Burgen im mittelalterlichen Breisgau
Schwarzenburg
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Waldkirch - Schwarzenburg
Schwarzenburg Alternativname(n) Burg Schwarzenberg,
Swarzenberg,
de suarcinbercLandkreis Emmendingen Gemeinde Waldkirch Entstehungszeit um 1110 Ersterwähnung 1136 Burgentyp Höhenburg Lage Gipfellage Erhaltungszustand Ruine Geografische Lage 48.06994/7.96344 Höhenlage 656,2 m ü. NHN Elztalmuseum elztalmuseum.de/ Waldkirch - Schwarzenburg
Burgstelle erkennbar, wenig oder keine Ruinenreste
Federzeichnung von F. Lederle 1891, SüdseiteLage
Die Burg Schwarzenberg, heute meist Schwarzenburg genannt, liegt nordöstlich von Waldkirch auf einem bewaldeten Höhenrücken des Schwarzwalds. Die Gipfelburg erhebt sich in etwa 650 Metern Höhe deutlich über dem Elztal und befindet sich rund drei Kilometer von der später errichteten Kastelburg entfernt. Durch ihre exponierte Lage beherrschte sie den Zugang zum oberen Elztal und erlaubte die Kontrolle wichtiger Wege zwischen der Rheinebene und dem Schwarzwald. Von der Ruine reicht der Blick über Waldkirch, das Elztal und die umliegenden Schwarzwaldhöhen. Die Burgruine ist im Besitz der Stadt Waldkirch.
Geschichte
Die Schwarzenburg wurde um 1110 von Conrad von Waldkirch, dem Schirmvogt des Klosters St. Margarethen, auf dem Schwarzenberg erbaut. Von da an nannte er sich Conrad von Schwarzenberg. Er war der Stammvater des Adelsgeschlechtes derer von Schwarzenberg, das vom 12. bis zum 15.Jh. im Elztal residierte und herrschte. Die Schwarzenburg ist eine sogenannte Höhenburg und wurde eine gute Fußstunde von Waldkirch entfernt auf dem 656 m hohen Schwarzenberg erbaut. Es wird vermutet, dass die Burg an dieser doch recht entlegenen Stelle aus machtpolitischen Gründen angelegt wurde, um die Position der Schwarzenberger als freiem, nur dem Kaiser unterstellten Adelsgeschlecht zu betonen. War die Schwarzenburg doch bis weit ins Rheintal hinein zu sehen. Bis in die Mitte des 15.Jh. diente die Burg den Schwarzenbergern als Wohnsitz, anschließend als Zweitwohnsitz für Jagdgesellschaften. 1590 war nach einem Chronisten des Margarethenstifts von den Dachstühlen nichts mehr zu sehen und die Mauern eingefallen. Und so ist auch bis heute nicht viel mehr zu sehen als ein paar zerfallene Mauern. (Thomas Kern)
Weblink:
Text: Thomas Kern
Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren
