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Burgen im mittelalterlichen Breisgau

Britzingen

  • Britzingen - Burg Neuenfels

    Burg Neuenfels
    {joomplu:241 type=detail|alttext=Burg Neuenfels. Foto Hans-Jürgen van Akkeren}
     Alternativname(n)  Nuwenfels
     Landkreis  Breisgau-
     Hochschwarzwald
     Gemeinde  Britzingen
     Entstehungszeit  um 1300
     Ersterwähnung  1307
     Burgentyp  Höhenburg
     Erhaltungszustand  sanierte Ruine
     Lage  Spornlage
     Geografische Lage  47.81831/7.68820
     Höhenlage 595,1 m ü. NHN

    Britzingen - Burg Neuenfels

    gut erhaltene Burgruine

    Lage

    Die Ruine liegt etwa 1,5 km südöstlich von Britzingen, einem Ortsteil der Stadt Müllheim. Zwischen 1904 und 1994 wurde die Anlage mehrfach saniert, wodurch die Analyse ihrer baulichen Gliederung erheblich erschwert wird. Die zeitliche Abfolge der Baumaßnahmen im Inneren bleibt daher unklar.

    Die Burg besitzt einen kastenförmigen Grundriss mit abgerundeten Ecken und misst etwa 30 × 9 Meter. Diese kompakte Bauform, die sich beispielsweise auch bei der Burg Lichteneck bei Kenzingen-Hecklingen und der Schneeburg bei Ebringen findet, deutet darauf hin, dass die Burg Neuenfels um 1300 errichtet wurde. Auch die Verwendung kleinformatiger vermauerter Bruchsteine sowie das Fehlen eines Bergfrieds sprechen für diese Datierung.

    Die auf der Beschilderung der Burg angegebene Erbauungszeit „vor 1250“ erscheint angesichts der beschriebenen Baustruktur, des fehlenden Bergfrieds und der archäologischen Befunde als zu früh angesetzt.

    Geschichte

    Die Herren von Neuenfels waren vermutlich Patrizier der Stadt Neuenburg a. Rhein, die sich bei Britzingen einen Landsitz schuf. Sie sind als Burgvögte von Badenweiler und Landvögte von Rötteln in Erscheinung getreten und hatten in Auggen, Neuenburg und Staufen verschiedene Ämter.

    1300 Vermutlich um 1300 durch die Herren von Neuenfels erbaut.

    1307 Erste Erwähnung der Burg und des Adelsgeschlechts von Neuenfels in einer königlichen Urkunde. Albrecht I. von Österreich verpfändete das Schultheißenamt der Stadt Neuenburg an viri strenui Johannes, Jacob, Rudiger et Bertholdus frates de Nuwenfels.

    1346 Die Herren von Neuenfels verkaufen ihre Burg an den Graf Imer von Straßberg und nahmen sie von ihm zu Lehen.

    1349 Berthold von Neuenfels tritt bei einem Rechtsakt als rector ecclesie in Briczzikon in Erscheinung.

    1366 Britzingen erwirbt von den Herren von Neuenfels Wald- und Dingrechte.

    1368 Die Neuenfelser stehen seit 1368 in Diensten der Grafen von Freiburg und sind Herren in Badenweiler. Als Zeugen der Grafen von Freiburg sind sie 1373, 1381, 1384, 1388 und 1390 zu belegen.

    1399 Hans Berthold von Neuenfels wird 1399 als Burgvogt zu Badenweiler erwähnt.

    1419

    Erhard von Neuenfels wird 1419 als Burgvogt genannt.

    1443 Heinrich von Neuenfels wird 1443 als Burgvogt genannt.

    1469 Hans Michael von Neuenfels wird 1469 sogar als Obervogt erwähnt, des schloß und der herschaft Badenwiler.

    1538 Christoph von Neuenfels verkauft den Wald um die Burg herum an Britzingen.

    17. Jh. Einer Chronik aus dem 17. Jh. ist zu entnehmen, dass der letzte Besitzer Christoph von Neuenfels im Jahre 1540 zusammen mit seiner Familie im Burghof ermordet aufgefunden wurde.

    1620 und 1635 Peter von Kaltenbach notierte in seinem Lagerbuch 1620 und 1635 den Verfall der Burg Neuenfels. Seit dem Mord...ist das Haus nicht mehr bewohnt worden, sondern ein Stück nach dem andern eingefallen, und abgegangen...

     

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    Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren 2014    

     

    Video: Armin Keller (https://youtu.be/tefHz2IKWBU)

    {joomplu:115 type=detail|alttext=Britzingen Grundriss der Burgruine Neuenfels.}
    Grundriss der der Kernburg Neuenfels, genordet.


    1. Burggraben.
    2. Keilförmige Schildmauer, gefährdete Ostseite bis 4,5 Meter stark.
    3. Eingangstor.
    4. Gebäude im Westende des Hofes.
    5. Zwinger.

    Text: Hans-Jürgen van Akkeren

    Quellen:

    • Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau II – Südlicher Teil Halbband A–K, Archäologie und Geschichte, Band 16, Alfons Zettler / Thomas Zotz
    • Oberrhein, 66 Burgen von Basel bis Karlsruhe. Dr. Heiko Wagner - Theiss Burgenführer 2003
    • Grundriss der Burg Neuenfels, Kunstdänkmäler Band 5, Seite 131