrauerei ein | Offenburger Str. 18 |
| 18. Jhd. | Schwabentor, wohl schon als Durchgang, älter | Brotstraße |
| 1806 | St. Peter Kirche wird versteigert und abgerissen | Gewann Petersbreite |
| 1825 | Domänenamt | Offenburger Str. 10 |
| 1826 | Schule wurde eingerichtet Bettschold-Blumeck-Haus | Alte Schulstr 20 |
| ? | Stadtscheune | Kirchplatz 12 |
| ? | Ackerhof für herrschftl. Güter in der Stadt | Kieselquerstr / Kieselstr |
Text/Fotos 2011: Hans-Jürgen van Akkeren
Quelle: Dr. Bertram Jenisch 20003, Archäologischer Stadtkataster Band Nr. 22 Kenzingen
