Burgen im mittelalterlichen Breisgau
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Bekanngabe des Breisgau-Geschichtsvereins "Schau-ins-Land"
Ausstellung
500 Jahre Haus "Zum Walfisch"
8. Dezember 2016 bis 27. Januar 2017
Meckelhalle, Sparkassen Finanzzentrum, Freiburg
Eine Ausstellung anlässlich des 500-jährigen Bestehens des 1516 fertiggestellten Hauses "Zum Walfisch" der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau unter Mitarbeit des Museums für Stadtgeschichte Freiburg und des Stadtarchivs Freiburg.
Unsere Mitglieder Peter Kalchthaler M.A. und Hans Sigmund werden an folgenden Terminen jeweils um 16 Uhr öffentliche Führungen anbieten: 14.12., 21.12. und 28.12.2016 sowie 04.01., 11.01., 18.01. und 25.01.2017
Immer Mittwochs, Anmeldung ist nicht erforderlich. Siehe Flyer im Beitrag
Breisgau-Geschichtsverein "Schau-ins-Land"
Geschäftsstelle:
Stadtarchiv Freiburg i.Br.
Grünwälderstr. 15
79098 Freiburg
0761/201-2701
www.breisgau-geschichtsverein.de
info[at]breisgau-geschichtsverein.de
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Vorstellung des Buchbandes am Freitag, den 21. Oktober 2016
"817 – Die urkundliche Ersterwähnung von Villingen und Schwenningen. Alemannien und das Reich in der Zeit Kaiser Ludwigs des Frommen“
ISBN: 978-3-7995-1166-7
Am kommenden Freitag, den 21. Oktober 2016 werden wir im Chorraum des Franziskaner Kulturzentrums in Villingen der Band „817 – Die urkundliche Ersterwähnung von Villingen und Schwenningen. Alemannien und das Reich in der Zeit Kaiser Ludwigs des Frommen“ der Öffentlichkeit vorstellen, herausgegeben von Jürgen Dendorfer, Heinrich Maulhardt, R. Johanna Regnath und Thomas Zotz.
Dieser Band dokumentiert die Vorträge der gleichnamigen Tagung von 2015, in der die Urkunde von 817 aus Ausgangspunkt dafür diente, ein viel breiteres Feld zu analysieren: „Alemannien und das Reich in der Zeit Kaiser Ludwigs des Frommen“, so lautet auch der Untertitel des Bandes. Dieser Band ist nicht nur Referenzpunkt für das Stadtjubiläum von Villingen-Schwenningen 2017, sondern gleichzeitig auch Spiegel des aktuellen Forschungsstandes zum Frühen Mittelalter in der Region.
Damit ist das Buch einerseits wichtiger Teil und Referenzpunkt für das Stadtjubiläum 2017, aber gleichzeitig auch Spiegel des aktuellen Forschungsstandes zum Frühen Mittelalter in der Region.
Zur Buchübergabe laden die Stadt Villingen und ihr Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon ganz herzlich ein. Prof. Dr. Jürgen Dendorfer wird den Band vorstellen. Beginn ist um 19 Uhr.
Freitag, 21. Oktober 2016, 19.00 h
Buchvorstellung: 817 – Die urkundliche Ersterwähnung von Villingen und Schwenningen
Chorraum des Franziskaner Kulturzentrums, Rietgasse 2, Stadtbezirk Villingen.
Inhaltsverzeichnis: VillingenInhalt.pdf
Buchbestellung
Wir würden uns freuen, wenn Sie das Buch über uns bestellen und damit unsere Arbeit unterstützen würden. Selbstverständlich können Sie den Band auch direkt bei der Buchvorstellung am Freitag vor Ort erwerben.
817 – Die urkundliche Ersterwähnung von Villingen und Schwenningen. Alemannien und das Reich in der Zeit Kaiser Ludwigs des Frommen, hg. von Jürgen Dendorfer, Heinrich Maulhardt, R. Johanna Regnath und Thomas Zotz (Veröffentlichung des Alemannischen Instituts, Nr. 83, zgl. Veröffentlichungen des Stadtarchivs Villingen-Schwenningen, Bd. 39), Ostfildern 2016, 261 Seiten, 24,95 €. Bei Bestellungen bis zum Jahresende versenden wir portofrei!
Mit herzlichen Grüßen
Ihre
R. Johanna Regnath
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Dr. R. Johanna Regnath (Geschäftsführerin)
Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V.
Bertoldstr. 45
79098 Freiburg
Tel. 0761-15 06 75-70
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Freiburg, den 11. Oktober 2016
Archäologische Ausgrabung des Landesamtes für Denkmalpflege
Mittelalterliche Straßen in der Freiburger Vorstadt Neuburg - Closnergasse entdeckt
Erstmals können Teile des Stadtplans nachgezeichnet werden
| Ausgrabungen in der mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg. Foto: LAD BW | Ausgrabungen in der mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg. Foto: LAD BW |
(B.Jenisch LDA RPS) Am Dienstag, den 11. Oktober 2016 wurden die großflächig freigelegten mittelalterlichen Baustrukturen an der Deutschordensstraße der Öffentlichkeit vorgestellt. Die seit Mitte April durchgeführten archäologischen Ausgrabungen in der ehemaligen Freiburger Vorstadt stehen kurz vor dem Abschluss. Durch den Bau einer Tiefgarage für ein Pflegeheim und Wohnhäuser im Bereich, wurden baubegleitende archäologische Maßnahmen auf einer Fläche von 3.500 m² notwendig.
Die so genannte Neuburg war eine Stadterweiterung im Norden der mittelalterlichen Stadt Freiburg, die im frühen 13. Jahrhundert entstand. Nach einer planmäßigen Bebauung legte man beim Bau der Festung unter Vauban im 17. Jahrhundert alle Bauten nieder. Eine lockere Bebauung erfolgte erst wieder ab Mitte des 19. Jahrhunderts, so dass archäologische Reste hier weitgehend ungestört erhalten sind. Bislang war die Bebauung dieses Gebietes in erster Linie aufgrund historischer Abbildungen bekannt, erstmals wurden jetzt großflächige Grabungen zur Erkundung der spätmittelalterlichen Bebauung durchgeführt.
Die markanteste Struktur ist ein aus Geröllen aufgeschütteter Straßenkörper, der auf einer Länge von über 50 m im südlichen Bereich der Grabung freigelegt wurde. An zwei Stellen erkannte man Kreuzungsbereiche mit rechtwinklig dazu verlaufenden Straßen. Die Grundstücke an der Straße waren von Mauern eingefasst. Im Süden lag der ehemalige Friedhof der benachbarten St. Nikolauskirche. Nördlich erstreckte sich eine große Freifläche, die im Sickingerplan als Rebland dargestellt ist. Ferner wurden Fundamente und Keller einiger im 13. Jahrhundert errichteter Häuser erfasst.
Bei der Grabung wurde die im 13. Jahrhundert planmäßig angelegte Bebauung dokumentiert. Zusammen mit punktuellen früheren Beobachtungen kann nun ein Teil des ehemaligen Stadtplans der Neuburg rekonstruiert werden. Unsere Straße konnte als Closnergasse identifiziert werden.

Stitchingbild der gesamten Ausgrabungsfläche von Hans-Jürgen van Akkeren
Ausschnitt der Rekonstruierten Closnergasse im östlichen Teil um 1350
Durch das Engagement des langjährigen ehrenamtlichen Beauftragten Hans-Jürgen van Akkeren gelang es, diese Baustrukturen zu visualisieren. Herr van Akkeren hat digitale Rekonstruktionszeichnungen der damaligen Anlage und einzelner Gebäude (3 D) in sehr enger Absprache mit dem Grabungsteam und dem zuständigen Gebietskonservator geschaffen.
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Rekonstruktion der mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350 von Hans-Jürgen van Akkeren © |
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Staatssekretärin Katrin Schütz unternahm eine viertägige Denkmalreise durch die vier Regierungsbezirke des Landes
Letzte Station Freiburg-Neuburg
Staatssekretärin Katrin Schütz startete am 6. September 2016 eine viertägige Denkmalreise durch alle vier Regierungsbezirke des Landes. Ihr Schwerpunkt galt in diesem Jahr dem bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagement zum Schutz und der Pflege von Denkmalen.
Schwerpunkt der Denkmalreise für Katrin Schütz war, den ehrenamtlichen Menschen im Land zu Danken und ihnen ihre Wertschätzung für ihre Arbeit und ihren Einsatz entgegenzubringen und ihnen für ihr Engagement zu danken. „So haben auch die nachfolgenden Generationen die Chance, kulturelles Erbe als Geschichte zum Anfassen zu erleben.“
Auf ihrer viertägigen Reise besuchte sie unter anderem das Mausoleum in Weinheim, die Volkssternwarte in Karlsruhe-Rüppurr, die Burgruine Hohenrechberg, die Markthalle in Stuttgart, das Freilichtmuseum Villa Rustica in Hechingen-Stein, die Schlosskirche Haigerloch, eine Güterhalle aus dem Jahr 1873 in St. Georgen und die archäologische Ausgrabung der mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg.
Archäologische Ausgrabung der mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg (B. Jenisch LAD)
Auf dem Gelände des ehemaligen Heiliggeiststifts entsteht entlang der Deutschordensstraße eine private Wohnbebauung durch die Treubau Freiburg.
Durch den Neubau eines Pflegeheims und Wohnhäusern im Bereich der so genannten Neuburg, einer Stadterweiterung der mittelalterlichen Stadt Freiburg, werden baubegleitende archäologische Maßnahmen notwendig. Durch den Bau einer Tiefgarage auf dem Grundstück des ehemaligen Pflegeheimes Heiliggeiststift wird die dort zu erwartende archäologische Substanz beseitigt.
Im Baufenster sind auf einer Fläche von über 3000 m² archäologische Relikte der bis in das frühe 13. Jahrhundert zurückreichenden mittelalterlichen Bebauung zu erwarten. Unter anderem befand sich an der Stelle die Kommende des Johanniterordens mit Kirche, Friedhof und Wirtschaftsgebäuden. Historische Abbildungen ließen vermuten, dass insbesondere im nördlichen Bereich des Bauvorhabens eine historische Freifläche lag, die als Ackerland und zum Anbau von Reben genutzt worden ist. Im Süden ist hingegen eine dichte Bebauung entlang einer Straße zu erwarten. Die Baustrukturen der Vorstadt wurden im frühen 17. Jahrhundert niedergelegt und das Gebiet wurde erst wieder ab dem 19. Jahrhundert besiedelt. Im südlichen Bereich der Grabung zeichnet sich ein Straßenkörper ab, an dem sich Häuser reihen, die offenbar im 13. Jahrhundert errichtet worden sind.
Nach Mitteilung des Landesamtes für Denkmalpflege werden die Arbeiten plangemäß bis Mitte Oktober abgeschlossen (Sachstand: Juli 2016). Es sind weitere spannende Erkenntnisse zur Freiburger Stadtgeschichte zu erwarten.
In Freiburg hat sich bedingt durch die rege Bautätigkeit im Jahr 2016 ein Schwerpunkt der Archäologischen Denkmalpflege ergeben. Allein fünf Grabungen werden in diesem Jahr, cofinanziert durch Drittmittel der Vorhabensträger, durchgeführt.
Obwohl in Freiburg weit über 300 archäologische Aufschlüsse vorliegen, ist es an der Johanniterstraße erstmals möglich, großflächig das Gebiet einer Vorstadt zu untersuchen. Aufgrund der fehlenden neuzeitlichen Überprägung haben sich die Infrastrukturmaßnahmen aus der Zeit der Erschließung erhalten. Elemente der mittelalterlichen Stadtplanung und Siedlungserschließung werden so fassbar.
Darstellung des Bezugs zum Schwerpunktthema „Bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement bei Schutz und Pflege von Denkmalen“ (B. Jenisch LAD)
Durch das Engagement des langjährigen ehrenamtlichen Beauftragten Hans-Jürgen van Akkeren gelang es, diese Baustrukturen zu visualisieren. Herr van Akkeren hat digitale Rekonstruktionszeichnungen der damaligen Anlage und einzelner Gebäude (3 D) in sehr enger Absprache mit dem Grabungsteam und dem zuständigen Gebietskonservator geschaffen.
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Besichtigung der Grabungsstelle
Nach der Begrüßung durch Marianne Haardt, Stiftungsdirektorin konnten sich Staatssekretärin Katrin Schütz, erster Bürgermeister Otto Neideck und die Führungskräfte des Landesamtes für Denkmalpflege, an der Spitze Präsident Professor Dr. Claus Wolf, ein Bild von der Grabungsstelle machen.
Dr. Bertram Jenisch (Gebietskonservator Fachbereich Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit) erläuterte, dass im Dreißigjährigen Krieg die Vorstadt schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde und nach der französischen Besetzung, Festungsbaumeister Vauban 1677 die Vorstadt schleifen ließ, um Platz für den Nordteil des Festungsrings zu schaffen. Die Franzosen zogen 1745 aus Freiburg ab und sprengten die gesamten Festungsanlagen. Die Wiederbesiedelung des Gebietes erfolgte erst wieder um 1825. Während den Ausgrabungen konnte festgestellt werden, dass Teile der mittelalterlichen Straßenbebauung im Untergrund erhalten blieben, da durch die Wiederbebauung der Vorstadt im 19. Jahrhundert ein neues Straßennetz angelegt wurde.
Nach der Führung durch die Grabung des Archäologen Andreas Gross (M.A.) und Grabungstechnikerin Inga Willmes stellte Hans-Jürgen van Akkeren seine digitale 3D-Rekonstruktion der damaligen Anlage Neuburg und seine Arbeitsweise vor Ort vor.
Fotos: Johanna van Akkeren
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Die Freiburger Stadtbächle gibt es schon seit fast 900 Jahren
Wasserleitungssystem im Mittelalter, ein Filmausschnitt des SWR Fernsehen Landesschau Aktuell
| Interview mit Dr. Bertram Jenisch, Landesamt für Denkmalpflege RPS/Freiburg (SWR) |
SWR.DE | Ausgrabungen zeigen Freiburger Stadtgeschichte: Wasserleitungen im Mittelalter
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Link-Tipp zur Transkriptions-Hilfe
Germanisches Online-Wörterbuch von Gerhard Köbler - 5. Auflage 2014
| Das Versprechen für das gegebene Lehen: "...mit guten truwen an alle generde" Quelle: StA Waldkirch U2 - 1315 Nov 14 |
Eine Urkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit kann als Original, als Konzept, als Kopie bzw. Abschrift oder als Registereintragung (zum Beispiel in Kopialbüchern, Cartularien, Traditionsbüchern) oder im größten Glücksfall in allen diesen Formen überliefert sein. Die frühesten Urkunden bis etwa zum Ende des 13. Jahrhunderts wurden in Latein verfasst. Übersetzungen solcher Urkunden sind ein wissenschaftlich aufwändiger Prozess. Nach und nach fertigten die Schreiber der Urkunden die Vereinbarungen in ihrer eigenen Sprache und somit im örtlichen Raum gesprochenen Dialekt. Sind dem Leser die Dialekte bekannt, so kann er den größten Teil einer Urkunde übersetzten. Jedoch kommen in den geschriebenen Zeilen oft Abkürzungen und alte germanische Wörter vor, die in unserer heutigen Sprache nicht mehr vorkommen und somit völlig unbekannt sind. Hierbei bietet das germanische Online-Wörterbuch von Prof. Dr. Gerhard Köbler eine große Hilfe.
Link-Tipp: http://www.koeblergerhard.de/germwbhinw.html
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Link-Tipp
Monasterium.net - über 500.000 Urkunden in Online-Archiv
Dieses online Portal ermöglicht zeit- und raumunabhängige Forschung. Mit mehr als 500.000 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Urkunden aus über 60 Institutionen in 10 europäischen Ländern, ist Forschung von reiner Urkundenerschließung bis hin zur Anwendung der verfügbaren Informationen im Bildungssektor möglich. Monasterium sammelt jene historischen Dokumente Europas, die die politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung seit dem Mittelalter dokumentieren und bietet freien Zugang zu den ensprechenden digitalen Kopien.
Quelle/Link: www.monasterium.net
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Mai 2016
Neuer Internetauftritt für Kleindenkmale
Wegkreuze, Grenzsteine, Wegweiser, Gedenksteine, Bauinschriften, kleine Brücken, Gruhbänke - die Landschaft im deutschen Südwesten ist voller Kleindenkmale. Der neue Internetauftritt des Landesamts für Denkmalpflege gibt allen am Thema Interessierten Informationen zu Kleindenkmalen im allgemeinen, insbesondere jedoch zur Erfassung und Dokumentation von Kleindenkmalen, zu Möglichkeiten des Schutzes und Anregungen zur Beschäftigung mit diesen kulturhistorisch bedeutsamen Zeugnissen unserer Kulturlandschaft.
Zur Erfassung und Dokumentation der Kleindenkmale in Baden-Württemberg wurde im Jahr 2001 ein landesweites Projekt ins Leben gerufen. Ehrenamtliche Mitarbeiter in den Stadt- und Landkreise erfassen und dokumentieren seither in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und den Projektpartner die zahlreichen Kleindenkmale im Land.
http://www.kleindenkmale-bw.de/
Quelle: http://www.denkmalpflege-bw.de/
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Erlebniskoffer „Die Burg im Mittelalter“
Unterrichtsmaterial für die Grundschule
http://www.breisgau-burgen.de/de/pdf/ErlebniskofferBurgen/ElebniskofferBurgen_im_Mittelalter.pdf
In Heft 2/ 2015 der „Denkmalpflege Baden-Württemberg – Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege“ wurden bereits drei von fünf neuen Unterrichtsmaterialien der Landesdenkmalpflege Baden-Württemberg für die Schule zu den Themen „Historische Weinberge“, „Historische Dorfkerne“ und „Historische Ortskerne“ vorgestellt. Die Reihe zeichnet sich dadurch aus, dass die Materialien von einem Fachmann und einem Pädagogen gemeinsam entwickelt und bereits während des Erstellungsprozesses mit einer Schule erprobt wurden.
An dieser Stelle sollen nun zwei weitere Handreichungen angekündigt werden: eine zum Thema Burgen im Mittelalter, die andere zu historischer ländlicher Architektur.
In Baden-Württemberg gibt es eine Vielzahl von Burgen. Die wenigsten sind vollständig erhalten, oft sind nur noch einzelne Mauerreste und Geländestrukturen vorhanden.
Die Erhaltung und Erforschung von Burgen sind seit jeher wichtige Aufgaben der Denkmalpflege. Im Vordergrund steht die Konservierung, die einhergeht mit der archäologisch-bauhistorischen Forschung. Dennoch werden bei jeder Sicherung wissenschaftlich relevante Bereiche berührt und Befunde sowie Funde zutage gefördert. Diese müssen dokumentiert und anschließend entsprechend aufbereitet werden.
Das Partnerfeld der Denkmalpflege setzt sich bei Burgen aus privaten oder öffentlichen Eigentümern sowie Heimatforschern und Vereinen zusammen. Gemeinsam werden Grundlagen zu einzelnen Anlagen erfasst und Ergebnisse vor Ort oder in Museen dargestellt. Bei gefährdeten Anlagen müssen gemeinsam Konzepte entwickelt werden, um Burgen im Bestand zu sichern und ihre Reste denkmalgerecht und sicher für Besucher zu erschließen. Je spärlicher die Überreste sind, desto mehr ist die Vorstellungskraft von Kindern gefordert, wenn man sich ein Bild von der einstigen Anlage machen will. Dennoch ist für Kinder wichtig, mehr über die reale historische Situation vor Ort zu erfahren. Bei Burgen kann man dabei die kindliche Faszination am Mittelalter nutzen.
Reste mittelalterlicher Burgen sind uns im gesamten Land vor Augen. Ihre Existenz im Wohnumfeld der Kinder lädt ein, sich mit ihnen zu beschäftigen. Wenn man den originalen Befund aus heutiger Sicht betrachtet, wirft dies Fragen auf, die beantwortet werden wollen:
Was ist heute noch zu sehen?
Wozu diente das alles? Wer lebte hier einst?
Wie hat man in einer Burg gelebt?
Dies führt zwangsläufig zu Fragen aus heutiger Sicht: Was war früher anders als heute? Warum und wie wird das alles erhalten? Wer kümmert sich darum, dass Burgen auch in Zukunft zu betrachten sind?
Der „Erlebniskoffer Burg im Mittelalter“ beginnt mit einer Sachanalyse: Was ist eine Burg? Es folgen einleitende Gedanken zur Funktion der Burg und zu Aspekten der Burgenforschung. Zur Behandlung der Themenkomplexe „Historische Phasen der Burg“ sowie „Burgentypen“, „Bauliche Gestalt der Burgen“ und „Idealtypische Burganlage“ werden Kopiervorlagen bereitgestellt. Mehrere Bausteine sollen ein mögliches Vorgehen bei der Behandlung des Themas „Burg im Mittelalter“ im Grundschulunterricht beschreiben. Idealerweise erfolgt die Beschäftigung mit dem Thema unter Mithilfe eines Museumskoffers, bedarf allerdings der Partnerschaft eines nahe liegenden Museum und/oder einer Bibliothek.
Wo diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, empfehlen wir, auf alle oder einen Teil der anderen Bausteine zurückzugreifen. Im Anhang findet man Exkursionsvorschläge zu Burgen, Museen und Bibliotheken, nach Landkreisen geordnet.
Der Erlebniskoffer „Burg im Mittelalter“ entstand als Gemeinschaftsprodukt. Der historische Part wurde von Casimir Bumiller bearbeitet, zur Didaktik steuerte der ehemalige Schulamtsleiter Hansjörg Noe seinen reichen Erfahrungsschatz bei. Er unterstützte auch die praktische Erprobung der Bausteine von Schülern der Grundschule Lörrach-Tumringen. Der Schulleiterin Cornelia Huber und der Lehrerin Stefanie Probst ist für ihre große Unterstützung bei der Erprobungsphase zu danken. Caroline Buffet brachte das Projekt "Museumskoffer“ des Museums Lörrach mit ein und betreute die interessierten Schüler. Von der Stadtbibliothek Lörrach organisierte Florian Nantscheff, Thu Minh Nguyen und Björn Hub ein von Friedricke Mertel, Landesstelle für Bibliothekswesen, koordiniertes Lernbuffet.
Praktischer Hinweis
Unter http://www.denkmalpflege-bw.de/geschichte-auftrag-struktur/denkmalpflege-in-baden-wuerttemberg/bildung/unterrichtsmaterial.html findet man weitere Empfehlungen für den Unterricht.
Dr. Bertram Jenisch
Landesamt für Denkmalpflege im
Regierungspräsidium Stuttgart
Dienstsitz Freiburg
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Dienstag, 24. Mai 2016
Aus der Presse
Vörstetten: Holz statt Stroh auf dem Dach - badische-zeitung.de |
Die nächste Hofbelebung findet vom 17. bis 19. Juni auf dem Gelände des Alamannen-Museums in Vörstetten statt.
Quelle: http://www.badische-zeitung.de/voerstetten/holz-statt-stroh-auf-dem-dach
http://www.alamannen-museum.de/
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