Burgen im mittelalterlichen Breisgau
Kenzingen
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26.04.2024 Vortrag zur archäologisch-historischen Stadtgeschichte Kenzingen
Vortragsveranstaltung zur Stadtgeschichte Kenzingen: Neue Erkenntnisse und spannende Einblicke
Die Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Landeskunde Kenzingen e.V. lädt ein.
Die historisch interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen zur Vortragsveranstaltung am Freitag, den 26. April 2024, um 19 Uhr in der Alten Turn- und Festhalle Kenzingen. Die Veranstaltung gliedert sich in drei Teile und verspricht faszinierende Einblicke in verschiedene Aspekte der regionalen Geschichte.Der erste Teil des Abends widmet sich den "Neuen Erkenntnissen zur Stadtbefestigung" und wird von Dr. Andreas Haasis-Berner, Landesamt für Denkmalpflege, präsentiert. Mit seinem fundierten Fachwissen wird er interessante Einblicke in die historische Stadtplanung und Befestigungstechniken geben.
Im Anschluss präsentiert Hans-Jürgen van Akkeren aus Kenzingen, ehrenamtlich Beauftragter der Archäologischen Denkmalpflege, "Rekonstruktionszeichnungen der mittelalterlichen Stadt Kenzingen". Diese visuellen Darstellungen bieten eine einzigartige Möglichkeit, sich die historische Entwicklung der Stadt Kenzingen vorzustellen und zu verstehen.
Den Abschluss bildet Dr. Bertram Jenisch, Landesamt für Denkmalpflege, mit seinem Vortrag über "Kloster Wonnental - Baubefunde und Eintrag im neuen Badischen Klosterbuch". Dr. Jenisch wird Einblicke in die Geschichte des Klosters Wonnental bieten, einschließlich neuer Entdeckungen und Erkenntnisse.
Die Veranstaltung verspricht einen informativen und bereichernden Abend für alle Geschichtsinteressierten.
Der Eintritt ist frei, und alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Veranstalter: AgGL in Kenzingen e.V.
Datum der Veranstalung: 26.04.2024, 19 Uhr
Ort der Veranstaltung: Alte Turn- und Festhalle Kenzingen, Google Map: https://maps.app.goo.gl/bnKEkSLLBSnieMwP7
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29. Mai 2025 Burgführung durch die Burgruine Lichteneck: Eine faszinierende Reise in die Vergangenheit mit Hans-Jürgen van Akkeren
Kenzingen/Hecklingen
Burgführung durch die Burgruine Lichteneck am 29. Mai 2025: Eine faszinierende Reise in die Vergangenheit mit Hans-Jürgen van Akkeren
Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren
Die Burgruine Lichteneck öffnet am Donnerstag, Christi Himmelfahrt, den 29. Mai um 15 Uhr ihre Tore für eine spannende Reise durch ihre Vergangenheit. Hans-Jürgen van Akkeren, Burgführer und ehrenamtlicher Beauftragter der Archäologischen Denkmalpflege wird die Besucher in die interessante Geschichte der Burg entführen, die bereits im 13. Jahrhundert mit den Grafen von Freiburg ihren Anfang nahm.Die Burgführung bietet einen einzigartigen Einblick in das Leben und die Bewohner der Burg. Hans-Jürgen van Akkeren wird die Besucher mit seinem umfangreichen Wissen über die Historie und die archäologischen Funde der Burg begeistern. Tauchen Sie ein in vergangene Zeiten und erleben Sie hautnah, wie das Leben auf einer Burg im Mittelalter ausgesehen hat.
Interessierte können entweder von Hecklingen aus den malerischen Weg zur Burg zu Fuß erkunden oder bequem mit dem Auto anreisen. Die Burgruine Lichteneck, idyllisch gelegen inmitten einer reizvollen Landschaft, bietet einen atemberaubenden Ausblick auf die umliegende Region.
Der Eintritt beträgt für Erwachsene 5,- Euro und für Kinder 3,- Euro. Die Veranstaltung verspricht sowohl für geschichtsinteressierte Erwachsene als auch für Familien ein unvergessliches Erlebnis zu werden.
Nutzen Sie diese einzigartige Gelegenheit, die faszinierende Geschichte der Burg Lichteneck kennenzulernen und sich von einem Experten durch die Ruinen führen zu lassen. Der Förderverein zur Erhaltung der Burgruine Lichteneck e.V. ladet Sie herzlich ein, an dieser besonderen Veranstaltung teilzunehmen.
Datum: Donnerstag, Christi Himmelfahrt, den 29. Mai 2025, Uhrzeit: 15:00 Uhr
Ort: Burgruine Lichteneck, Kenzingen-Hecklingen
Navi: https://maps.app.goo.gl/wFyXAiioCL2GwXG66
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8. Juni 2023: "Burgruine Lichteneck - Eine faszinierende Reise in die Vergangenheit" - Burgführung in Kenzingen-Hecklingen
Burgruine Lichteneck - Eine faszinierende Reise in die Vergangenheit
Burgführung am 8. Juni 2023 mit Hans-Jürgen van Akkeren (Fronleichnam)
Die Burgruine Lichteneck öffnet am 8. Juni um 15 Uhr ihre Tore für eine spannende Reise durch ihre Vergangenheit. Hans-Jürgen van Akkeren, ehrenamtlicher Beauftragter der Denkmalpflege, wird die Besucher in die interessante Geschichte der Burg entführen, die bereits im 13. Jahrhundert mit den Grafen von Freiburg ihren Anfang nahm.
Die Burgführung bietet einen einzigartigen Einblick in das Leben und die Bewohner der Burg. Hans-Jürgen van Akkeren wird die Besucher mit seinem umfangreichen Wissen über die Historie und die archäologischen Funde der Burg begeistern. Tauchen Sie ein in vergangene Zeiten und erleben Sie hautnah, wie das Leben auf einer Burg im Mittelalter ausgesehen hat.
Interessierte können entweder von Hecklingen aus den malerischen Weg zur Burg zu Fuß erkunden oder bequem mit dem Auto anreisen. Die Burgruine Lichteneck, idyllisch gelegen inmitten einer reizvollen Landschaft, bietet einen atemberaubenden Ausblick auf die umliegende Region.
Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4 Euro und für Kinder 2 Euro. Die Veranstaltung verspricht sowohl für geschichtsinteressierte Erwachsene als auch für Familien ein unvergessliches Erlebnis zu werden.
Nutzen Sie diese einzigartige Gelegenheit, die faszinierende Geschichte der Burg Lichteneck kennenzulernen und sich von einem Experten durch die Ruinen führen zu lassen. Der Förderverein zur Erhaltung der Burgruine Lichteneck e.V. ladet Sie herzlich ein, an dieser besonderen Veranstaltung teilzunehmen.
Datum: 8. Juni, Uhrzeit: 15:00 Uhr Ort: Burgruine Lichteneck, Kenzingen-Hecklingen
Navigation: https://goo.gl/maps/rcQAhAFKYhT1GF9r5
Infos unter: www.burg-lichteneck.de oder{youtube}U-rAs4dl4bM|400|225|0{/youtube}
https://youtu.be/U-rAs4dl4bM
Ein FIlm von Hans-Jürgen van Akkeren
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Archäologisch-historische Stadtführung in Kenzingen am 29.10.2023

Entdecken Sie die Geheimnisse unserer Stadtgeschichte: Archäologisch-historische Stadtführung in Kenzingen
{joomplu:657 type=thumbnail|alttext=Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren, das Stadtbächle, archäologischer Befund in der Klostergasse 2022.} Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren, das Stadtbächle, archäologischer Befund in der Klostergasse 2022.
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Stadtarchäologie und lernen Sie mehr über die mittelalterliche Stadtbefestigung in unserer historischen Altstadt Kenzingen. Am Sonntag, den 29. Oktober 2023, um 15.00 Uhr, lädt Hans-Jürgen van Akkeren, ehrenamtlich Beauftragter der Archäologischen Denkmalpflege, zu einer spannenden und fachkundigen Stadtführung ein, die unter dem Motto "Stadtarchäologie und Stadtbefestigung" steht.
Diese einzigartige Stadtführung verspricht einen tiefen Einblick in die Archäologie unserer Stadt und die neuen Erkenntnisse, die während verschiedenen archäologischen Ausgrabungen in den letzten fünf Jahren zur mittelalterlichen Stadtbefestigung gewonnen wurden. Von verborgenen Befunden bis zu den Spuren vergangener Epochen – wir enthüllen gemeinsam die Geschichten, die unsere Stadt zu erzählen hat.
Die Stadtführung startet vor dem historischen Rathaus in der Hauptstraße in Kenzingen. Von hier aus werden wir zu den historischen Plätzen unserer Stadt eintauchen und die Geheimnisse vergangener Zeiten enthüllen.
Seien Sie dabei, wenn die Vergangenheit wieder lebendig wird und Kenzingen in einem neuen Licht erscheint. Diese fachkundige Führung ist eine einmalige Gelegenheit, mehr über unsere historische Altstadt und ihre Bedeutung zu erfahren.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei dieser Stadtführung am Sonntag, den 29. Oktober 2023, um 15.00 Uhr. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich von Hans-Jürgen van Akkeren durch die faszinierende Welt der Stadtarchäologie und Stadtbefestigung führen.
Veranstalter: Heimat- und Verkehrsverein Kenzingen e.V.
Datum der Veranstaltung: Sonntag, 29. Oktober 2023
Beginn: 15.00 Uhr
Treffpunkt: Vor dem Rathaus in der Hauptstraße
Kosten: Erwachsene 5,- EUR, Kinder und Jugendliche frei.
Navi: https://maps.app.goo.gl/nigQBDUp9GGKDVmM9
Artikel der Badischen-Zeitung zur Stadtführung im vergangenen Jahr 2022: https://www.badische-zeitung.de/in-kenzingens-altstadt-gab-es-eine-reise-ins-mittelalter
_____________________________________________________Update vom 29.10.2023:
Viele interessierte Besucher folgten der Einladung zur archäologisch-historischen Stadtführung -
Stadtarchäologie und Stadtbefestigung der historischen Altstadt KenzingenÜber fünfzig neugierige Besucher strömten am 29. Oktober 2023 zur fesselnden Stadtführung durch die historische Altstadt Kenzingens. Unter der sachkundigen Leitung von Hans-Jürgen van Akkeren, ehrenamtlich Beauftragter der Archäologischen Denkmalpflege, tauchten die Teilnehmer in die faszinierende Welt der Stadtarchäologie und mittelalterlichen Stadtbefestigung ein. Gemeinsam enthüllten sie verborgene Schätze und Geheimnisse vergangener Epochen, die Kenzingens Geschichte in einem neuen Licht erstrahlen ließen. Die rege Teilnahme zeigte das starke Interesse der Gemeinschaft an der Erforschung und Wertschätzung ihrer historischen Wurzeln.
Update vom 01.11.2023:
Badische-Zeitung: Ein Marsch durch mehr als 1000 Jahre Stadtgeschichte
Altstädte wie die in Kenzingen haben viel zu erzählen. Damit sich die Historie erschließt, muss man die Hinweise lesen können. Hans-Jürgen van Akkeren hat Interessierte zum Gang durch die Geschichte mitgenommen.
Quelle: https://www.badische-zeitung.de/ein-marsch-durch-mehr-als-1000-jahre-stadtgeschichte
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Archäologische Sensation in Kenzingen: Mittelalterliches Stadtbächle und historische Baureste im Bereich des ehemaligen Franziskanerklosters entdeckt
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Gemarkung Kenzingen - Wüstung Altenkenzingen 773
Wüstung Altenkenzingen 773
Landkreis: Emmendingen Gemarkung: Kenzingen Ersterwähnung: 773 in kencinger marca Ortslage und Siedlung: Dorf Kenzingen 1 KM östlich der Stadt Kenzingen Historische Namensformen: 773 in kencinger marca; 1094 cancingen; 1449 Altenkenzingen Geschichte 773 Als in Kencinger marca wird das alemannische Dorf erstmals urkundlich im Lorscher Codex erwähnt. 1094 castrum Cancingen (Kuppelburg). 1449 bereits unbewohnt.
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Gemarkung Kenzingen-Nordweil - Wüstung Bramenweiler 14. Jhd.
Wüstung Bramenweiler
Landkreis: Emmendingen Gemarkung: Kenzingen-Nordweil Ersterwähnung: 14. Jhd. Ortslage und Siedlung: nordöstlich von Nordweil, Sportplatzgelände Historische Namensformen: Geschichte: die Asperin und der Brame von Nordwil gent. X sch. D, der git die Asperin III sch. D und III D von Matmanhalden, die da lit an Bramenwiler an der Furnegg; (Furnik, Flurname nordöstlich von Nordweil TK 97) 14. Jhd., K. Berain 9281 (Kloster Waldkirch)
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Gemarkung Riegel - Wüstung Nidingen 1203
Wüstung Nidingen 1203
Landkreis: Emmendingen Gemarkung: Riegel Ersterwähung: 1203 Ortslage und Siedlung: südlich Kenzingen an der Elz (https://opentopomap.org/#marker=16/48.18120/7.74688) Historische Namensformen: - Nidingen 1203 [1203 bis 1230]
- Nydingen 1469
Geschichte: 1203 bis 1230 Nidingen; 1469 zuo Nydingen; 1244 werden die Schwestern von Nidingen bei Kenzingen erwähnt. In Nidingen, einer spätmittelalterlichen Wüstung, lässt sich zu Beginn des 13. Jh. insofern eine religiöse Vereinigung von Frauen nachweisen, als Burkhard und Rudolf von Üsenberg 1244 Schwestern in Nidingen in ihren Schutz nahmen und ihnen Nutzungsrechte zugestanden. Vor Mitte des 13. Jh. vereinigten sich diese mit einer Schwesternsammlung in Altenkenzingen zum neuen Kloster Wonnental. [JÜRGEN TREFFEISEN]
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Hecklingen - Burg Lichteneck
Burg Lichteneck {joomplu:656 type=thumbnail}
Foto: Hans-Jürgen van AkkerenAlternativname(n) Liethenekke,
LichteneggeLandkreis Emmendingen Gemeinde Hecklingen,
(Kenzingen)Entstehungszeit 1265-1272 Ersterwähnung 1290 April 5. Burgentyp Höhenburg Lage Spornlage Bauform Rondellburg ohne
WehrturmZerstört 1675 April 15. Erhaltungszustand Ruine, restauriert Geografische Lage 48.17244/7.76785 Höhenlage 227 m ü. NHN Förderverein,
Burgvermietung,
Burgführungenburg-lichteneck.de Öffnungszeiten der
BurganlagePrivatbesitz,
nur während den
Führungen ge-
öffnet!Kenzingen-Hecklingen - Burg Lichteneck
Burg kann man mieten (Tel. 07644/7566 oder Email: )
Historix-Führungen Burgführungen auf der Burgruine LichteneckLink: https://youtu.be/U-rAs4dl4bM?si=-zO-LtY1D03YqfWg Lage
Am Eingang der Breisgauer Bucht steht die Burg heute auf dem Stadtgebiet Kenzingen, Gemarkung Hecklingen. Sie ist im Privatbesitz, das Gelände kann nur wärend den Burgführungen besichtigt werden. Die innere Burg Lichteneck liegt wie die Mehrzahl der Burgen des 13. Jh. in Spornlage auf der westlichen Spitze einer Muschelkalkplatte, d.h. also auf dem auslaufenden Ende kurz vor dem Abbruch der Gesteinsformation. Nach Norden und Osten wird die Burgstelle durch einen Halsgraben vom anstehenden Berg abgetrennt.
Die mittelalterliche Bausubstanz ist zum größten Teil ungeklärt. Die Burgruine befindet sich heute im Privatbesitz und wird in Absprache mit der Denkmalpflege Baden-Württemberg in Stand gehalten. Bei den durchgeführten Ausgrabungen fanden sich keine Hinweise auf eine Bebauung vor der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Von einer Vorgängeranlage der Lichteneck, wie Sie in der älteren Forschung (Futterer, Nr 22) vermutet wurde, kann aus mittelalterlichen Schriftquellen nicht abgeleitet werden.Geschichte
Im Jahre 1290 wird die Burg Lichteneck erstmals schriftlich erwähnt, wobei es keine Hinweise der Burg auf eine Herkunft aus dem zähringischen Erbe gibt. Vermutlich besaßen die Grafen von Nimburg über ihre Vogtei herrschaftliche Besitzungen und Rechte auf das Dorf Hecklingen. Ende des 12. Jahrhunderts gingen die nimburgischen Besitzungen an den Bischof von Straßburg über. Die Straßburger Kirche musste 1236 diese Besitzungen bis zu seinem Sturz an Kaiser Friedrich II. als Lehen überlassen. Danach ging der Besitz wieder an den Straßburger Bischof zurück.
Graf Konrad I. von Freiburg versuchte zwischen 1263 bis 1266 seine Machtstellung im Breisgau weiter auszubauen und setzte sich gegen den Bischof von Straßburg, Walter von Geroldseck, durch. Ebenso gelang es ihm 1265 sich gegen den Markgrafen von Hachberg durchzusetzten und gelangte so an das nimburgische Erbe. Im Jahre 1264 belehnt Graf Konrad I. die Gemeinde Hecklingen mit dem Wald Rumeshart. So gelangte vermutlich Graf Konrad I. an den Besitz des Dorfes Hecklingen und ließ in der Zeit zwischen 1265 und 1271 die Burg Lichteneck erbauen.1260-71 Graf Konrad I. von Freiburg erbaut vermutlich die Burg Lichteneck in der Zeit zwischen 1265 und 1271. 1290 Am 4. April verbündete sich der Graf Egino von Freiburg in St. Dié. Ebendort beurkundete Bischof Konrad III von Straßburg am 5. April die Übergabe Lichtenecks (»Liethenekke«) an Eginos Sohn Konrad (Reg. Bi. Str. 2272, FUB, Hefele II, Nr. 89), der Herzog von Lothringen ist Zeuge. Am gleichen Tage bezeugte der Bischof seinem Schwager Graf Egino, sein Sohn ist für volljährig erklärt und ihm seine Burg Lichteneck mit 80 Mark Einkünften aus anliegenden Ländereien sowie 120 Mark jährlichen Einkünften in Freiburg zu erblichen Eigentum übertragen. (FUB, Hefele II, Nr. 89) 1316 Erste urkundliche Erwähnung als Eigentum der Grafen von Freiburg. 1327 gelobten Konrad II. und sein Sohn aus erster Ehe, Friedrich, der Stadt Freiburg,die Burg Lichteneck niemandem zu verpfänden. 1330 waren die Burgen Lichteneck, Nimburg, Landeck und Kirnburg Pfandobjekte geworden.
Die Burg Lichteneck dürfte noch einmal militärischer Stützpunkt im Kampf der Grafen gegen die Üsenberger gewesen sein.1338 kam es zu einer Auseinandersetzung wegen der verpfändeten Lichteneck.Der Edelknecht Walther von Endingen hatte die Feste als Pfand inne. Mitte 14. Jh. Graf Friedrich von Freiburg (1350-56) war als ältester Sohn Konrads Herr von Freiburg geworden, und bei seinem frühen Tod übergab er die Herrschaft einschließlich Lichteneck an seine Tochter Klara, die um 1340 den Pfalzgrafen Götz von Tübingen geehelicht hatte: »Dieselbig Fraw Clara / die was so ein kuen / dapfer weib / das sie die von Freyburg zu einer regierenden Frawen annamen«(Sattler (1698/1979), S. 31). 1368 Die Burg Lichteneck ist im Besitz der Grafen von Tübingen-Lichteneck. 1433 Die Grafen von Tübingen-Lichteneck mischten sich im Streit des benachbarten Adels ein, dem Gerolsecker Krieg. Daraufhin wurden die Burg Lichteneck und Forchheim niedergebrannt. Die Burg wurde danach wieder aufgebaut. Besitzerfolge:
bis 1368 Grafen von Freiburg 1368-1660 Grafen von Tübingen, Herren von Lichteneck 1660-1721 Freiherren von Garnier 1721-1750 Grafen von Schauenburg 1750-1773 Freiherr von Grechtler
1773/74 Kaufvertrag Grechtler mit Markgräfin von Baden
Die Markgräfin tritt aber vom Kaufvertrag zurück.1774-1985 Grafen von Henin 1525 Im Bauernkrieg paktierte Graf Georg, nicht ganz freiwillig, mit den Bauern - die Burg wurde nicht beschädigt. 1632 Die Schweden erstürmten die Burg Lichteneck. 1633 Kaiserliche Truppen eroberten die Burg zurück, doch im selben Jahr kamen die Schweden wieder. 1634 Die Schweden eroberten die Burg Lichteneck und erschlugen alle Bauern. - 1634 oder 1635 wurde die Burg wieder kaiserlich. 1638 Die Burg wurde wieder schwedisch. bis 1644 lag auf der Burg Lichteneck eine schwedisch-weimarisch-französische Besatzung von 16 Musketieren und dem schottischen Leutnant Molvinus.
Die Gräfin von Tübingen-Lichteneck war mit ihrer Tochter nach Straßburg geflohen.1667-79 Seit dem Devolutionskrieg (1667/68) vermehrte Ludwig XIV. das französische Königreich durch gezielte Angriffskriege, und mit dem Holländischen Krieg gegen das Reich (1672-1679) wurde auch das Breisgau wieder herausragender Kriegsschauplatz. 1675 Am 15. April des Jahres wurde die Burg durch den französischen General Vaubrun zerstört. 1776-1985 Vom 31. Mai 1776 bis 1985 war die Burgruine im gräflich Hennischen Händen. seit 1985 befindet sich die Burgruine im Privatbesitz. Seitdem wird die Anlage aufwendig, durch einen Förderverein unterstützt, restauriert. "Förderkreis zur Erhaltung der Ruine Lichteneck e.V."
http://www.burg-lichteneck.de/
79341 Kenzingen
PayPal Spendenkonto des "Förderverein zur Erhaltung der Burgruine Lichteneck e.V."Quelle: Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hrsg.): Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. Halbband 1: A – K. Nördlicher Teil. (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 14). Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7364-X {joomplu:128 type=thumbnail} {joomplu:413 type=thumbnail} {joomplu:405 type=thumbnail} Grundriss Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren Text/Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren
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Hecklingen - Unteres Schloss
Unteres Schloss {joomplu:616 type=thumbnail}
Foto: Hans-Jürgen van AkkerenAlternativname(n) Hecklinger Schloss Landkreis Emmendingen Gemeinde Hecklingen
(Kenzingen)Entstehungszeit 15. Oktober 1776 Ersterwähnung 15. Oktober 1776 Burgentyp Schloss Lage Niederung Erhaltungszustand Erhalten Geografische Lage 48.17118/7.76863 Höhenlage 180 m ü. NHN Öffnungszeiten während den
VeranstaltungenHecklingen - Unteres Schloss
Beschreibung
Graf Carl von Hennin war 1750 in den Dienst der Markgrafschaft Baden-Baden eingetreten. 1774 beendete er seinen markgräflichen Dienst und verkaufte seinen Familienbesitz in Lothringen, um die reichsfreie Herrschaft Hecklingen mit der Burg Lichteneck zu erwerben. Graf Carl Anton Franz von Hennin beauftragte 1776 den Baumeister des Bistums Straßburg Francois Pinot das Schloss als Wohnsitz zu erbauen. Mehr als 150 Jahre waren die Grafen von Hennin Herren der Herrschaft Hecklingen und Lichteneck und Bewohner des Schlosses. 1928 verkaufte Graf Camillo von Hennin seinen Besitz an die Gemeinde Hecklingen und zog nach Lindau. Der südlich am Schloss angelegte Schlossgarten wurde Baugelände. 1950 standen im ehemaligen Schlossgarten bereits 50 Häuser.
Quelle:
- Lothar Moser "Das Hecklinger Schloß - Unteres Schloss" in Die Pforte 7. und 8. Jahrgang.1987/1988. Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., ZG 4885 Online: http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/pforte-1988-7-8/0178
- Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hrsg.): Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. Halbband 1: A – K. Nördlicher Teil. (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 14). Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7364-X (→ Hecklingen (Kenzingen, EM) S. 186, untere Schloß S. 188)
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Kenzingen - Burg Kenzingen
- Ersterwähnung: 1094
Burg Kenzingen {joomplu:610 type=detail} Alternativname(n) Kuppelburg,
castrum Cancingen
(1094)Landkreis Emmendingen Gemeinde Kenzingen Entstehungszeit 11. Jhd. Ersterwähnung 1094 Burgentyp Höhenburg Erhaltungszustand Burgstall,
HohlwegzugangLage Spornlage Geografische Lage 48.18176/7.77165 Höhenlage 212 m ü. NHN Kenzingen - Burg Kenzingen im Gewann Eierkuchen
ehemalige Burgstelle, nichts ist mehr erkennbar
Geschichte
1092 capitaneus Arnold von Kenzingen war Zeuge einer Güterschenkung in Endingen und Forchheim des Burkard von Staufenberg an das Kloster St. Georgen. 1094 Die Burg castrum Canzingen und ihr Besitzer capitaneus Arnold von Kenzingen werden in den Traditionsnotizen des Klosters St. Georgen im Schwarzwald erwähnt.
Die Burg ist der Sitz der Ortsadligen "von Kenzingen", die im Dorf Kenzingen als Vögte des Kloster Andlaus eingesetzt wurden und das Schultheißenamt ausübten.1219 Johannes, scultetus de Kencingen wird als Zeuge erwähnt, als am 19. November Graf Rudolf I. von Habsburg mit Rudolf I. von Üsenberg Äcker und Wiesen zu Langenbogen (Wüstung zwischen Kenzingen und Herbolzheim) gegen ein Gut in Endingen tauschte. Die Urkunde wurde auf der Burg Kürnberg ausgestellt. {joomplu:609 type=detail} {joomplu:610 type=detail} Ein Film von Hans-Jürgen van Akkeren: https://youtu.be/nnxLQ7lmAZQ
Fotos und Film: Hans-Jürgen van Akkeren
Quellen:- Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hrsg.): Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. Halbband 1: A – K. Nördlicher Teil. (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 14). Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7364-X, S. 134–140.
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Kenzingen - Franziskanerkloster 17. Jh.
Franziskaner Kloster Kenzingen {joomplu:693 type=thumbnail|alttext=Aquarell des Franzinskanerklosters Kenzingen von Hans-Jürgen van Akkeren.}
Aquarell - Franziskaner Kloster Kenzingen 1880
Hans-Jürgen van AkkerenAlternativname(n)
SchreibweisenMündern brüdern zu Kentzingen (1654);
Franciscaner kloster (1769);
Franciscaner convent zu Kentzingen (1773);
kloster Kentzingen des ordens St. Franziskus (1797)Landkreis Emmendingen Gemeinde Kenzingen Entstehungszeit zwischen 1659-1662 Ersterwähnung Auflösung 1803 Gründungsstifter Zugehörigkeit Franziskaner Erhaltungszustand erhalten,
heute AWO PlfegeheimGeografische Lage 48.19292/7.76727 Höhenlage 175 m ü. NHN Kenzingen - Ehemaliges Franziskanerkloster
Lage
Das Kloster wurde auf einem Gelände errichtet, auf dem sich zuvor ein Hof des Klosters Tennenbach befunden hatte. Von dieser älteren Anlage war zunächst die westlich des späteren Klostergebäudes gelegene Annenkapelle erhalten geblieben. Der Sturzstein ihres spätgotischen Portals mit der Jahreszahl 1499 befindet sich heute im Innenhof des Rathauses.
Die Ausrichtung der Klosteranlage nahm Rücksicht auf die bestehende Siedlungsstruktur. Die Klosterkirche lag mit ihrer südlichen Längsseite unmittelbar an der Straße, während ihre Chorachse nach Südosten ausgerichtet war. Die Konventsgebäude schlossen sich auf der von der Straße abgewandten Nordostseite an. Dahinter erstreckte sich ein weitläufiges Gartengelände bis zur Stadtmauer.
Kirche und Konventsbauten
Die ehemalige Klosteranlage entstand in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts innerhalb weniger Jahre. Den Anfang machte 1657 der Bau des Konventsgebäudes, das bereits im darauffolgenden Jahr von der Ordensgemeinschaft bezogen werden konnte. Unmittelbar anschließend begann die Errichtung der Klosterkirche. Ihr Grundstein wurde 1659 gelegt, die feierliche Weihe erfolgte 1662. Mit der Planung und Ausführung waren mit Ruffin Laxner als Baumeister und Vitus Rastpichler als Bauführer zwei Angehörige des Ordens betraut. Unterstützung erhielt das Bauvorhaben vom Kloster Ettenheimmünster, das nicht nur das benötigte Bauholz bereitstellte, sondern auch Baumaterial aus der abgebrochenen Nikolauskapelle im untergegangenen Dorf Nidingen südwestlich der Stadt zur Verfügung stellte. Für die Werksteine verwendete man Buntsandstein aus den Vorkommen der Vorbergzone.
Die Klosterkirche präsentiert sich als breiter, einschiffiger Bau mit einem gegenüber dem Langhaus eingezogenen Chor, der in einem geraden Abschluss endet. Das hohe Westportal wird von seitlichen Pilastern und einem Rundbogen gerahmt. Im Scheitel befindet sich das für den Franziskanerorden charakteristische Symbol der sich kreuzenden Arme Christi und des heiligen Franziskus unterhalb des Kreuzes. Das kleinere Seitenportal an der Südseite greift diese Gestaltung in vereinfachter Form auf und zeigt im Bogenscheitel die fünf Wunden Christi.
Langhaus und Chor werden jeweils von einer Tonnenwölbung mit seitlichen Stichkappen überspannt. Auf außenliegende Strebepfeiler konnte verzichtet werden, da die außergewöhnlich starken Außenmauern den seitlichen Schub der Gewölbe aufnehmen. Auf die Gewölbeflächen ist ein dekoratives Rippensystem aus kantigen Graten und flachen Stuckkehlen aufgetragen. Durch die Verlängerung der Kanten der Stichkappen und ihre Verbindung mit den Rippen der gegenüberliegenden Seite entsteht die Wirkung eines spätgotisch anmutenden Netzgewölbes. Diese Gestaltung verbindet traditionelle Gewölbeformen mit der Bauweise des 17. Jahrhunderts.
Nördlich der Kirche schließt sich der dreigeschossige Konvent an. Seine Gebäudeflügel bilden ein geschlossenes Geviert um einen Innenhof. Ein umlaufender Gang öffnet sich mit Rundbogenarkaden zum Hof und erschließt die einzelnen Räume des Klosters. Vermutlich stammt auch der nach Westen ausgreifende Flügel mit seinen Wirtschaftsräumen aus der ursprünglichen Bauzeit. Er liegt in der Verlängerung des schmalen Gebäudeteils entlang der Kirche und ragt über deren westliche Giebelwand hinaus.
Nach dem Übergang der Klostergebäude in den Besitz der Stadt im Jahr 1832 erhielten die Bauten neue kommunale Funktionen. In den ehemaligen Konventsräumen wurden unter anderem ein Spital, Schulräume und ein Kindergarten eingerichtet. Die westlich der Anlage gelegene Annenkapelle wurde in dieser Zeit abgebrochen.
Eine tiefgreifende Veränderung der Klosterkirche erfolgte 1890. Unter dem Chorbogen wurde eine Trennwand eingezogen, wodurch zwei voneinander unabhängige Kirchenräume entstanden. Das Langhaus diente fortan als evangelische Kirche. Vor der neuen Trennwand wurde zwischen den erhalten gebliebenen Seitenaltären ein Kanzelaltar aufgestellt. Der Einbau einer Empore machte außerdem eine Verkleinerung des ursprünglichen Westportals erforderlich.
Der abgetrennte Chorraum mit dem historischen Hauptaltar wurde dagegen als katholische Krankenhauskapelle genutzt. Für diese neue Funktion erhielt er an der Südseite einen eigenen Außenzugang. Im Inneren wurde zudem eine Empore für die im Krankenhaus tätigen Ordensschwestern eingebaut. Damit vereinte die ehemalige Klosterkirche nun zwei konfessionell getrennte Sakralräume unter einem gemeinsamen Dach.
Ab 1898 stand das gesamte Gebäudeensemble dem Krankenhaus zur Verfügung. Im selben Jahr wurde über dem Langhaus ein hoher Dachturm errichtet, der drei Glocken aufnahm und das Erscheinungsbild der Kirche nachhaltig prägte. Weitere bauliche Veränderungen folgten 1927. Der nach Westen ausgreifende Gebäudeflügel wurde zu einer hakenförmigen Anlage erweitert. Gleichzeitig entstand eine neue Eingangssituation mit einem überwölbten Vorplatz und einer Pförtnerloge. Ein zusätzliches Portal orientierte sich gestalterisch an den historischen Kirchenportalen und erhielt im Scheitel das Stadtwappen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die ehemalige Klosteranlage 1944 durch Bomben beschädigt. Bei der Renovierung des evangelischen Kirchenraums im Jahr 1961 ersetzte man den bisherigen Kanzelaltar durch einen neuen Altartisch. Die beiden Seitenaltäre wurden von der Trennwand an die Längsseiten des Langhauses versetzt.
Nach der Schließung des Krankenhauses fanden die Konventsgebäude erneut eine neue Nutzung. Seit 1985 beherbergen sie ein Pflegeheim. Das Langhaus erhielt 1996 wieder einen hohen Dachturm, der als Nachbildung des 1898 errichteten und später verlorenen Turmes ausgeführt wurde. Die heutige Anlage ist damit das Ergebnis einer langen Bau- und Nutzungsgeschichte, in der sich klösterliches Leben, kirchliche Nutzung, kommunale Aufgaben, Krankenpflege und Altenfürsorge miteinander verbinden.
Geschichte
Jahr Ereignis 1327 Erstmals ist eine Niederlassung der Franziskaner in Kenzingen nachweisbar. Das vermutlich als Bettelstation genutzte Häuslein lag an der Stadtmauer gegenüber dem Spital in der damaligen Weingasse, der heutigen Spitalstraße. Mit der späteren frühneuzeitlichen Klostergründung bestand kein Zusammenhang. 1628 Die Stadt Kenzingen stellte den Franziskanern der Tiroler Rekollekten- beziehungsweise Reformatenprovinz ein Haus als Unterkunft zur Verfügung. 1630 Die ersten Franziskanerbrüder siedelten nach Kenzingen über. 1632 Den Kenzinger Franziskanern wurde die Abhaltung des Gottesdienstes in Emmendingen übertragen. 1638–1649 Während des Dreißigjährigen Krieges verließen die Franziskaner das Kloster. 1658/1659 Im Kloster lebten vier Patres und neun Laienbrüder. 11. Juli 1661 Die Mönchsgemeinschaft wurde zum eigenständigen Konvent erhoben. Der dem heiligen Josef geweihte Hauptaltar besaß das Privileg eines täglichen Ablasses für die Verstorbenen. 1663 Die Erzbruderschaft des heiligen Franziskus wurde gegründet. Sie nutzte den Altar des heiligen Antonius von Padua und des Prager Jesuskindes. 1676 Infolge von Kriegseinwirkungen flohen die meisten Brüder in Franziskanerkonvente in der Schweiz. Der Guardian blieb zunächst im Kloster und zog später nach Endingen, wo er in der Peterskirche den Pfarrdienst
übernahm.1699 Neben dem Guardian gehörten dem Konvent zwölf Patres und vier Laienbrüder an. Seit dem frühen 18. Jahrhundert Die auswärtige seelsorgerische Tätigkeit der Franziskaner führte wiederholt zu Konflikten mit dem Kenzinger Pfarrklerus. Letztes Viertel des 18. Jahrhunderts Im Kloster wirkten zwischen zwölf und 17 Patres sowie regelmäßig fünf Laienbrüder. Bis zum Ende des Jahrhunderts ging die Zahl der Ordensangehörigen zurück. 1772 Die Franziskaner waren in mehr als 20 vorderösterreichischen Orten aushilfsweise in der Seelsorge tätig. 1772 Die erwarteten jährlichen Einkünfte aus Fleisch, Butter, Eiern, Wein, Früchten, Öl, Gemüse, Holz, weiteren Naturalgaben und Spenden wurden mit insgesamt 4.558 Gulden veranschlagt. 1784 Eine eigens ausgehandelte Kirchenordnung regelte die Zuständigkeiten der Franziskaner und des Kenzinger Pfarrklerus. 1784 Das jährliche Budget des Klosters wurde mit 4.431 Gulden kalkuliert. 1804 Kurz vor der Aufhebung des Klosters lebten dort zehn Patres und vier Laienbrüder. Im Zuge der Säkularisation Das Franziskanerkloster wurde aufgelöst. Den verbliebenen Mönchen wurde eine Auswanderung nach Österreich untersagt; sie durften ihren Lebensabend im Kloster verbringen. 1807 Die Klosterbibliothek wurde entgegen den ursprünglichen badischen Planungen in die Universitätsbibliothek Freiburg eingegliedert. 1831 Der letzte im Kloster lebende Pater starb. Anschließend verließen auch die verbliebenen Laienbrüder die Anlage. 1832 Die Stadt Kenzingen erwarb den ehemaligen Klosterkomplex. Ohne genaue Jahresangabe Die Gründung des Franziskanerklosters Seelbach ging auf das Wirken der Kenzinger Franziskaner zurück. Sie stellten auch den ersten Konvent in Seelbach. {joomplu:773 type=thumbnail|alttext=Kenzingen. Eingangsportal der ehemaligen St. Annakapelle. Foto Hans-Jürgen van Akkeren.} {joomplu:774 type=detail|alttext=Kenzingen 1939. Fotografie des Franziskanerklosters in der heutigen Eisenbahnstraße.} Eingangsportal der ehemaligen St. Annakapelle des Tennenbacherhofs in Kenzingen mit Jahreszahl 1499.
Ursprünglicher Standort in der heutigen Eisenbahnstraße vor dem Franziskanerkloster.
Heutiger Standort im Innenhof Rathaus Kenzingen.
Foto: Hans-Jürgen van AkkerenKenzingen 1939. Fotografie des Franziskanerklosters in der heutigen Eisenbahnstraße.
Fotograf unbekannt.Text, Fotos und Aquarell: Hans-Jürgen van Akkeren
Quelle: Leo-BW Badisches Klosterbuch, Kenzingen, Franziskaner
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Kenzingen - Nirlinsberg 8.-10. Jh.
Flur Nirlinsberg Alternativname(n) Nielinsberg Landkreis Emmendingen Gemeinde Kenzingen Flst. Nr. 1964, 1970,
1971, 1972Entstehungszeit 8.-10. Jhd. Ersterwähnung - Burgentyp Höhenburg Lage Spornlage Erhaltungszustand Burgstall, Halsgraben Geografische Lage 48.18595/7.78365 Höhenlage 204 m ü. NHN Kenzingen - Nirlinsberg/Nielinsberg | Früh- und hochmittelalterliche Abschnittsbefestigung 8.-10. Jh.
ehemalige Burgstelle, nur Burggraben erkennbarLage
Der Nirlinsberg ist eine langgezogene, nach Norden weit ins Tal vorspringende Bergzunge, die nach Norden, Westen und Osten sehr steil abfällt. Ihr südliches, spitzwinklig auslaufendes Ende ist durch einen ca. 15 m breiten Halsgraben vom hinteren Bergrücken getrennt. Von einem anzunehmenden Wall ist im Gelände nichts zu erkennen, das Gelände wurde für die Anlage von Reben verebnet.
Das durch den Graben abgetrennte Areal misst ca. 140 m in der Länge und an der breitesten Stelle 25 m. Das Gelände stuft sich nach Norden in mehreren flachen Terrassen ab. Der Nordspitze ist vor dem Steilabfall gegen das Tal noch eine breite, etwa dreieckige Terrasse vorgelagert, die zwar tiefer liegt, aber wahrscheinlich in die Befestigung einbezogen war. Am künstlich versteilten (abgegrabenen) Nordhang ist in halber Höhe eine breite umlaufende Berme zu erkennen. Dagegen erscheint der Osthang durch später angelegte Rebterrassen völlig verändert.
Die Erbauungszeit der Anlage ist nicht geklärt. Jüngere Begehungen lieferten durch Lesefunde hier neue Ansätze. Unklar ist aber immer noch, ob es ein Refugium (nur temporär genutzte Rückzugsmöglichkeit (Fliehburg?) oder ein dauerhaft besiedelter Herrschaftssitz war. (B. Jenisch)Archäologische Funde und Datierung
Karolingische Randscherbe (8./9. Jh.); spätmittelalterliche Scherben (13.-15. Jh.).
Aufgrund der räumlichen Nähe zum frühmittelalterlichen Altenkenzingen und der karolingischen Scherbe ist eine Erbauung und Nutzung im 8.-10. Jh. sehr wahrscheinlich. Der Nirlinsberg würde damit zur Gruppe der Frühformen mittelalterlicher Burgen zählen. (B. Jenisch)
Literatur Hinweise: SCHREIBER o.J., Fasc. 24, Nr. 148. | FINGERLIN 1969 | JENISCH 1998 | WAGNER 1998
Quelle- Bertram Jenisch, 2003 Archäologischer Stadtkataster Bd. 22 Kenzingen
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Kenzingen - Paulinerkloster Kirnhalden
Kloster Kirnhalden Alternativname(n)
Schreibweisenvom Heiligen Kreuz in
Kurenbuch,
Paulinerklösterlein
KirnhaldenLandkreis Emmendingen Gemeinde Gemarkung Kenzingen,
KirnbachtalEntstehungszeit zwischen 1352/60 Ersterwähnung 1360 Auflösung 1579 Gründungsstifter Markgraf Heinrich IV. v.
HachbergZugehörigkeit bis 1554 Pauliner Erhaltungszustand kein mittelalterlicher
BestandGeografische Lage 48.19730/7.84649 Höhenlage 252 m ü. NHN Kenzingen - Paulinerkloster Kirnhalden
Lage
Das ehemalige Paulinerkloster „vom Heiligen Kreuz in Kurenbuch“ (Kurenbach?), auch bekannt als „Paulinerklösterlein Kirnhalden“, lag versteckt im Kirnbachtal, einem ruhigen Seitental des Bleichtals im nördlichen Breisgau. Wenn man das Bleichtal betritt, gelangt man zunächst zum Ort Bleichheim, der am Taleingang liegt. Südöstlich von Bleichheim erhebte sich einst die imposante Burg Kürnberg auf einem Ausläufer des Berges Kirnhalde, der die Südseite des Bleichtals dominierte. Von dort aus führt ein Weg weiter ins Kirnbachtal, wo der Kirnbach in südnördlicher Richtung fließt. Folgt man dem Bachlauf etwa 1,4 Kilometer tief in das Tal hinein, erreicht man den ehemaligen Standort des Klosters, das etwa 870 Meter Luftlinie südöstlich der Burg Kürnberg lag.
Im Jahr 1352 verkaufte Friedrich von Üsenberg, der letzte Vertreter der Kenzinger Linie, für 2440 Mark Silber die Burg Kürnberg samt zugehöriger Herrschaft, die seit 1298 als österreichisches Lehen geführt wurde, an seinen Schwager Heinrich IV., Markgraf von Hachberg. Dieser residierte zeitweise auf der Burg Kürnberg und bestätigte die Rechte der Stadt Kenzingen, erkannte jedoch die seit 1298 bestehende österreichische Lehenhoheit nicht an. So gelangte Heinrich IV. von Hachberg in den Besitz der Grundherrschaft und stärkte seine Position in der Region maßgeblich.
Das Kloster wurde erstmals 1360 urkundlich erwähnt und vermutlich nach 1352 von Heinrich IV. von Hachberg gegründet. Ab 1369 war es Teil des vorderösterreichischen Breisgaus. Trotz seiner Anbindung an bedeutende Herrschaftsgebiete blieb das Kloster stets klein und bescheiden. Sein Besitz umfasste vor allem landwirtschaftliche Flächen wie Felder, Wald- und Rebparzellen in der Umgebung sowie Zehntrechte in Ottoschwanden, dessen Pfarrkirche es seit 1424 betreute.
Das Kloster erlitt im Laufe der Zeit erhebliche Schäden. Um 1485 wurde es von einem schweren Unwetter betroffen, und während des Bauernkriegs 1525 erlitt es durch Plünderungen und Brände weitere Zerstörungen. Nach dem Tod des letzten Mönchs im Jahr 1554, der als Pfarrer in Heimbach tätig war, setzte der endgültige Niedergang ein. Im Jahr 1579 gelangte das Kloster mit seinem Besitz an das Schul-Collegium Ensisheim, das es 1585 an das Zisterzienserinnenkloster Wonnental verkaufte, welches anschließend an diesem Ort ein Bad betrieb.
Geschichte
Ereignisjahr Geschichte 1328 und 1352 Päpstliche Bullen für den gesamten Orden der Pauliner-Eremiten wurden ausgestellt. Diese Urkunden wurden später für das Kloster Kirnhalden erneut bestätigt. 1352 Die Markgrafen von Hachberg erwarben die Kirnburg. Sie sollen die Gründung des Klosters Kirnhalden gefördert und den Konvent mit Zinsen, Gütern und Weiderechten ausgestattet haben. 1360 Erstmals sind Paulinermönche in Kirnhalden urkundlich belegt. Der Straßburger Bischof Johann von Lichtenberg bestätigte auf Bitten der Brüder Paulus und Nikolaus vom Heiligen Kreuz im Kirnbachtal päpstliche Bullen aus den Jahren 1328 und 1352. 1369 Die Habsburger eigneten sich die Herrschaften Kenzingen und Kirnburg an, nachdem sie den Erwerb durch die Markgrafen von Hachberg angefochten hatten. 1375 Herzog Leopold nahm den Prior und die übrigen Mönche des Klosters in seinen Schutz. Er bestätigte ihre Rechte, befreite sie von Steuern und Diensten und übertrug ihnen weitere Zinsen und Güter aus dem Zubehör der Kirnburg. 1378 Herzog Leopold erneuerte die Schutz-, Rechts- und Besitzbestätigungen für das Kloster Kirnhalden. 1394 Der Sohn Herzog Leopolds bestätigte erneut die Rechte und Privilegien des Klosters. 1409 Im Kloster und Haus zum Heiligen Kreuz im Kirnbachtal wurden Urkunden in der großen Konventsstube beglaubigt. 1409 Das Kloster erhielt das Recht, eine Mühle zu errichten. Vermutlich wurde der Bau jedoch nicht ausgeführt. 1424 Das elsässische Benediktinerinnenstift Andlau übertrug dem Kloster Kirnhalden das Patronatsrecht über die gering ausgestattete Pfarrkirche von Ottoschwanden. 1448 Bei einem Rechtsgeschäft werden neben dem Prior lediglich ein Klosterschüler und keine weiteren Konventsmitglieder genannt. Dies verdeutlicht die geringe Größe der Gemeinschaft. 1485 Überschwemmungen des Kirnbaches und ein Hagelereignis sollen das Kloster schwer beschädigt, zerstört und verwüstet haben. 1525 Im Bauernkrieg wurde das Kloster geplündert und in Brand gesteckt. Die Mönche wurden vertrieben und das Klosterarchiv weitgehend vernichtet. Dadurch konnten Besitzrechte und Einkünfte später kaum noch zuverlässig ermittelt werden. Nach 1525 Die vertriebenen Kirnhalder Mönche fanden Zuflucht im Paulinerkloster Rohrhalden bei Rottenburg. Nach 1525 Der Kenzinger Pfandherr Wolf von Hürnheim raubte Messgefäße und Messgewänder aus dem beschädigten Kloster. Bis 1554 Der letzte Paulinermönch von Kirnhalden betreute die benachbarte Pfarrei Heimbach. Um 1554 Der letzte Mönch des Klosters Kirnhalden starb. Damit endete das klösterliche Leben an diesem Ort. 1556 Markgraf Karl II. von Baden-Durlach führte in seiner Herrschaft die Reformation ein. Davon waren auch die mit Kirnhalden verbundenen Pfarreien Ottoschwanden und Heimbach betroffen. 1578 Der noch feststellbare Besitz und die ehemaligen Einkünfte des aufgehobenen Klosters befanden sich vermutlich auf Betreiben der vorderösterreichischen Regierung im Eigentum des Schulkollegiums von Ensisheim im Elsass. 1579 Die vorderösterreichische Regierung ordnete eine Untersuchung der Vermögensverhältnisse des ehemaligen Klosters an. Die Nachforschungen hatten jedoch nur geringen Erfolg. 1585 Das Schulkollegium von Ensisheim verkaufte den gesamten noch vorhandenen Besitz des ehemaligen Klosters für 1.000 Gulden an das Zisterzienserinnenkloster Wonnental. Der Verkauf erfolgte mit Genehmigung des Provinzialpriors der deutschen Paulinerprovinz. 1666 Die ehemalige Klosteranlage mit Kirche, Wohnhaus, Scheune, Stall und weiteren Gebäuden war vollständig baufällig und weitgehend zur Ruine geworden. 1669 Das kleine Kirchengebäude wurde neu errichtet. 1719 Die Zisterzienserinnen des Klosters Wonnental errichteten auf den Fundamenten des verfallenen Paulinerklosters ein Badhaus und ein Wirtshaus. Spätere Zeit Die Anlage wurde nacheinander als Heilbad, Erholungsheim, Seniorenheim und Pflegeheim genutzt. Heute befindet sich dort eine Fachpflegeeinrichtung für psychisch kranke Menschen. Die wechselnden Nutzungen führten zu zahlreichen baulichen Veränderungen. Ohne Zeitangaben Das Kloster lag im Tal des Kirnbaches, im heutigen Bad Kirnhalden, südlich des Kirnbergs und östlich von Kenzingen.
Ohne Zeitangaben Die genauen Umstände der Klostergründung sind unbekannt. Die Niederlassung war dem Heiligen Kreuz geweiht und gehörte zum Orden der Eremiten des heiligen Paulus. Ohne Zeitangaben Das Kloster besaß ein Asylprivileg. Danach konnten Personen, die einen Totschlag begangen hatten, sechs Wochen und drei Tage innerhalb der Klostermauern vor einer Verhaftung geschützt werden. Ohne Zeitangaben Der Konvent bestand neben dem Prior stets nur aus wenigen Mönchen. Wegen seiner bescheidenen Größe und Ausstattung wurde die Niederlassung häufig als „Klösterlein“ bezeichnet. Ohne Zeitangaben Ein älteres Güterbuch verzeichnete Rechte und Besitzungen des Klosters in 16 Orten der Umgebung. Die wirtschaftliche Ausstattung blieb dennoch gering und ermöglichte nur eine ärmliche Existenz. Ohne Zeitangaben Das Patrozinium zum Heiligen Kreuz lässt vermuten, dass in der Klosterkirche eine Kreuzreliquie verehrt wurde. Ohne Zeitangaben Eine beim Kloster gelegene Quelle und ein als wundertätig geltender Brunnen sollen bereits im Mittelalter von Hilfesuchenden besucht worden sein. Ohne Zeitangaben Von den ursprünglichen Bauten des Paulinerklosters ist heute nichts mehr erhalten. Auch historische Ansichten der Anlage sind nicht bekannt. Nach dem Bauernkrieg Die wiederaufgebaute Kirche soll einen hölzernen Kirchturm erhalten haben. Text: Hans-Jürgen van Akkeren
Quellen:
- ELMAR L. KUHN (Der Paulinerorden in Deutschland. Tettnang 2005.): http://www.kloester-bw.de/?nr=389
- Hans-Jürgen van Akkeren, Breisgau-Burgen.de → Burg Kürnberg
- Leo-BW: Badisches Klosterbuch - Kirnhalden, Paulinereremiten
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Kenzingen – Zisterzienserinnenabtei Wonnental
Kloster Wonnental {joomplu:611 type=detail|alttext=Kloster Wonnental 3D-Rekonstruktion Hans-Jürgen van Akkeren.}
Kloster Wonnental
3D-Rekonstruktion H-J. van AkkerenAlternativname(n)
SchreibweisenNidingen 1203 [1203 bis 1230].
Nydingen 1469.
Wannental 1254.
Wunnental 1256.
vallis iocunda 1312.Landkreis Emmendingen Gemeinde Stadt Kenzingen Entstehungszeit 1230-1240 Ersterwähnung 1242 Auflösung 1806-1807 Gründungsstifter Rudolf I. von Üsenberg Zugehörigkeit Zisterzienser ab 1262 Erhaltungszustand Umbau zu Wohneinheiten
Kirchenchor nicht erhaltenGeografische Lage 48.18511/7.76901 Höhenlage 178 m ü. NHN Kenzingen - Zisterzienserinnenabtei Frauenkloster Wonnental
Einleitung
Das ehemalige Kloster Wonnental bei Kenzingen geht auf eine religiöse Frauengemeinschaft zurück, die bereits in den 1220er- und 1230er-Jahren im Umfeld des Klosters Tennenbach nachweisbar ist. Nach dem Ortswechsel von Niedingen, ließ sich die Gemeinschaft spätestens 1248 beim Dorf Kenzingen nieder und wurde fortan als Kloster Wonnental bezeichnet. Eine wichtige Rolle bei seiner Entwicklung spielten die Herren von Üsenberg, die das Kloster förderten, mit Besitz ausstatteten und es als geistliches Zentrum und Hauskloster ihres Adelsgeschlechts etablierten.
Nach einer zunächst wechselnden Ordenszugehörigkeit wurde Wonnental 1262 endgültig in den Zisterzienserorden aufgenommen. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich das Frauenkloster zu einer bedeutenden geistlichen und wirtschaftlichen Einrichtung im nördlichen Breisgau. Davon zeugen unter anderem zwei reich ausgestattete Chorgesangbücher aus dem 14. Jahrhundert, die heute in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe aufbewahrt werden.
Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1806 aufgehoben. Die Anlage ging anschließend in private Hände über, die Klosterkirche wurde abgebrochen und Teile der Gebäude wurden gewerblich genutzt. Die erhaltenen ehemaligen Klostergebäude dienen heute überwiegend als Privatwohnungen.
Lage
Das ehemalige Kloster Wonnental liegt südlich der Stadt Kenzingen im Landkreis Emmendingen, nahe der Elz. Die Klosteranlage befand sich ursprünglich außerhalb der mittelalterlichen Stadt und war über ihre Besitzungen und wirtschaftlichen Beziehungen eng mit Kenzingen verbunden.
Der heutige Wohnplatz Wonnental gehört zur Gemarkung Kenzingen. Von der historischen Klosteranlage sind nur noch Teile der ehemaligen Konvents- und Wirtschaftsgebäude erhalten. Die frühere Klosterkirche wurde nach der Aufhebung des Klosters abgebrochen. Die Anschrift der ehemaligen Anlage lautet Wonnentaler Weg 21, 79341 Kenzingen.
Geschichte
Jahr Ereignis 1203–1230 Der Ort wird als „Nidingen“ bezeichnet. 1242 Erstmals wird eine Priorin namens Mechtild in Kenzingen erwähnt. Sie erhielt dort Land von Vasallen des Grafen Konrad von Freiburg. 1244 Die „Schwestern von Nidingen bei Kenzingen“ werden erwähnt. 1245 Das Nonnenkloster St. Maria in Wonnental wird als dem Augustinerorden zugehörig bezeichnet. 1248 Die Herren von Üsenberg statteten die Abtei mit Besitz aus. Dazu gehörte das Patronatsrecht über die Kirche in Amoltern. 1248–1253 Die Herren von Üsenberg förderten die Gründung des Klosters Wonnental und statteten die Abtei mit umfangreichem Besitz aus. 1253/1254 Das Kloster Wonnental unterstand fortan dem Zisterzienserorden. 1254 Der Name „Wannental“ ist überliefert. 1254 Papst Innozenz IV. empfahl das Kloster der Gunst und dem Schutz der Üsenberger und bestätigte dessen Rechte und Besitzungen. 1256 Der Name „Wunnental“ ist überliefert. 1312 Der lateinische Name „vallis iocunda“ ist überliefert. 1469 Die Ortsbezeichnung „zuo Nydingen“ ist überliefert. Ohne genaue Jahresangabe Durch weitere Erwerbungen und Schenkungen erlebte das Kloster einen wirtschaftlichen Aufschwung. Wonnental stand unter der Aufsicht des Abtes von Tennenbach. 1805 Mit der Landgrafschaft Breisgau fiel Wonnental an Baden. 1806 Das Kloster Wonnental wurde aufgehoben. Urkunden Quellen des General Landesarchiv Karlsruhe
1248 9. April 1248. Rudolf von Üsenberg schenkt sein Patronatsrecht in Amoltern dem Kloster Wonnental.
(GLA KA 21 Nr. 315 Verweisung)1254 27. Mai 1254. Papst Innozenz IV. empfiehlt das Kloster Wonnental der Gunst und dem Schutz des Herrn von Üsenberg und dessen Gemahlin.
(GLA KA E Nr. 157)1254 28. Mai 1254. Papst Innozenz IV. bestätigt dem Kloster Wonnental alle Privilegien und Indulgenzen.
(GLA KA E Nr. 158)1254 28. Mai 1254. Papst Innozenz IV. nimmt das Kloster Wonnental in seinen Schutz und bestätigt alle dessen Güter und Rechte.
(GLA KA E Nr. 159)1256 4. Juni 1256. Rudolf und Hesso von Üsenberg gestatten den Nonnen von Wonnental eine Mühle zu bauen.
(GLA KA 21 Nr. 8211)
Erbauung einer Mühle und Bestätigung von deren Privilegien / (1256-)1742-1750
(GLA KA 208 Nr. 440)1256 5. September 1256. Papst Alexander IV. erlaubt dem Kloster Wonnental, den Zugriff auf alle Habe der Schwestern, die in dem Kloster Profess abgelegt haben.
(GLA KA E Nr. 204)1256 5. September 1256. Papst Alexander IV. bestätigt dem Zisterzienser-Orden alle dessen Privilegien und Indulgenzen, Freiheiten und Exemtionen [für Wonnental].
(GLA KA E Nr. 205)1256 9. September 1256. Papst Alexander IV. bestätigt dem Zisterzienser-Orden die Freiheit seiner Angehörigen von der Gerichtsbarkeit und Strafgewalt der Bischöfe [für Wonnental].
(GLA KA E Nr. 212)1256 13. September 1256. Papst Alexander IV. befiehlt der gesamten kirchlichen Hierarchie, das Kloster Wonnental gegen dessen Bedränger zu schützen.
(GLA KA E Nr. 218)1259 16. August 1259. Hesso von Üsenberg bestätigt die Schenkung des Patronatsrechts zu Amoltern an das Kloster Wonnental, welche sein Oheim Rudolf von Üsenberg am 9. April 1248 gemacht hat.
(GLA KA 21 Nr. 315)1263 2. Juli 1263. Papst Urban IV. bestätigt dem Kloster Wonnental das von Rudolf von Üsenberg dem Kloster überlassene Patronatsrecht über die Kirche zu Amoltern.
(GLA KA E Nr. 256)1444 18. Februar 1444. Vertrag zwischen dem Kloster Wonnental mit der Stadt Kenzingen über Steuer, Bede, Fronden, Mühlzoll, Weinungeld, Viehweide, Schafweide etc.
(GLA KA 21 Nr. 4382)1469 Vergabe eines Gutes in Kenzingen, das dem Heiligen St.Niklaus 'Wüstung Nidingen 1203' zugehört, an Hans Bühler zu Kenzingen als Erblehen.
(GLA KA 208 Nr. 201)1523 1523 (1738,1790). Der tennenbachische Weier am Egelsee bei dem Kloster Wonnental. Zum Areal des Kloster Wonnentals gehörten zwei Fischweiher, die sich unmittelbar westlich des Klosterareals befunden haben. Der gößere Fischweiher (Egelsee) war mit einem schmalen Kanal an der Elz angeschlossen.
(GLA KA 208 Nr.- 609)
Reparatur eines Wasserwehrs beim Kloster Wonnental / 1688 (GLA KA 208 Nr. 610)1584 Verzeichnis der Rechnungen, die Hans Speck als ehemaliger Schaffner des Klosters Wonnental geliefert hat.
(GLA KA 208 Nr. 494)1586 11. April 1586. Das Frauenkloster Wonnental bei Kenzingen tritt den Scholarchen des Gymnasiums in Ensisheim eine Schuldverschreibung über 400 Gulden Kapital, verzinst mit 20 Gulden, ab, gegen die Einräumung des Klösterleins Kirnhalden.
(GLA KA Nr. 21 Nr. 199)1637-1698 Entrichtung von Kriegskontributionen an Frankreich und Streitigkeiten mit der Stadt Kenzingen u.a. wegen der Einquartierung.
(GLA KA 208 Nr. 509)1659-1750 Streitigkeiten des Klosters wegen des Mühlenzwangs, der Fischer und des Elzwehrs.
(GLA KA 208 Nr. 440), (1772-1790 siehe GLA KA 208 Nr. 438)1660-1686 Beschwerde des Klosters Wonnental gegen den herrschaftlichen Müller.
(GLA KA 208 Nr. 446)1688 Reparatur eines Wasserwehrs beim Kloster Wonnental.
(GLA KA 208 Nr. 610)1695-1705 Einzug des Weinumgeldes vom Kloster Wonnental.
(GLA KA 208 Nr. 463)1731 10. Januar 1731. Vertrag des Klosters Wonnental mit Johann Traub zu Kenzingen über den Weinumgeld-Admodiator, das Weinumgeld in der Kirnhalden.
(GLA KA 21 Nr. 4584)1742 und
1751Bitte des Klosters Wonnental an die Kaiserin Maria Theresia um Bestätigung ihrer Privilegien.
(GLA KA 208 Nr. 551) (GLA KA 208 Nr. 587)1761 Streitigkeiten zwischen dem Kloster Wonnental und der Stadt wegen Überlassung von Holz für das Bad in Kirnhalden.
(GLA KA 208 Nr. 433)18. Jh. o.D.(18.Jh.). Kirchenordnung und Begräbnisordnung im Kloster Wonnental.
(GLA KA 208 Nr.- 390)1803 Einrichtung einer Mädchenschule im Kloster Wonnental.
(GLA KA 208 Nr. 562)1804 Voranschlag über die nötigen Maurer-, Glaser-, Schlosser-, Hafner- und Zimmermannsarbeiten für den Neubau einer Schule beim Kloster Wonnental.
(GLA KA 208 Nr. 563)1806 Aufhebung des Klosters Wonnental und Pensionierung der Nonnen und Bediensteten.
(GLA KA 208 Nr. 564)Jan. - Dez. 1806 Kommissionsakten des Direktors Stösser über die Besitznahme der Klöster und Stifter im Breisgau und der Ortenau. Enthält: Verzeichnis. Instruktion. Kunstschätze. Besitznahmsakte zu Heitersheim, St. Trudpert, Ebringen, St. Blasien, Säckingen, Beuggen, St. Peter, Tennenbach, Waldkirch, Wonnental, Franziskanerkloster Kenzingen, St. Georgen. Gutachten Stössers in der Klosterfrage: Fortbestand von St. Peter oder St. Blasien. Schulden.
(GLA KA 48 Nr. 5518)1806-1807 Aufhebung des Klosters Wonnental und Übersiedlung der Nonnen in das Kloster Lichtental.
(GLA KA 208 Nr. 549)1807 Erfüllung verschiedener Verpflichtungen des aufgehobenen Klosters Wonnental und Verkauf des Gesundheitsbades zu Kirnhalden.
(GLA KA 208 Nr. 566)1806 bis 1830 Plan über die Außmeßung der dem Kloster Wonnenthal auf dem Kenzinger und Riegler Bann zustehenden Geschäften / mit Notizen.
(GLA KA H Wonnental 1) 44 Seiten über die GrundstücksvermessungQuellen GLA KA = Permalink zum Generallandesarchiv Karlsruhe
Text, Fotos und 3D-Rekonstruktion: Hans-Jürgen van AkkerenQuellen
- Die Pforte 26/27 (2006/2007) (Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Landeskunde in Kenzingen e.V.) King, Stefan; Jenisch, Bertram: Spurensuche - ein Rundgang durch das ehemalige Kloster Wonnental - „Jucunda Vallis“
- Jürgen Treffeisen - Zisterzienserinnenabtei Wonnental: https://www.kloester-bw.de/klostertexte.php?kreis=Lkr.%20Emmendingen&bistum=&alle=1&ungeteilt=&art=&orden=&orte=&buchstabe=&nr=790&thema=Geschichte
- Einleitung: Jürgen Treffeisen: „Zisterzienserinnenabtei Wonnental“, in: Badisches Klosterbuch, LEO-BW – Landeskunde entdecken online, Landesarchiv Baden-Württemberg, abgerufen am 29. Juli 2026. Ergänzend: „Wonnental – Wohnplatz“, Historisches Ortslexikon Baden-Württemberg, LEO-BW.
https://www.leo-bw.de/en/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_badisches_klosterbuch/790/Zisterzienserinnen
- Die Pforte 26/27 (2006/2007) (Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Landeskunde in Kenzingen e.V.) King, Stefan; Jenisch, Bertram: Spurensuche - ein Rundgang durch das ehemalige Kloster Wonnental - „Jucunda Vallis“
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Sonntag 18. Mai 2025 Exkursion zur Burg Kürnberg im Bleichtal
Herbolzheim/Bleichheim
Wanderexkursion zur Burg Kürnberg am 18. Mai 2025
„Im Schatten der Burg Kürnberg“ mit Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren{joomplu:683 type=detail|alttext=Exkursion mit Hans-Jürgen van Akkeren. Im Gewand des 13. Jh.} Im Gewand des 13. Jh., Exkursion mit Hans-Jürgen van Akkeren Die Kirnburg thront seit Jahrhunderten am Eingang des malerischen Bleichtals auf dem Berg, der heute Kirnberg genannt wird. Der Name der Burg leitet sich unmittelbar vom beeindruckenden Berg ab, der ihre erhabene Position dominiert, und so ist sie heute als Kirnburg bekannt. Ein faszinierendes Detail ihrer Geschichte knüpft sich an das alte mittelhochdeutsche Wort für Mühlstein: Kürn, Kürne und später Kirn. Die Burg hat im Laufe der Jahrhunderte viele Namen getragen, aber keiner ist so tief in der lokalen Geschichte verwurzelt wie der aktuelle.
Erstmals tauchte die Kirnburg in den historischen Aufzeichnungen am 16. November 1219 auf, als sie als castro nostro Kvrinberc in prima porta supiori (übersetzt: „in unserem Schloss Kurinberc am oberen ersten Tor…“) urkundlich erwähnt wurde. Diese frühe Erwähnung gibt uns einen faszinierenden Einblick in die Bedeutung und den Stolz, den die Herren von Üsenberg dieser Region mit ihrer Burg verbanden. Sie ließen die Urkunde an dem erwähnten oberen ersten Tor niederschreiben. Man könnte die Burg auch als "Burg Kürnberg" bezeichnen, und dies spiegelt die Kontinuität und Beständigkeit wider, die dieses Bauwerk über die Jahrhunderte hinweg charakterisiert hat.
Die Kirnburg steht nicht nur als imposantes Zeugnis für die mittelalterliche Herrschaft der Herren von Üsenberg, sondern auch als lebendiges Denkmal für die wechselhafte Geschichte dieser Region. Ihr Name, der von der topographischen Umgebung und einem alten Handwerksbegriff abgeleitet ist, verwebt die Burg mit den Traditionen und der Sprache vergangener Zeiten.
Besucher können am 18. Mai nicht nur die beeindruckende Burganlage mit ihrer Wehrgrabentechnik bewundern, sondern mit Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren in die reiche Geschichte eintauchen, die die Mauern der Kirnburg umgibt. Die Exkursion
Auf dem Weg von Bleichheim bis zur Burgruine berichtet Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren über die spannende Vergangenheit der Herrschaft Üsenberg und ihre Burg Kvrinberc mit Themen über die Mühlsteinproduktion, dem Bergbau, dem Duttenbrunnen und die Wasserversorgung zur Burg, der Schlosswiese und dem Schlosshof, das Königssträßle zur Burg und die Vorwerke der Burganlage.
Erfrischung und eine kleine Stärkung im Anschluss
Der Weinhof WeinJuBella der Bleichtäler Winzer eG bietet im Anschluss auf der Kirnburg gegen eine Spende eine kleine Stärkung für das leibliche Wohl an.
Treffpunkt: Kirnburghalle Bleichheim
Navigation zum Treffpunkt: https://maps.app.goo.gl/wBLyvHKWRUeZ5jse6
Start der Exkursion: 18.05.2024, 13:45 Uhr. Dauer ca. 2,5 Stunden.
Am Ende der Exkursion versorgen uns Bleichheimer Freunde der Burg Kürnberg gegen eine Spende mit Vesper und Getränke.
Unkostenbeitrag: 6,- € Erwachsene, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. Keine Voranmeldung erforderlich!Festes Schuhwerk ist erforderlich. Teilnahme auf eigene Gefahr, keine Haftung für Wegeunfälle durch den Veranstalter.Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Siehe auch www.kirnburg.de -
Stadt Kenzingen 1283
Stadt Kenzingen {joomplu:42 type=detail|alttext=Oberer Zirkel 77 Kenzingen. Foto Hans-Jürgen van Akkeren.}Mauerrest der äußeren Stadtmauer
Oberer Zirkel 77Alternativname(n)
Schreibweisencivitas Kencingin,
Chenzingen (1269),
Kenzingen (1283),
Kentzingen (1293),
Kenntzingen (1461)Landkreis Emmendingen Regierungsbezirk Freiburg i. B. Entstehungszeit 1249 Stadtgründung Stadtgründer Rudolf II. von Üsenberg Urkundkiche
ErsterwähnungStadtrecht seit 1283 Erhaltungszustand
der StadtbefestigungÄußerer Stadtgraben,
Mauerreste Stadtmauer,
archäologische BefundeGeografische Lage 48.19171/7.76852 Höhenlage 177 m ü. NHN {joomplu:764 type=detail|alttext=Stadt Kenzingen um 1300. Aquarell-Rekonstruktion Hans-Jürgen van Akkeren.}
Stadt Kenzingen um 1300. Aquarell-Rekonstruktion Hans-Jürgen van Akkeren.Stadt Kenzingen 1249 gegründet
mittelalterliche FestungsstadtÄltere Schreibweisen für Kenzingen:
- Chenziuga (1018 Jan. 5, Frankfurt Kaiser Heinrich II. bestätigt kirchlichen Besitz des Klosters Einsideln, Dorfsiedlung)
- Cancingen (1094, Dorfsiedlung)
- Johannes de kencingen (GLA KA 24/946 Ersterwähnung Kirnburg 1219 Nov. 16)
- scult° de kencingin Cvno de Sveichusin (GLA KA 24/946 Ersterwähnung Kirnburg 1219 Nov. 16, Schultheis von Kenzingen, Cuno von Schweighausen)
- Civitas Kencingin (Stadt, nach 1249)
- Chenzingen (1269)
- Kenzingen (1283 Stadtrechtsurkunde)
- Kentzingen (1293 GLA KA 21/4315, Rudolf von Üsenberg)
- Kenntzingen (1461 GLA KA 21/4302)
Kenzingen
Rudolf I. von Üsenberg erhielt um 1200 die Güter der Vogtei des elsässischen Frauenklosters Andlau, die sich im nördlichen Breisgau befunden hatten. Zu diesem Besitz gehörten die Ortschaften Bleichheim, Wagenstadt, Nordweil,
Bombach, Dorf Kenzingen, Herbolzheim, Malterdingen, Sexau und andere. Dazu gehörte auch der Kirnberg bei Bleichheim. Auf dem Kirnberg ließ Rudolf I. von Üsenberg ab 1200 die Burg Kürnberg (Kirnburg) erbauen, die im Jahre 1219 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sein Sohn Rudolf II. von Üsenberg gründete 1249 (Grundsteinlegung) die Stadt Kenzingen, die erst 1283 das Stadtrecht erhielt.
Kenzingen war zuvor eine dörfliche Siedlung, die etwa 800 Meter weiter östlich der 1249 gegründeten Stadt lag, das Dorf Kenzingen wurde im Codex Laureshamensiss 772 erstmals erwähnt.Kenzingen ist die erste von vier Städten im Landkreis Emmendingen, die im Mittelalter das Stadtrecht erhalten hatte. Nach Mahlberg (1223) in der Ortenau, war Kenzingen zwischen Offenburg und Freiburg in der Zeit von 1249 bis 1590 die zweite Stadtgründung an der alten Römerstraße, der heutigen Bundesstraße 3.
Noch heute prägt das Gesicht der Altstadt mit ihren Straßenzügen und Häusern das Stadtbild wie zur Zeit der Stadtrechtsurkunde von 1283. Jeder Bürger, der ein Haus errichten wollte bekam ein Grundstück von 30x50 Fuß (9,6x16m). Die Traufe des Daches hatte zur Straßenseite hin zu zeigen. Ein Zins für das Grundstück musste an den Stadtherrn entrichtet werden.
Zwei Stadttorte
Die Stadt Kenzingen hatte zwei Stadttore. Die beiden Türme wurden 1328 erstmals urkundlich erwähnt. Im dreißigjährigen Krieg wurde das südliche Stadttor stark beschädigt. Der Turm wurde nur notdürftig repariert und hatte danach nicht mehr seine ursprüngliche Höhe.
Im September 1826 wurden beide Türme durch das Landesvermessungsamt Karlsruhe vermessen. Der nördliche Turm mit seinen vier Geschossen hatte mit seinem Dachstuhl eine Gesamthöhe von 36 Meter, der Dachstuhl hatte eine Höhe von ca. 12 Meter. Der Grundriss beider Türme hatte eine Seitenlänge von je 9,6 Meter. Die Breite der Durchfahrt betrug 4 Meter, die Höhe 4,5 M. Die Seitenlängen des Burgfrieds der Burg Kürenberc bei Bleichheim betrugen ebenfalls 9,6 Meter.
Im Jahre 1838 wurden beide Stadttore abgerissen.Die innere Stadtmauer
Die innere Stadtmauer wurde erstmals 1275 urkundlich erwähnt. Die innere Stadtmauer war 1283 vollständig fertiggestellt, sie wird in diesem Jahr als Ringmauer beschrieben. Sie hatte eine Höhe von etwa 10 Meter.Die äußere Stadtmauer
Die äußere Stadtmauer bezeichnet man auch als Zwingmauer. Sie hatte eine Höhe von ca. 3 Meter.Der Stadtgraben (innerer Stadtgraben)
Der Stadtgraben ist ein Befestigungsgraben und diente der Verteidigung. Der innere Stadtgraben im Bereich der heutigen Straßen "Unterer Zirkel" und "Oberer Zirkel". Der innere Stadtgraben lag trocken und besaß an der Grabensohle eine Entwässerungsrinne, die mit zwei kleinen Mauern in einem Abstand von einem Meter eingefasst war. Der innere Stadtgraben wurde im Jahre 1318 durch den Stadtherren Hugo von Üsenberg an seine Bürger zu ihrem Eigen übergeben. Die Bürger der Stadt mussten seitdem für die Reparaturen und Instandhaltung auf eigene Rechnung tragen.Kleine Elz (äußerer Stadtgraben)
Die Kleine Elz wird im Gewann "Altes Grün" (Grin = Sandbank) von der "Großen Elz" abgeleitet und fließt im Bereich westlich der "Mühleinsel" wieder in die "Große Elz" ein. Die "Kleine Elz" wird auch als äußerer Stadtgraben bezeichnet. Vermutlich wurde die "Kleine Elz" zur Entwässerung des Umlands um die Stadtanlage angelegt. Die "Große Elz" hatte vor der Erstellung des Leopoldkanals zweimal im Jahr Hochwasser. Somit konnte das überschüssige Wasser bei Überschwemmungen durch die "Kleine Elz" von der mittelalterlichen Stadt ferngehalten werden.
Weblinks:- BZ-SERIE: Der Wert Canzos für Kenzingen
- Graduale cisterciense (Wonnentaler Graduale) - U. H. 1
Kloster in Kenzingen
Quelle: Badische Landesbibliothek
http://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/content/titleinfo/192518 - Dr. Bertram Jenisch, "Vom archäologischen Befund zur Rekonstruktion - Warum erstellt man archäologische Rekonstruktionen?",
Die Pforte 37. und 38. Jahrgang.2017/2018: http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/pforte-2018-37-38/0017- Hans-Jürgen van Akkeren, Rekonstruktionszeichnungen der mittelalterlichen Festungsstadt Kenzingen, Aquarellierte Federzeichnungen
Die Pforte 37. und 38. Jahrgang.2017/2018: http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/pforte-2018-37-38/0021
- Hans-Jürgen van Akkeren, Rekonstruktionszeichnungen der mittelalterlichen Festungsstadt Kenzingen, Aquarellierte Federzeichnungen
{joomplu:543 type=detail|alttext=Aquarellierte Rekonstruktionszeichnung der mittelalterlichen Stadt Kenzingen um 1530 von Hans-Jürgen van Akkeren.} {joomplu:544 type=detail|alttext=Aquarellierte Rekonstruktionszeichnung der mittelalterlichen Stadt Kenzingen 1520-1637 von Hans-Jürgen van Akkeren.} Aquarellierte Rekonstruktionszeichnung der mittelalterlichen Stadt Kenzingen um 1530 Aquarellierte Rekonstruktionszeichnung der mittelalterlichen Stadt Kenzingen 1520-1637 von Hans-Jürgen van Akkeren.
ErstnennungBezeichnung Lokalisierung 773 Als "in Kencinger marca" wird das alemannische Dorf erstmals urkundlich im Lorscher Codex erwähnt. Lorscher Codex 8-10 Jhd. Befestigung auf dem Nierlingsberg, frühmittelalterliche Burg Nierlingsberg 1094 castrum Cancingen (Kuppelburg) kl. Festungsanlage im gewann Eierkuchen 1147 Jan. 27. Papst Eugen III. nimmt auf Bitten des Priors Albert das Kloster St. Peter in seinen Schutz und bestätigt dessen Besitzungen, darunter auch eine curtis (Hof) im Dorf Kenzingen. http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-3881692-1 1203 castri chornberc (Kastenbuck) befestigter Kornspeicher bei Bleichheim 1219 Burg Kürnberg (Urkunde 16.11.1219), erbaut zwischen 1200 - 1219 Burg auf dem Kirnberg bei Bleichheim 1242 Burkadus rector scolarum (Schullehrer) Zeuge in Urkunde Grundstückskauf 1249 Ladhof (Schiffsanlegestelle Elz) Elz im Bereich heutiger Bahnhof 1249 Gasthof Hirschen (Kellerfenster 70 cm über Str. Hauptstr. 7/9 1249 Stadtgründung heutige Stadt Kenzingen 1267 Gerichtslaube (1777 Kaufhaus) Hauptstr. 17, Ecke Brotstr. 1275 innere Stadtmauer Stadtmauer bei der Stadtkirche 1275 St. Peter Kirche erwähnt, Kirche aber schon älter Gewann Petersbreite 1275 Ersterwähnung der Stadtkriche Kenzingen Kirchplatz 1 1283 innere Stadtmauer Stadtrechtsurkunde "ringmur" 1292 Für 1292 Nordturm der Stadtkirche dendrochronologisch nachgewiesen Kirchplatz 1 13. Jhd. 2 Hlft. Innerer Stadtgraben erbaut 1299/1300 Haus am Schwabentor an der Stadtmauer 1300 Zwingmauer
{joomplu:139 type=detail|alttext=Oberer Zirkel 41 Kenzingen.}
http://www.bauforschung-bw.de/objekt/id/101212359427/scheune-in-79341-kenzingen/Oberer Zirkel 41
PDF-Beschreibung
13. Jhd.
Vorburg und Meierhof werden erbaut, Verwaltungszentrum
Burg Kürnberg bei Bleichheim1300 Eine Gerichtslaube wird erwähnt Hauptstr. 17, Ecke Brotstr. 1300 Fresken im Kreuzgewölbe des Südturms auf 1300 datiert Kirchplatz 1 1304 Grangie/Stadthof Kloster Tennenbach Spitalgasse/Klostergasse 1311 Johannitermembrum (Großes Areal) Metzgerstr 6 1317-41 Ladhoftor (Tennenbacher Güterbuch) Stadtmauer Eisenbahnstraße 1318 Innere Stadtgraben wird den Bürgen als Eigen übergeben Häuser werden gegen die Stadtmauer gebaut 1326 altes Spital mit Scheune und Spitalkapelle Unterer Zirkel 10-24 1327 Stadtgraben "burger graben" Bereich Spitalgasse 1327 "Bürger Graben" werden Häuser angebaut Bereich Spitalgasse 1328 Niederes Tor (nördl.) bei Bäckerei Bilharz 1328 Oberes Tor (südl.) Hauptstr. 41 und 56 1328 Garten vor dem Tor zu dem Spital heute Schulstraße 2-4 1328 Tennenbacher Hofstette nordwestl. Teil der Stadt beim Graben 1343 Herrschaftshof/Amtshaus (Stadtburg der Üsenberger) Eisenbahnstr. 12, 14 1351 Tränktor, Trengtorlin nicht lokalisiert/Nähe oberes Tor 1351 Regalhaus beim Kirchplatz nicht lokalisierbar 1352 Stadtmühle an der Elz (zweiten Hälfte 13. Jhd. erbaut) Mühlestraße 25 1352 Fridrich von Üsenberg verkauft Burg K. und Stadt K. an Heinrich IV. von Hachberg Kürnburg und Kenzingen 1353 St. Georg Kirche erwähnt, Kirche aber schon älter Gewann Georgenbreite 1355 Schulhaus Kirchplatz beim Predigerhaus 1365 Gutleuthaus, Leprosen- Siechenhaus (Aussetzige) Offenburger Str. 18 1369 Üsenberger Herrschaftshof "Hus in Kapellen gassen" und Ackerhof gehen and die neue Herrschaft Herzog Leopold von Österreich 1373 Andlau verkauft die St. Peter Kirche an die Freiburger Johanniter Gewann Petersbreite 1395 oberes und unteres Spital Unterer Zirkel 10-24 1395 Haus uff der ringmur gegen dem spital über vermutlich Unterer Zirkel hinter Bäckerei Bilharz 1395 oberes und unteres Spital (vermutlich getrennte Anlagen) Unterer Zirkel 10-24; Offenburgerstr. 18 1399 ein Haus "uff den ringmuren" nicht lokalisiert 1399 Hof uf der ringkmoren gegen dem spital über vermutlich Unterer Zirkel hinter Bäckerei Bilharz 14. Jhd. Zwinger/Äußre Stadtmauer oberer/unterer Zirkel 1410 neue Badstube, Bestand auf alter erbaut Metzgergasse (Langestraße) 1421 Spitalhof mit Spitalkapelle Bereich Spitalgasse 1463 vor 1463 tagte der Rat in der Ratslaube Obergeschoss der Gerichtslaube Hauptstr. 17 1463 und 1485 Rathaus (Vorgängerbau des heutigen Rathauses ?) nicht genau lokalisiert 1467 Patronatsrechte des Abtes Kloster Einsiedeln zu St. Georg (Kirchlein im alten Kenzingen) Gewann Georgenbreite 1484 die Metzig/der Metzgerhof (seit 1422 Zunft) Metzgergasse (Langestraße) 1484 Metzgerhof (Zunfthaus der Metzger) Metzgerstraße Flst. Nr. 106 1486 Wonnentäler Hofstätte in der "Wingassen" Weingasse heute Spitalstr 1493 St: Peter wurde den Johannitern inkorporiert Gewann Petersbreite 1494 Bei der Kirche St. Peter wird ein Bruderhaus eingerichtet Gewann Petersbreite 1496 Zunfthaus, Stadtschreiberei, Zunftstein mit 18 Wappen Mühlestraße 10 1499 St. Anna-Kirche Klostergasse/Einfahrt AWO bei FW 1515 Burg Kürnb. und Stadt Kenzingen gehen an W.v.Hürnheim z.T. Kürnburg und Kenzingen 1520 Neubau des heutigen Rathauses durch W.v.Hürnheim z.T. Hauptstr. 15, heutiges Rathaus 1520/1528/37 Rathaus, nochmals erwähnt Hauptstr. 15, heutiges Rathaus 1529 Alte Badstube Spitalgasse ? 1529 Alte Badstube Spitalgasse ? 1637 Schanzen zur Verteidigung wurden aufgeworfen Bereich Offenburger Str. 18 1656 Neues Schulgebäude mit Schulstube und Lehrerwohnung am Kirchplatz 1656 Schulacker zur Versorgung des Schulmeisters Acker bei der St. Peter Kirche 1661 altes Haus der Rebzunf noch nicht wieder aufgebaut in der Hauptstraße 1662 neues Spital heutige AWO 1662 Neu aufgebauter Spitalkomplex grenzte an den Herrschaftshof Bereich Spitalgasse 1687 Das Leprosenhaus wurde ausgebessert, wieder eingerichtet Offenburger Str. 18 früh. 17. Jhd. Herrschaftshaus Bettschold-Blumeneck Alte Schulstr 20 17. Jhd. altes Rentamt Hauptstraße 35 17. Jhd. Armenhaus, Teil des Spitals (war wohl schon älter) Metzgerstr. 17 1739 altes Amtsgericht Oberer Zirkel 95 1768 Gumpsches Haus, Amtshaus, Archiv, Wartezimmer, Registratur Hauptstraße 50 1768 Neubau des im 30-Järhigen Krieg zerstören Herrschaftshauses Eisenbahnstr. 12, 14 1779 Hausstatt, eine Scheune, Keller, Spitalkapelle zwischen den Mauern beim niederen Tor 1779 Der Plan von Alexander Harscher zeigt St. Peter Kirche mit Friedhof Gewann Petersbreite 1798 Gasthof Kranz - Brauerei (ehemals Gutleuthaus) Offenburger Str. 18 1798 Bierbrauer Martin Bilharz erwirbt das Leprosenhaus und richtet eine Bierbrauerei ein Offenburger Str. 18 18. Jhd. Schwabentor, wohl schon als Durchgang, älter Brotstraße 1806 St. Peter Kirche wird versteigert und abgerissen Gewann Petersbreite 1825 Domänenamt Offenburger Str. 10 1826 Schule wurde eingerichtet Bettschold-Blumeck-Haus Alte Schulstr 20 ? Stadtscheune Kirchplatz 12 ? Ackerhof für herrschftl. Güter in der Stadt Kieselquerstr / Kieselstr {joomplu:667 type=detail|alttext=Fundament des südlichen Stadttors links vor dem Eingang des Gasthauses Beller. Archäologische Grabungen 2020. Foto Hans-Jürgen van Akkeren.} {joomplu:666 type=detail|alttext=Fundament des nördlichen Stadttors vor dem Eingang der Bäckerei Bilharz. Archäologische Grabungen 2019. Foto Hans-Jürgen van Akkeren.} Fundament des südlichen Stadttors links vor dem Eingang des Gasthauses Beller. Archäologische Grabungen 2020. Foto Hans-Jürgen van Akkeren. Fundament des nördlichen Stadttors vor dem Eingang der Bäckerei Bilharz. Archäologische Grabungen 2019. Foto Hans-Jürgen van Akkeren. {joomplu:657 type=detail|alttext=Archäologischer Befunde des Stadtbachsystems in der Klostergasse Kenzingen. Foto 2022 Hans-Jürgen van Akkeren.} {joomplu:658 type=detail|alttext=Archäologischer Befunde des Stadtbachsystems in der Klostergasse Kenzingen. Foto 2022 Hans-Jürgen van Akkeren.} Archäologischer Befunde des Stadtbachsystems in der Klostergasse Kenzingen. Foto 2022 Hans-Jürgen van Akkeren. Archäologischer Befunde des Stadtbachsystems in der Klostergasse Kenzingen. Foto 2022 Hans-Jürgen van Akkeren. {joomplu:765 type=thumbnail|alttext=Schwabentor Kenzingen, Brotstraße. Kein mittelalterlicher durchgang. Foto um 1905.} {joomplu:766 type=detail|alttext=Schema der mittelalterlichen Stadtbefestigung Kenzingen. © Hans-Jürgen van Akkeren.} Schwabentor aus Sicht der Brotstraße. Erbaut Ende 18. Jhd. Für den Bau des Schwabentors wurde an dieser Stelle die innere Stadtmauer durchbrochen. An dieser Stelle gab es keinen Durchlass im Mittelaltger! Die Brotstraße lief sich im Mittelalter an der Stadtmauer tot.
Bei der Betrachtung des Fotos fällt auf, dass hinter dem Schwabentor noch ein Wohnhaus steht. Im Zusammenhang mit der neuen Erschließung des Wohngebiets Schnellbruck um 1930 wurde das Wohnhaus für die neue Üsenbergerstraße abgerissen.Schema der mittelalterlichen Stadtbefestigung Kenzingen. © Hans-Jürgen van Akkeren. {joomplu:45 type=detail|alttext=Kath. Kirche, gestiftet durch den Stadtgründer. Die dreischiffige Basilika wurde 1275 erstmals erwähnt und 1730 umgebaut.} {joomplu:82 type=detail|alttext=Rest der äusseren Zwingmauer nach Abriss eines Hauses in der Üsenbergerstraße im Feb. 2003. Foto Hans-Jürgen van Akkeren.} Kath. Kirche, gestiftet durch den Stadtgründer. Die dreischiffige Basilika wurde 1275 erstmals erwähnt und 1730 umgebaut. Rest der äusseren Zwingmauer nach Abriss eines Hauses in der Üsenbergerstraße im Feb. 2003. Foto Hans-Jürgen van Akkeren. {joomplu:34 type=detail|alttext=Rest eines Schalenturms der äußeren Stadtmauer im Keller eines Hauses in der Mühlestraße. Foto Hans-Jürgen van Akkeren.} {joomplu:734 type=detail|alttext=Archäologische Grabung AWO Eisenbahnstraße in Kenzingen 2025. Hans-Jürgen van Akkeren.} Rest eines Schalenturms der äußeren Stadtmauer im Keller eines Hauses in der Mühlestraße. Foto Hans-Jürgen van Akkeren. Archäologische Grabung AWO Eisenbahnstraße in Kenzingen 2025. Hans-Jürgen van Akkeren. {joomplu:730 type=detail|alttext=Archäologische Grabung AWO Eisenbahnstraße in Kenzingen 2025. Foto LAD BW.} {joomplu:37 type=detail|alttext=Herrschaftshaus mit Gerichtslaube im Ergeschoss des Stadthalters Wolf von Hürnheim zum Tuttenstein. Erbaut um 1520. Heute Rathaus Kenzingen. Foto Hans-Jürgen van Akkeren.} Archäologische Grabung AWO Eisenbahnstraße in Kenzingen 2025. Foto LAD BW. Herrschaftshaus mit Gerichtslaube im Ergeschoss des Stadthalters Wolf von Hürnheim zum Tuttenstein. Erbaut um 1520. Heute Rathaus Kenzingen. Foto Hans-Jürgen van Akkeren. Text und Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren
Quelle: Dr. Bertram Jenisch 20003, Archäologischer Stadtkataster Band Nr. 22 Kenzingen
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Veranstaltungskalender 800 Jahre Burg Kürnberg
Veranstaltungsreihe für 2019
800 Jahre Kirnburg mit Vortrag und Burgfest
Ein Jubiläum für Burg, Stadt und Region – ein Jubiläum für alle
2019 jährt sich der erste urkundliche Nachweis der Burg Kürnberg zum 800. Mal. Dieses Jubiläum ist Anlass sich mit dem Wahrzeichen des Bleichtals näher zu befassen. Mit neu gestalteten Informationstafeln, Exkursionen und Vorträgen wird der aktuelle Forschungsstand zusammengetragen und für die Geschichtsinteressierten aus nah und fern aufbereitet.


