Burgen im mittelalterlichen Breisgau
Yach
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Buchvorstellung - Wie alles begann - Yach von den Anfängen bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts
Heimat- und Landschaftspflegeverein Yach (Hrsg.)
Wie alles begann...
Yach von den Anfängen bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts
{joomplu:623 type=detail|alttext=Wie alles begann - Yach von den Anfängen bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts. Erscheinungsdatum: 31.08.2020. ISBN: 978-3-95505-208-9 } Heimat- und Landschaftspflegeverein Yach (Hrsg.) Wie alles begann...
Yach von den Anfängen bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts
Yach ist eine Teilgemeinde der Stadt Elzach im Landkreis Emmendingen.
1293 wurde Yach zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Aus diesem Anlass fand 2018 eine Ausstellung über Yach im Mittelalter statt. Diese wird hier in erweiterter Form als Buch präsentiert. Die damaligen Lebenswelten der Menschen in Yach und im Elztal werden anschaulich vermittelt.
Der Bogen spannt sich von der frühen Besiedlung unseres Raumes über die Bedeutung des Klosters Waldkirch, die Entstehung und Entwicklung Yachs, die rechtlichen und landschaftlichen Bedingungen, das tägliche Leben, Landwirtschaft und ländliches Handwerk, Ansätze des Bergbaus, Verkehrswesen und Nachrichtenverbreitung, soziale Verhältnisse und Konflikte, die Rolle der Familie und die Stellung der Frau, Schulbildung, Magie und Hexenwesen bis zu religiösen Vorstellungen und Weltverständnissen.
Es entsteht das vielfältige und faszinierende Bild einer Zeit, die für uns fremd und doch zugleich sehr nah ist.
Link zum Buch: https://verlag-regionalkultur.de/buecher/ortsgeschichte/t-z/yach/wie-alles-begann-...
Siehe auch die Beiträge zur den Burgen in YachLebendige Geschichte in Yach
Band 6. vom Heimat- und
Landschaftspflegeverein Yach e.V.
Heimat- und Landschaftspflege-
verein Yach (Hrsg.)
Verlag Regionalkultur
256 S. mit 180, meist farbigen Abb., Broschur.
ISBN 978-3-95505-208-9
Preis: EUR 24,00
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Yach (Elzach, EM) - Schlossbühl
Burg Yach "Schlossbühl"
{joomplu:622 type=detail|alttext=Nordansicht auf das Schlossbühl. Foto: Hans-Jürgen van Akkeren}Alternativname(n) Landkreis Emmendingen Gemeinde Yach (Elzach) Entstehungszeit 11./12. Jh. Ersterwähnung Burgentyp Höhenburg Lage Spornlage Erhaltungszustand Burgstall,
GrabenanlageGeografische Lage 48.14636/8.09481 Höhenlage 560,4 m ü. NHN Yach (Elzach, EM) - Schlossbühl
Burgstall in der Flur »Schlossbühl« im Yacher Hinterzinken südlich vom Adamshof. Eine weitere Burg bei Yach, genannt "Schlössle", befand sich am Vorderzinken am Bigertlochfelsen westlich vom Schneiderbauernhof.
Burgstelle erkennbar, wenig oder keine Ruinenreste
Lage
Der Berg besteht aus Gneis und erstreckt sich von Nordwest nach Südost und fällt zum Tal des Rauchgrundbaches steil ab. Nach Norden zum benachbarten Adamshof fällt das Gelände sanfter ab. Südwestlich des Zusammenflusses der beiden Bäche, Rauchgrundbach und Hintererzinkenbach befindet sich ein steiler Aufstieg zum Burgplateau, der vermutlich den alten Zugang markiert.
Die Burgstelle ist westlich zur Rauchenbühlhalde durch einen Halsgraben mit einem vorgelagerten, bis zu 1,5 m hohen Wall abgetrennt. Östlich davon erhebt sich ein künstlich aufgeschütteter Hügel mit einem Durchmesser von ca. 25 m, der von der Grabensohle etwa acht Meter aufragt. Seine abgeflachte Kuppe hat einen Durchmesser von ca. 7 m.
Am östlichen Rand des Burgstalls befindet sich ein weiterer Hügel, dessen Durchmesser ca. 15 m beträgt.
Die Fläche zwischen beiden Hügeln hat eine Länge von 20 m und ist 14 m breit, an deren nördlichen Längsseite ein Trockenmauerwerk erhalten ist. An der Ostflanke befindet sich ein 4 m breiter Graben mit einem bis zu einem Meter hohen vorgelagerten Wall. Hier schließt eine Geländestufe an, die den ganzen Bergsporn als Wall-Graben-Anlage umläuft. Die Gesamtlänge der gut erhaltenen Anlage beträgt 80 m.
Archäologisches Fundmaterial liegt nicht vor. Dies ist auf die schlechten Erhaltungseigenschaften der sauren Gneisböden zurückzuführen. Die Errichtung der Burg hat vermutlich im 11./12. Jahrhundert stattgefunden. Aufgrund fehlender Schriftquellen, sowie fehlende Ziegel- oder Mörtelreste ist ein Ende der Anlage vor dem 13. Jahrhundert denkbar.Geschichte
Im 10. Jahrhundert erfolgte die Besiedelung unter der Herrschaft des Klosters St. Margarethen zu Waldkirch, dessen Grundbesitz im Elztal in verschiedene Meiertümer aufgeteilt war. Seit dem 13. Jahrhundert wurden die Herren von Schwarzenberg als Vögte mit den Güter in Yach belehnt. Wilhelm von Schwarzenberg gab am 9. September 1293 die Güter an die Gebrüder Hübschmann von Elzach weiter. Es konnte nicht geklärt werden, wo die Vögte der Yacher Ortsherrschaft ihren Sitz hatten.
Der Bau der Burganlage „Schlossbühl“ steht möglicherweise mit dem Bergbau in Verbindung. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Flurnamen „Silberlöchle“ und „Fahr ins Loch“.1148 Erste Erwähnung des Adelsgeschlechts „von der Eich“ – quidam vir nobilis Cuono de Eicha vocatus. Zwischen 1291 – 1338 In verschiedenen Urkunden wird ein Konrad von der Eich als Zeuge erwähnt. Darunter zweimal jedoch als Verkäufer genannt. Am 11. Juni 1314 verkaufte er an den Freiburger Bürger Gutmann den Heuener eine Gült (Urk. Heiliggeist, Bd. 1, Nr. 91). Am 25. März 1338 veräußert Konrad von der Eich, Kirchherr zu Ballrechten, an Johans den Scherren Reben im Zähringer Bann (Urk. Heiliggeist, Bd. 1, Nr. 254). Ob es sich bei den letzten beiden Urkunden um denselben Konrad von Eich gehandelt hat, ist ungewiss, da er sonst als Ritter bezeichnet wurde. Zwischen den beiden Urkunden liegen 47 Jahre.
Weblinks:- Julius Kindler von Knobloch: "von Eich, Eichach, Eiche", Oberbadisches Geschlechterbuch, Bd. 1, Heidelberg 1889, S. 288/289. Online: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kindlervonknobloch1898bd1/0292/image,info
- Andreas Haasis-Berner, »Gold und Silber lieb' ich sehr...« Die Geschichte des Bergbaus rund um den Kandel (Elz-, Glotter-, Simonswälder- und Brettenbachtal). Online: http://www2.ufg.uni-freiburg.de/d/publ/ahb/kandel2.html
- GLA Karlsruhe H-1 Nr 2150. Flurkarte von 1904 Yach (Stadt Elzach EM) / Bild 1. Online: http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-469739-1
Quelle:
- Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hrsg.): Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. Halbband 1: Nördlicher Teil L – Z. (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 15). Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7365-8, S. 531 → Yach (Elzach EM)
Literaturhinweis:
- Heimat- und Landschaftspflegeverein Yach (Hrsg.) "Wie alles begann... Yach von den Anfängen bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts" 2018: Buchvorstellung - Wie alles begann - Yach von den Anfängen bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts
Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren © 2022
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Yach (Elzach, EM) - Schlössle
Burg Yach Schlössle Alternativname(n) Landkreis Emmendingen Gemeinde Yach (Elzach) Entstehungszeit 11./12. Jh. Ersterwähnung Burgentyp Höhenburg Lage Spornlage Verwendungszweck Burgwarte der Burg
Yach im Gewann
SchlössbühlErhaltungszustand Burgstall,
GrabenanlageGeografische Lage 48.15426/8.11821 Höhenlage 590,9 m ü. NHN Yach (Elzach, EM) - Schlössle
Burgstall »Schlössle« bei Yach im Vorderzinken am Bigertlochfelsen westlich vom Schneiderbauernhof. Eine weitere Burgstelle bei Yach hat sich im Hinterzinken im Gewann »Schlossbühl« befunden.
Burgstelle erkennbar, wenig oder keine Ruinenreste
Beschreibung
Zwischen dem Ringwaldhof und dem Schneiderbauernhof erstreckt sich am Vorderen Zinken eine steile Talflanke, die den Flurnamen „Schlössle“ trägt. Der Bigertlochfelsen liegt östlich des Ringwaldhofes an einer Einmündung eines kleinen Seitenbaches des Vorderen Zinkens, der an drei Seiten in die Talaue hinein steil abfällt. Der Zugang zu einem 25 m langen und 5 m breiten Burgplateau erfolgt aus nordöstlicher Richtung. An der nördlichen Seite zeichnet sich ein etwa 10 m breiter und teilweise bis zu 3 m tiefer Halsgraben ab, der durch Erosionen stark verfüllt wurde. Auf dem Burgplateau sind keine Siedlungsspuren erkennbar. Bei dieser Burgstelle handelt es sich vermutlich um eine dem „Schlossbühl“ zugeordnete Burgwarte, die als Beobachtungsposten verwendet wurde (sogenannter Wartturm). Die Burg auf dem „Schlossbühl“ und die Burgwarte „Schlössle“ kontrollierten vermutlich eine Pass-Straße, die vom hinteren Elztal über den Rohrhardsberg nach Trieberg und Furtwangen und weiter auf die Baar führte. Dies wird durch den Bergrücken „Paßeck“ und durch die Flurnamen „Am Schlagbaum“ an der Grenze zwischen Yach und der Schonacher Gemarkung deutlich. Die heutige Hauptstraße im hinteren Prechtal bis zum Rohrhardsberg wurde erst im 18. Jahrhundert erschlossen.
Geschichte
Im 10. Jahrhundert erfolgte die Besiedelung unter der Herrschaft des Klosters St. Margarethen zu Waldkirch, dessen Grundbesitz im Elztal in verschiedene Meiertümer aufgeteilt war. Seit dem 13. Jahrhundert wurden die Herren von Schwarzenberg als Vögte mit den Güter in Yach belehnt. Wilhelm von Schwarzenberg gab am 9. September 1293 die Güter an die Gebrüder Hübschmann von Elzach weiter. Es konnte nicht geklärt werden, wo die Vögte der Yacher Ortsherrschaft ihren Sitz hatten.
Der Bau der Burganlage „Schlossbühl“ steht möglicherweise mit dem Bergbau in Verbindung. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Flurnamen „Silberlöchle“ und „Fahr ins Loch“.1148 Erste Erwähnung des Adelsgeschlechts „von der Eich“ – quidam vir nobilis Cuono de Eicha vocatus. Zwischen
1291 – 1338In verschiedenen Urkunden wird ein Konrad von der Eich als Zeuge erwähnt. Darunter zweimal jedoch als Verkäufer genannt. Am 11. Juni 1314 verkaufte er an den Freiburger Bürger Gutmann den Heuener eine Gült (Urk. Heiliggeist, Bd. 1, Nr. 91). Am 25. März 1338 veräußert Konrad von der Eich, Kirchherr zu Ballrechten, an Johans den Scherren Reben im Zähringer Bann (Urk. Heiliggeist, Bd. 1, Nr. 254). Ob es sich bei den letzten beiden Urkunden um denselben Konrad von Eich gehandelt hat, ist ungewiss, da er sonst als Ritter bezeichnet wurde. Zwischen den beiden Urkunden liegen 47 Jahre.
Weblink:- Julius Kindler von Knobloch: "von Eich, Eichach, Eiche", Oberbadisches Geschlechterbuch, Bd. 1, Heidelberg 1889, S. 288/289. Online: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kindlervonknobloch1898bd1/0292/image,info
- Andreas Haasis-Berner, »Gold und Silber lieb' ich sehr...« Die Geschichte des Bergbaus rund um den Kandel (Elz-, Glotter-, Simonswälder- und Brettenbachtal). Online: http://www2.ufg.uni-freiburg.de/d/publ/ahb/kandel2.html
- GLA Karlsruhe H-1 Nr 2150. Flurkarte von 1904 Yach (Stadt Elzach EM) / Bild 1. Online: http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-469739-1
Quelle:
- Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hrsg.): Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. Halbband 1: Nördlicher Teil L – Z. (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 15). Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7365-8, S. 531 → Yach (Elzach EM)
Literaturhinweis:
- Heimat- und Landschaftspflegeverein Yach (Hrsg.) "Wie alles begann... Yach von den Anfängen bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts" 2018: Buchvorstellung - Wie alles begann - Yach von den Anfängen bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts
