Burgen im mittelalterlichen Breisgau

  • Broggingen - Burgstall Gewann Bürklin

    Burg Broggingen
     
     Alternativname(n)/
     Schreibweisen
     Egenloffs Burg (1547),
     Burglecht (1561)
     Landkreis  Emmendingen
     Gemeinde  Broggingen
     (Herbolzheim)
     Entstehungszeit  unbekannt
     Ersterwähnung  1547
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Spornlage
     Erhaltungszustand  Burstall
     Geografische Lage  48.22987/7.82684
     Höhenlage  243 m ü. NHN

    Broggingen - Burgstall im Gewann Bürklin


    ehemalige Burgstelle, nichts mehr erkennbar



    Beschreibung

    Broggingen ist ein Teilort der Gemeinde Herbolzheim im nördlichen Breisgau. Die Burganlage ist aufgrund des Flurnamens "Bürklin" nordwestlich des Dorfes zu vermuten. Die Flur liegt an der Abzweigung der Straße Broggingen-Münchweier in Richtung Ettenheim auf einer pass ähnlichen Anhöhe auf der Grenze der Ortenau und dem Breisgau. Die Flur "Bürklin" ist heute durch die Rebnutzung oberflächlich verändert. Auf der ortenauer Seite ist ein Platz mit ausgeprägter Spornlage zu beobachten. Dem Platz gegenüber befindet sich die Flur "Klingenberg", die ebenfalls gegen die Straße nach Ettenheimweiler steil abfällt. Aufgrund der Topografie der Geländestrukturen wird vermutet, dass die heutigen Fluren "Bürklin" und "Klingenberg" ein zusammenhängendes Areal gebildet haben. Die Burgstelle ist eher im nördlichen Bereich im Spornhang anzunehmen. Südwestlich der Burgstgelle befindet sich die Flur "Galgenacker", der vermutlich mit dem herrschaftlichen Platz in Zusammenhang gebracht werden kann. [1]

    Eine Burg in Broggingen ist in den Schriftquellen durch einen Urbareintrag aus dem Jahr 1547 fassbar. Darin wird ein acker an Egenloffs Burg gelegen erwähnt (GLA KA 66 Nr. 1304). Die Herren von Geoldseck erlangten vermutlich um 1248 durch die Kastvogtei des Klosters Ettenheimmünster an die Herrschaftsrechte in Broggingen.  Durch die Heirat zwischen Hesso IV. von Üsenberg mit der Tochter Agnes des Walter III. von Tübingen-Lichteneck [1], gelangte die Ortsherrschaft Broggingen an die Herrschaft Üsenberg (nach Kindler von Knobloch im OBGB 1889,  Bd. 1, S. 435 ist Agnes (1376) die Tochter des Heinrich von Geroldseck gen. von Tübingen [2]. Der Stammvater der Agnes von Tübingen-Lichteneck muss noch geklärt werden!).

    Die Flur "Burglecht" erscheint 1561 in einem Urbar und liegt südöstlich von Broggingen [3]. Hierbei handelt es sich nicht um eine weitere Burgstelle, sondern um ein zu einer Burg gehöriges Lehen, das möglicherweise im herrschaftlichen Zusammenhang zu den Fluren "Herrenmühle" und "Herrenberg" gehört [1].


    Weblinks:

    Quelle:

    1. Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hrsg.): Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. Halbband 1: A – K. Nördlicher Teil. (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 14). Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7364-X (→ Broggingen (Herbolzheim) Flurname "Bürklin", S. 63)
    2. Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]. Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha, Heidelberg, 1898. Seite 435 (→ siehe Agnes 1376; mar.: Hesso von Üsenberg. Stammbaum von Geroldseck, Grafen von Veldenz) : https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kindlervonknobloch1898bd1/0439/image,info
    3. Urkunde Generallandesarchiv Karlsruhe 66 Nr. 1305


  • Buchenbach - Burg Wiesneck

    Burg Wiesneck


     Alternativname(n)  -
     Landkreis  Breisgau-Hochschwarzwald
     Gemeinde  Wiesneck-Buchenbach
     Entstehungszeit  vor 1079
     Ersterwähnung  1079
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Spornlage
     Erhaltungszustand  Ruine
     Geografische Lage  47.96710/8.00066
     Höhenlage  537 m ü. NHN

    Buchenbach - Burg Wiesneck

    Burgstelle erkennbar, wenig oder keine Ruinenreste

     

    Beschreibung

    Die Burg steht heute auf dem Gemeindegebiet Buchenbach, Ortsteil Wiesneck.
    Die Ruine liegt im Zartener Becken am Eingang des Höllentals, des Wagensteigtals und des Unteribentals. Die Burg lag strategisch günstig und bewachte die Straße, die über das Wagensteigtal auf den Thurner hinaufführte.

    Um die Burg hatte sich schon früh der Ort Wiesneck gebildet, der 1837 nach Buchenbach eingemeindet wurde.



    Geschichte

    1079 Die Burg wurde erstmals urkundlich erwähnt und war im Besitz der Grafen von Haigerloch.

    1096 Im Jahr 1096 benannte sich erstmals Graf Adalberg von Haigerloch nach der Burg als von Haigerloch-Wiesneck. So entwickelten sich die Burgherren zu Konkurrenten der vorherrschenden Zähringer.

    1118 gründete Bruno von Haigerloch-Wiesneck das Kloster St. Märgen.

    1121 wurde die Burg erstmals von den Zähringern zerstört, aber bald wieder von ihnen aufgebaut.

    1170 Die Familie der Grafen von Haigerloch-Wiesneck starb aus, womit die Burg und der Besitz an die Grafen von Hohenberg fielen.

    1293 Die Grafen von Hohenberg verkauften die Burg.

    1524/25 Im Bauernkrieg wurde die Burganlage von einem Haufen aufständischer Bauern unter Hans von Bulgenbach überrannt und zerstört, aber schon bald teilweise wiederaufgebaut.

    1577 Die Burg ging an die Freiherren von Sickingen-Hoheburg über.

    1646 Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von den Franzosen zerstört. In der Folge diente die Burg als Steinbruch für die Umgebung.

     

     

     

    Grundriss Burg Wiesneck
    Grundriss der Burg Wiesneck. (aus: Zauberisches Dreisamtal, S. 125)

     


    Stahlstich von Lederle um 1877 Burg Wieseneck, vermutlich eine Rekonstruktion Lederes.

    Text: Hans-Jürgen van Akkeren
    Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren © 2019

     Weblinks:

    Quellen:



     

  • Burgen im mittelalterlichen Breisgau

    Auf dieser Burgenliste finden Sie alle bisher registrierten Burgstellen dieser Webseite des mittelalterlichen Breisgaus, deren erstes Aufkommen in das 10./11. und bis zum Ende des 15. Jahrhundert zu datieren sind, wobei auch Vorgängerbauten, Königspfalzen sowie Königshöfe und Nachfolgebauten, wie etwa neuzeitliche Schlösser und Festungen berücksichtigt werden.

    Im nördlichen Teil des mittelalterlichen Breisgaus befanden sich etwa 200 Burgen, zum Vergleich entspricht diesem etwa die Burgendichte des Elsasses und der Nordschweiz. Im südlichen Teil des mittelalterlichen Breisgaus zeichnet sich eine ähnliche Dichte ab, dort befanden sich etwa 400-500 Burgstellen. Diese Burgenliste wird immer wieder aktualisiert, darum finden Sie hier lediglich einen Ausschnitt der vielen Burgstellen.

    Das mittelalterliche Breisgau ist seit 1980 Forschungsprojekt der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte und Abt. Landesgeschichte Uni Freiburg). Mit dem Erscheinen der ersten beiden Halbbände in den Jahren 2003 und 2006 wurde die lexikalische Erfassung des nördlichen Teilgebiets abgeschlossen. Für das südliche Arbeitsgebiet, das sich bis an den Hochrhein erstreckt, konnte im Jahr 2009 der erste Halbband (A-K) vorgelegt werden. Gegenwärtig Arbeitet die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg an der Drucklegung des abschließenden zweiten Teilbandes für den südlichen Teil (L-Z).Bisher veröffentlichte Literatur: https://www.burgen.uni-freiburg.de/publikationen

    Burgen im Landkreis Emmendingen




    Burgen im Stadtkreis Freiburg im Breisgau




    Burgen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald




    Burgen im Landkreis Lörrach


  • Burkheim - Schloss Burkheim

    Schlossruine Burkheim

    Stich nach einer Zeichnung von R. Höfle, um 1850/60
    Stich nach einer Zeichnung von R. Höfle, um 1850/60
     Alternativname(n)  Schwendi Schloss,
     Neues Schloss
     Landkreis  Breisgau-Hochschwarzwald
     Gemeinde  Burkheim
     (Vogtsburg im Kaiserstuhl)
     Entstehungszeit  Burg 12. Jh.,
     Schloss 1572
     Ersterwähnung  1231 Januar 13.
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Spornlage
     Erhaltungszustand  Ruine
     Geografische Lage  48.10005/7.59619
     Höhenlage  192 m ü. NHN
     Burgvermietung,
     Veranstaltungen,
     Wohnmobilstellplatz
     schaetzle-weingut.de

    Sicht auf Burkheim

     

    Burkheim - Schloss Burkheim

    gut erhaltene Burgruine

     

    Lage

    Die Burg steht im Stadtgebiet Burkheim und ist im Privatbesitz. Besichtigungen nur an bekanntgebenen Veranstaltungen möglich.

    Südwestlich der gleichnamigen Stadt, lag einst eine Burg nach westen an einem alten Rheinarm. Man kann heute noch die Umfassungsmauern erkennen. Der dreigeschossige, rechteckige Bau besass seit jeher im Innern, wie man heute noch erkennen kann, eine rechtwinklig geführte Treppe. Von einem offenbar gut ausgestatteten Rittersaal im Obergeschoss sind noch zwei reich dekorierte Kamine erhalten. Ende des 16. Jahrhunderts wird die mittelalterliche Burganlage im Renaissancestil umgebaut. An der Westseite des Haupthauses im oberen Geschoss ist die Baufuge (aufgesetzte Eckquadersteine) der Bauerweiterung an den ehemaligen Palas zwischen den linken Fenstern gut zu erkennen.

     

    Geschichte                                 

    762 März 13. Der Ort Burchheim wird in einem Testament Bischofs Heddo von Straßburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt, der ein Hofgut am Ort im gleichen Jahr an das Kloster Ettenheimmünster abgibt.

    778 Heibo schenkt das Hofgut an das Kloster des hl. Nazarius in Lorsch an der Bergstrasse.

    952 Nachdem Kaiser Otto I. dem Grafen Guntram dem Reichen wegen Hochverrats den Besitz entzogen hatte, verschenkt er den Ort als Teil des Königshofs in Riegel, so gelangt Burkheim an das Benediktinerstift Einsiedeln in der Schweiz und deren Schirmvögte, wie Dietrich von Rimsingen (gest. um 1052), und
    1052 an die Schirmvögte der Herren von Üsenberg (Breisach - Burg Üsenberg).

    1256 Schirmvogt Markgraf Heinrich I. von Hachberg (Emmendingen - Hochburg).

    1330 Erwerb durch Herzog Otto I. von Österreich.

    1347 Kaiser Karl IV. übernachtet am 26. Dezember hier. Er bemühte sich mit den Graumönchen, den Zisterziensern sehr um die Grauburgunderrebe in unserer Region, daher gilt das Schloß als die Wiege des Grauburgunders. Unter dem Haus Habsburg, also Vorderösterreich sind viele Pfandherren aus der Schweiz, dem Elsaß und dem Breisgau, darunter auch die Stadt Breisach.

    1471 Die neuen Pfandherren waren die Grafen von Tübingen-Lichteneck (Hecklingen - Burg Lichteneck).

    1548 Der neue Pfandherr Christoph von Sternsee.

    1560 Lazarus von Schwendi,, geb. 1522 in Mittelbiberach in Schwaben; als Feldobrist und kaiserlicher Berater, diente er dem Kaiser Karl V, Philipp II, Maximilian II und Rudolf II. Für seine Verdienste in den Feldzügen in Ungarn gegen die Türken erhielt er die Herrschaft Burkheim am Kaiserstuhl, Trieberg im Schwarzwald, Kirchhofen im Breisgau und als Freiherr zu Hohenlandsberg die Orte Kienzheim, Kaysersberg und zehn Dörfer im Elsaß. Aus Tokay brachte er Ruländerreben mit, siehe den Rathausbrunnen in Colmar.

    1572 Renovierung des Schlosses nach dasiger neuer Modi im Renaissancestil.

    1672 oder 1676 "vom französischen Marchall de Luxembourg aus Ordre des Königs Ludovoco XIV. verbrennet worden", nach der einen Chronik.

    1674 wurde nach einer anderen Chronik durch General Vaubrun, mit Oberst La Broche und starken französischen Heeren, Schloß Burkheim, Burg Lichteneck, Kirchhofen, Neuenburg, und viele andere Orte zerstört.

    1780 bis 1781 hat Ägid Karl von Fahnenberg das Burkheimer Schlossgelände zu einem Weinberg umlegen lassen, nachdem die Pläne zum Wiederaufbau gescheitert waren.

    1901 kauften Leopold Bastian und sein Sohn Franz Josef, Weingutsbesitzer aus Endingen die historische Schlossruine mit der Rebanlage im Schloßhof von den Fahnenbergs in Freiburg.

    1938 Dr. Heinrich Alfons Maria Mackenstein, Geschäftsführer der Hauptvereinigung des deutschen Weinbauwirtschaftsverbandes in Berlin und dessen Ehefrau Amelie Elisabetha, geb. Bastian, erben den Besitz.

    1981 die Urenkel von Leopold Bastian, Franz Josef Neymeyer, Bernhard Neymeyer und Margarete Schätzle, erben das Schloßgut von ihrer Tante Amelie Mackenstein.

    1991 die kleinste Einzellage Deutschlands, der "Burkheimer Schloßberg", mit seinen im Schloßhof angepflanzten Grau-Burgunder-Reben, wird bewirtschaftet und vermarktet durch das Weingut L. Bastian, Königschaffhauserstr. 8, Endingen am Kaiserstuhl.
       

     

    Burkheim von Bischoffingen am Hüttenberg aus gesehen
    Burkheim aus der Sicht vom Hüttenberg bei Bischoffingen

    Ruine Schwendi-Schloss in Burkheim
    Schwendi-Schloss in Burkheim
    Rathaus_Burkheim_1604
    Rathaus der Stadt Burkheim 1604
    Stadtmauer_Burkheim
    Teil der nördlichen Stadtmauer
    schloss_burkheim800x600
    Schloss Burkheim, Nordseite
    Schloss_Burkheim_Nordwestseite
    Schloss Burkheim
    Schloss_Burkheim_Westseite
    Schloss Burkheim, Westseite
    Schloss_Burkheim_Suedwestseite_Schildmauer
    Schloss Burkheim, Südseite

    Text/Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren

    Weblink:

    Quelle:




     

  • Ebringen - Schneeburg (Burg Snewesberg)

    Schneeburg

    Luftbildaufnahme H-J van Akkeren
     Alternativname(n)  Burg Schneeberg
     burg Snewesberg
     núwe unde wilde Snevspurg
     Landkreis  Breisgau-Hochschwarzwald
     Gemeinde  Ebringen
     Entstehungszeit  Ende 13. Jh.
     Ersterwähnung  1312 Mai 5.
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Spornlage
     Erhaltungszustand  Ruine
     Geografische Lage  47.96066/7.79799
     Höhenlage  516 m ü. NHN

    Ebringen - Schneeburg

     

    gut erhaltene Burgruine

      Parkmöglichkeit Gasthaus Schönberghof, Unterer Schönberghof 1, 79285 Ebringen.

    Lage

    Östlich oberhalb von Ebringen auf eine Höhe von ca. 515 m befindet sich die Burgruine Schneeburg. Sie liegt am südlichen Ende eines Bergrückens, der nach Norden sanft abschüssig verläuft, in den anderen Himmelsrichtungen jedoch steil abfällt. Die Angriffsseite befand sich daher an der Nordflanke der Burgstelle, die mit einem 15 m breiten und 10 bis 12 m tiefen Halsgraben als Annäherungshindernis abgesichert wurde. Die West- und Südflanken wurden durch einen vorgelagerten Wall und einem Graben abgesichert. Die Ostseite fällt so steil und tief ab, dass auf einen weiteren Verlauf des Wallgrabens verzichtet wurde. An der Nordwestseite in Richtung Ebringen ist der Wall durch einen Graben unterbrochen. An dieser Stelle könnte sich der Zugangsweg zur Burganlage befunden haben.
    Die Bauzeit der Schneeburg erfolgte vermutlich gegen Ende der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Erbauer sind unbekannt. Die Zerstörung der Burg um 1525 im Bauernkrieg ist unwahrscheinlich, da sie zu der Zeit bereits verfallen war. Der Herrschaftssitz war bereits ins Tal verlegt worden.

    Der rechteckig angelegte Bau der Burg nimmt eine Grundfläche von ca. 38 mal 17 m ein. Die noch sichtbaren zweischaligen Bruchsteinmauern haben eine Stärke von 1,2 bis 1,4 m.
    Im nordwestlichen Teil der Burg steht heute noch ein etwa 13 m hohes Mauerwerk. Die Balkenlöcher im Erdgeschoss weisen auf eine Geschosshöhe von 5 m hin. Darüber befinden sich im Mauerwerk zwei übereinanderliegende Fenster, dessen Stockwerkshöhen etwa 2,5 m hoch waren.


    Wandern zur Schneeburg

    Vom Freiburger Hauptbahnhof beträgt die Wanderstrecke ca. 6 KM.
    Eine kurze Wanderstrecke für Familien mit Kindern bietet sich der Parkplatz bei der Berghauser Kapelle in Ebringen an. Die kurze Wanderstecke von ca. 1,7 KM hinauf zur Schneeburg kann in ca. 30 Min. zurückgelegt werden.


    Gastronomie

    Die Gaststätte Unterer Schönberghof gehörte im 15. Jahrhundert als Wirtschaftshof zur Schneeburg und befindet sich auf der Ostseite der Burganlage. Der Versorgungshof wurde im 30jähringen Krieg zerstört und im 18. Jahrhundert wieder aufgebaut. Heute befindet sich darin das Gasthaus Schönberghof (https://gasthaus-schoenberghof.de).
    Die Gaststätte ist auch mit dem PKW erreichbar, die Anzahl der Parkplätze ist begrenzt. Über einen Fußweg ist die Schneeburg in 5 bis 10 Minuten erreichbar.


    Geschichte

    715/716-721 Der Ort Ebringen wird erstmals in einer Urkunde des Klosters St. Gallen genannt.

    817 Kaiser Ludwig der Fromme überträgt dem Galluskloster zustehende Einkünfte von verschiedenen Orten, darunter auch solche aus dem erstmals erwähnten Talhausen.

    1302 Das Vorhandensein der Schneeburg bei Ebringen wird indirekt in einer Urkunde von 1302 als Wilde Schneeburg im Oberrieder Tal als núwe unde wilde Snevspurg bezeichnet. Daraus wird ersichtlich, dass es auch eine „alte“ Schneeburg gegeben haben muss. Hierbei müsste es sich um die Schneeburg bei Ebringen gehandelt haben.

    5. Mai 1312  Erste urkundliche Erwähnung der Schneeburg als burg Snewesberg. In einem Vergleich einigt sich Friedrich von Hornberg, der im Besitz der Schneeburg war, mit dem Zisterzienserkloster Tennenbach. Hierbei ging es um Schäden an der Burg, welche die Mönche bei der Verfolgung eines „Abtrünnigen“ verursacht hatten, da dieser auf die Schneeburg flüchtete.

    1349 überträgt Werner von Hornberg die Burg und den Wirtschaftshof (heute Gaststätte Schönberghof) an das Kloster St. Gallen und erhielt sie als Lehen zurück.

    1387 Beatrix, die Witwe von Johann Schnewilin und Schwester Werner von Hornbergs, und ihre Söhne verzichteten gegen eine Zahlung von 200 Gulden auf Ihre Ansprüche an Ebringen und der Schneeburg.

    1458 Hans von Embs kam durch die Heirat mit der Witwe Konrads von Hornberg, Benignosa von Rathsamhausen, in den Besitz der Herrschaft. Zwei Jahre später wurde er auch vom Kloster St. Gallen belehnt.

    1491/92 Nach dem Tod von Hans von Embs wurde seine Witwe Helena, geborene von Klingenberg, durch ihren Schwiegersohn Jörg von Ebenstein vertreten, dessen Witwe um 1500 Sigmund von Falkenstein heiratete. Nach jahrelangem Streit wurde 1506 Sigmund von Falkenstein durch den Abt von St. Gallen belehnt.

    schneeburg05

    Schneeburg bei Ebringen 7

    • Schneeburg bei Ebringen 7
    • Autor: Hans-Jürgen van Akkeren
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    • Beschreibung: Scheeburg bei Ebringen. Foto: © Hans-Jürgen van Akkeren 2022
    • schneeburg06
    • Autor: Hans-Jürgen van Akkeren
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    • Beschreibung: Die Schneeburg bei Ebringen (FR) Fotos Hans-Jürgen van Akkeren 18.05.2012
    • schneeburg04
    • Autor: Hans-Jürgen van Akkeren
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    • Beschreibung: Die Schneeburg bei Ebringen (FR) Fotos Hans-Jürgen van Akkeren 18.05.2012
    • Schneeburg bei Ebringen 3
    • Autor: Hans-Jürgen van Akkeren
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    • Beschreibung: Scheeburg bei Ebringen. Foto: © Hans-Jürgen van Akkeren 2022

    Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren

     

    Video: Hans-Jürgen van Akkeren 2014 (https://youtu.be/oBh0q7yXga4)

     

    grundriss_schneeburg_ebrignen

    Quellen:

     


     

     

  • Eichstetten - Burgstelle

    Flurname Burg
    Burg Eichstetten 01

     Alternativname(n)  Burg Eichstetten
     Landkreis  Breisgau-Hochschwarzwald
     Gemeinde  Eichstetten a. K.
     Entstehungszeit  1200 Jhd.
     Ersterwähnung  1113
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Hanglage
     Erhaltungszustand  Burgstall
     Geografische Lage  48.09207/7.74410
     Höhenlage  208 m ü. NHN

    Eichstetten - Burgstelle

     

    ehemalige Burgstelle, nichts ist mehr erkennbar

    Am südlichen Ortsrand von Eichstetten befindet sich auf einer Anhöhe eine ehemalige Burgstelle. Eichstetten wird erstmals im Jahr 737 in Zusammenhang mit dem Kloster Murbach urkundlich erwähnt. Die Burg wurde von den im 12. Jahrhundert nachgewiesenen Herren von Eichstetten, einem Zweig der Hessonen und Vorfahren der späteren Üsenberger, erbaut und 1113 erwähnt.

    In einer Urkunde vom 13. November 1315 verkaufen die Brüder Ulrich und Rüdin Herren von Eichstetten ihre Burg an die Brüder Burkard und Gebhart von Üsenberg. Die Burg scheint noch intakt zu sein, denn in dieser Urkunde sprechen Sie von unser Burg. Am 20. September 1356 wird die Burg dann in einer Urkunde als Burgstall bezeichnet (das burgstal ze Eystat).

    Am 10. August 1418 verleiht König Sigmund den Dörfern Emmendingen und Eichstetten das Marktrecht, Jahr- und Wochenmärkte abzuhalten.

    Die Herren von Eichstetten waren ein im 11. und 12. Jahrhundert im südlichen Schwarzwald begütertes Adelsgeschlecht, das sich nach Eichstetten am Kaiserstuhl nannte. Die Herren von Eichstetten gehen vermutlich auf einen im Jahr 1052 urkundenden Adligen Hesso zurück, der in diesem Jahr in Eichstetten eine Kirche errichten und weihen ließ und dort vermutlich ein Eigengut besaß. Hesso gehörte vermutlich zu dem in Süddeutschland weit verbreiteten Adelskreis der Hessonen. Er und seine Brüder werden als Begründer mehrerer im südlichen Breisgau begüterter Adelsgeschlechter angesehen, so der Grafen von Nimburg und der Üsenberger. Die genaue Genealogie und Verwandtschaft ist dabei aber noch nicht abschließend geklärt. Ein weiteres auf Hesso zurückgehendes Adelsgeschlecht sind die Herren von Eichstetten, die unter dem Leitnamen Eberhard ab etwa 1100 über drei Generationen fassbar sind.

     

    Burg Eichstetten 01Burg Eichstetten 02

    Burg Eichstetten 03Burg Eichstetten 04

    Fotos 2020 Hans-Jürgen van Akkeren

     

    1052-1100 In diesem Zeitraum enstand eine erste Turmburg als Sitz eines später nach Eichstetten benannten Adelsgeschlecht.

    um 1130 Erste schriftliche Erwähnung einer Burg Eichstetten im Besitz des adligen Eberhard von Eichstetten.

    1248 5. April 1248. Die Markgrafen Hermann und Rudolf von Baden verleihen ihr Lehen zu Eichstetten, welches bis jetzt die Brüder Rudolf und Burkart von Üsenberg innehatten, an Hesso, den Sohn von Burkart von Üsenberg.
    (GLA KA 21 Nr. 1989)

    1284 13. Oktober 1284. Hesso und Rudolf von Üsenberg verkaufen ihren Hof zu Eichstetten an Johann Bitterolf, Bürger zu Freiburg, um 60 Mark Silber.
    (GLA KA 21 Nr. 1957)

    1303 29. Mai 1303. Dietrich von Tußlingen, Schultheiß von Freiburg, verkauft an Johann Oesen, Bürger zu Freiburg, 1 Mark Silber Gült von der Mühle zu Eichstetten um 10 Mark Silber, die er von Hesso von Üsenberg hatte.
    (GLA KA 21 Nr. 2000)

    1315 13. November 1315. Urich von Eichstetten und sein Bruder Rüdin verkaufen an die Brüder, den Herren Burkard und Gebhart von Üsenberg ihre Burg mit Baumgarten zu Eichstetten um 140 Mark Silber.
    (GLA KA 21 Nr. 1964) Urkunde und Siegel der Herren von Eichstetten.

    1318 20. Februar 1318. Ritter Ulrich der Frye von Eichstetten verkauft seinen Anteil und seine Rechte an dem sogenannten Husenhof zu Eichstetten an Nikolaus Ederlin, Bürger zu Freiburg, um 23 Mark Silber.
    (GLA KA 21 Nr. 1958) Urkunde und Siegel der Herren von Eichstetten.

    1323 31. August 1323. Ulrich von Eichstetten verkauft eine Gült von 7 Mutt Roggen von seinem Hof zu Eichstetten an Wilhelm den Hefenler, Bürger zu Freiburg, um 8 Pfund Stäbler.
    (GLA KA 21 Nr. 1912) Urkunde und Siegel der Herren von Eichstetten.

    1326 23. Juni 1326. Gertrud und Kunigunde, Töchter des verstorbenen Ritters Walther von Buchhein, Klausnerinnen[6, Klausner/in=Einsiedler] zu Eichstetten, übergeben ihre Klause dem Predigerkloster zu Freiburg. 
    (GLA KA 21 Nr. 1966)

    1356  20. September 1356. Johann von Üsenberg urkundet, daß er von den Lehen und Gütern zu Eichstetten, welche er von Graf Friedrich zu Freiburg zu Lehen hatte, den Göttinshof und den Burgstall zu Eichstetten für sich behalten habe.
    (GLA KA 21 Nr. 1990)

    1356 20. September 1356. Graf Friedrich von Freiburg, Landgraf im Breisgau, verleiht auf Bitten von Johann und Hesso von Üsenberg den Kirchensatz und das Dorf Eichstetten dem Ritter Gerhard, Schultheiß, und dem Bürger Johann Kruschli zu Endingen als Lehen.
    (GLA KA 21 Nr. 1991)

    1357 1. Februar 1357. Johann von Üsenberg verspricht der Stadt Endingen Schadloshaltung dafür, daß sie Währschaft für den Verkauf des Dorfs Eichstetten geleistet hat.
    (GLA KA 21 Nr. 2016)

    1357 25. Februar 1357. Margarethe, Witwe von Otte von Keysersberg, gibt ihrer Tochter, Klosterfrau zu Günterstal, mehrere Gülten zu Eichstetten.
    (GLA KA 21 Nr. 1916)

    1357 31. Oktober 1357. Johann von Üsenberg verkauft mit Einwilligung der Pfalzgräfin Klara von Tübingen und seines Bruders Hesso das Dorf Eichstetten mit allem Zubehör an Johann den Malterer, den Ritter Johann Snewli und Dietrich von Falkenstein um 500 Mark Silber.
    (GLA KA 21 Nr. 2017)

    1360 12. Dezember 1360. Graf Egen von Freiburg verleiht auf Bitten seines Vetters Johann von Üsenberg das Dorf Eichstetten mit allem Zubehör Hesso Snewelin im Hof, Johann Snewelin, Konrad Dietrichs Snewelins sel. Sohn, Ritter Dietrich von Falkenstein und Martin Malterer.
    (GLA KA 21 Nr. 1992)

    1366 29. Mai 1366. Abrecht Ruber von Kenzingen, Bürger zu Freiburg, verkauft seinem Sohn Heinrich 5 Pfund Pfennig Gült von Gütern zu Eichstetten um 25 Pfund Stäbler.
    (GLA KA 21 Nr. 1917)

    1372 1. November 1372. Johann von Üsenberg entscheidet als Lehnsherr der Kirche zu Eichstetten, daß die Kapelle des Altars zu St. Niklaus in dieser Kirche 10 Schilling Gült mit Recht zu fordern habe.
    (GLA KA 21 Nr. 1967)

    1376 6. November 1376. Hesso von Üsenberg verschreibt seiner Gemahlin Agnes von Geroldseck 800 Mark Silber zu Eichstetten, Nieder-Rimsingen, Leuselheim und die Leute zu Achkarren.
    (GLA KA 21 Nr. 2010)

    1376 13. Dezember 1376. Johann unterm Rein von Eichstetten gibt seine Rechte an 10 Mannshauet Reben zu Eichstetten auf zugunsten des Predigerklosters zu Freiburg.
    (GLA KA 21. 1982)

    1378 3. Juni 1378. Bischof Heinrich von Konstanz beauftragt den Dekan in Endingen, den von Hesso von Üsenberg präsentierten Albert Fuchs von Ettlingen in die Pfarrei Eichstetten einzweisen.
    (GLA KA 21 Nr. 1968)

    1379 6. Februar 1379. Hesso von Üsenberg verleiht seinem Kaplan Abreht Fusch von Ettlingen die Kirche zu Eichstetten.
    (GLA KA 21 Nr. 1969)

    1379 17. September 1379. Kardinal Pileus bestätigt dem Albert Fusch von Ettlingen den Besitz der Pfarrkirche zu Eichstetten.
    (GLA KA 21 Nr. 1970)

    1379 15. Oktober 1379. Bischof Heinrich von Konstanz stellt ein Vidimus der Urkunde des Kardinals Pileus aus vom 16. September 1379 über die Übertragung der Pfarrstelle zu Eichstetten.
    (GLA KA 21 Nr. 1971)

    1379 10. November 1379. Abreht von Ettlingen, Kirchherr zu Eichstetten, überläßt den Kindern der verstorbenen Hesso und Johann von Üsenberg die Einkünfte der Kirche mit einigem Vorbehalt.
    (GLA KA 21 Nr. 1972)

    1381 18. März 1381. Albertus Fusch, Rektor der Pfarrkirche zu Eichstetten, protestiert durch ein Notariatsinstrument gegen Johann von Ruti, welcher des ersteren Pfarre beansprucht. 
    (GLA KA 21 Nr. 1973)

    1381 6. April 1381. Kardinal Guillermus sichert Johann von Ruti von neuem die Pfarrei Eichstetten zu.
    (GLA KA 21 Nr. 1974)

    1381 15. Mai 1381. Albert Fuchs, welchem die Pfarrei Eichstetten streitig gemacht wird, appelliert durch Notariatsinstrument an den römischen Stuhl.
    (GLA KA 21 Nr. 1975) LOGO des Urkundenschreibes (Et ego Johes... Scriptormonem in... opido friburgen) der Urkunde IOh mit zwei sechsstrahligen Sternen. Vielleicht ein Johans Meyger (von Kürnberg)?

    1381 28. Dezember 1381. Graf Egen von Freiburg übernimmt von Herzog Leopold von Österreich das Dorf Eichstetten nebst Wittumhof und Kirchensatz daselbst als Lehen.
    (GLA KA 21 Nr. 1993)

    1381 28. Dezember 1381. Herzog Leopold von Österreich belehnt Graf Egen von Freiburg mit dem Dorf Eichstetten, dem Wittumhof und Kirchensatz daselbst.
    (GLA KA 21 Nr. 1994)

    1382 5. Juni 1382. Ein Schiedsgericht entscheidet, daß die hinterlassenen Töchter Anna und Agathe des Hesso von Üsenberg das Dorf Eichstetten behalten und dem Lehnsherrn, Graf Egen von Freiburg, einen ebenso guten Träger stellen sollen, als ihr Vater war. Das Schlichtung des Streits zwischen den Parteien wurde in Neuenburg a. R. abgehalten.
    (GLA KA 21 Nr. 1995)

    1383 25. Mai 1383. Graf Egen von Freiburg und Markgraf Hesso von Hochberg, letzterer für sich und seine Vogtkinder von Üsenberg, treffen ein Abkommen wegen des Kirchensatzes zu Eichstetten.
    (GLA KA 21 Nr. 1987)

    1384 23. Juli 1384. Ein Schiedsrichter entscheidet den Streit, welchen das Prediger-Kloster zu Freiburg und Johanns Wißen, Kaplan zu St. Niklaus in Eichstetten, wegen einer Gült von 10 Schillingen zu Eichstetten miteinander haben.
    (GLA KA 21 Nr. 1977)

    1395 1. April 1395. Graf Konrad von Freiburg, Landgraf im Breisgau, belehnt den Markgrafen Hesso zu Hochberg mit dem Kirchensatz zu Eichstetten und dem Wittumhof (7 Witum Widum, Grimm, Idiotikon) daselbst.
    (GLA KA 21 Nr. 1996)

    1395 1. April 1395. Markgraf Hesso zu Hochberg übernimmt vom Grafen Konrad von Freiburg das Dorf und den Kirchensatz zu Eichstetten und den Wittumhof daselbst als Lehen.
    (GLA KA 21 Nr. 1997)

    1397 14. Dezember 1397. König Wenzel gestattet dem Markgrafen Hesso von Hochberg, an einem der Orte Eichstetten, Hochstetten, Theningen oder Weisweil einen Zoll zu erheben.
    (GLA KA D Nr. 445)

    1397 Freitag nach St. Luciae 1397. Freiheitsbrief von König Wenzel für Markgraf Hesso I. von Baden-Hachberg, daß er zu Eichstetten und Theningen, jedoch nur an einem dieser Orten einem jeden mit Kaufmannsware beladenen Wagen zwölf, von jedem so beladenen Karren sechs und von jedem dergleichen tragenden Pferde zwei Straßburger Pfennige Zoll nehmen, ferner zu Weisweil einen Rheinzoll als ein Reichslehen, und zwar von jedem Fardel einen alten großen Turnos (etwa ein alter 6. Bätzner) von Kaufmannsware nach Marzahl erheben dürfe.
    (GLA KA 36 Nr. 2434)

    1399 27. Dezember 1399. Graf Eberhard zu Württemberg entscheidet den Streit, welchen Markgraf Hesso von Hochberg und Kaspar von Klingenberg, Gemahl von Margarethe der Maltrerin, wegen Eichstetten und anderem miteinander führen.
    (GLA KA 46,´Nr. 1563)

    1416 27. August 1416. Kaspar von Klingenberg und seine Gemahlin Margarethe die Maltererin gestatten dem Markgrafen Bernhard von Baden die Wiederlösung des Dorfs Eichstetten mit allem Zubehör um 3.000 Gulden.
    (GLA KA 21 Nr. 2018)

    1418 10. August 1418. König Sigmund verleiht den Dörfern Emmendingen und Eichstetten das Recht, Jahr- und Wochenmärkte abzuhalten.
    (GLA KA D Nr. 619) (Regesta Imperii)

    1422 15. Juni 1422. Fritschi Zund von Neuenburg verkauft den beiden Klausnerinnen in der Klausen zu Eichstetten mehrere Gülten um 27 Pfund Pfennige.
    (GLA KA 21 Nr. 1925)

    1429 19. April 1429. Peter Walter unterm Rein, Schuhmacher und Bürger zu Freiburg, verkauft den geistlichen Schwestern in der Klause zu Eichstetten 1 Zweitel Matten zu Eichstetten um 3 Pfund Pfennige.
    (GLA KA 21 Nr. 1984)

    1430 23. Juni 1430. Markgraf Jakob von Baden urkundet, daß Ihringen, Eichstetten, Baldingen und Malterdingen von der Hälfte der Haftung Endingen gegenüber befreit sind.
    (GLA KA 21 Nr. 2005)

    1420 4. Juni 1420. Der bischöfliche Generalvikar zu Konstanz entscheidet den Streit über das Besetzungsrecht der Pfarrei Eichstetten, welches Herzog Friedrich von Österreich und Markgraf Bernhard von Baden beanspruchen.
    (GLA KA 21 Nr. 1978)

    1432

    5. Mai 1432. Henni Gerung von Eichstetten setzt andere Güter, als bisher verpfändet gewesen, zum Pfand für 1 Saum Wein Gült, welches das Prediger-Kloster zu Freiburg von Gütern zu Eichstetten bezieht.
    (GLA KA 21 Nr. 1928) Siegel der Urkunde des Grafen Cunrat von Tuwingen Herre ze Lichteneyk
     

    1432

    24. Mai 1432. Das Barfüßer-Kloster zu Freiburg verkauft eine Gült von 3 Mutt Roggen und 4 Kapaunen von der mittleren Mühle zu Eichstetten dem Markgrafen Jakob von Baden um 5 Pfund Pfennige.
    (GLA KA 21 Nr. 2001)

    1439 3. Januar 1439. Hans Snewly von Landeck, Ritter, und seine Gemahlin Margarethe von Landsberg verkaufen ihren Hof zu Eichstetten dem Kloster St. Klara zu Freiburg um 900 Gulden.
    (GLA KA 21 Nr. 1986)

    1453 2. Oktober 1453. Fritschi Zund übergibt seiner Tochter (Stieftochter) Margarethe Hetzlin, Meisterin in der Klause zu Eichstetten, mehrere Gülten daselbst.
    (GLA KA 21 Nr. 1934)

    1477 30. Januar 1477. Markgraf Christoph von Baden bestimmt Trutpert, Herrn zu Staufen, und Anton Meyger zu seinen Bevollmächtigten für das auf Montag nach Reminiscere zu Eichstetten am Kaiserstuhl angesetzte Lehngericht.
    (GLA KA 21 Nr. 68)

    1479 2. Juni 1479. Konrad Krebs von Eichstetten verkauft den geistlichen Schwestern in der Klause zu Eichstetten 1/2 rheinischen Gulden von 2 Jauchert Reben und Äckern zu Eichstetten um 10 rheinische Gulden.
    (GLA KA 21 Nr. 1938) Auffällige Ähnlichkeit des Siegelwappens mit dem heutigen Wappen der Gemeinde Eichstetten

    1505 15. September 1505. Andreas Hüpschmann, Edelknecht, verkauft dem Prediger-Kloster zu Freiburg alle seine Gülten zu Eichstetten gegen jährliche 5 Pfund Pfennige.
    (GLA KA 21 Nr. 1940)

    1508 27. März 1508. Markgraf Christoph von Baden leiht von Bastian von Blumnegg 1.100 Gulden, verzinslich mit 55 Gulden, unter Verpfändung der Dörfer Eichstetten, Malterdingen, Denzlingen und Weisweil.
    (GLA KA 21 Nr. 2006)

    1526 19. Juni 1526. Das Kloster St. Agnes zu Freiburg verzichtet auf die Gülten zu Eichstetten, welche Markgraf Ernst von Baden-Hochberg dem Kloster für die Aufnahme seiner Tochter Elisabeth dem Kloster versprochen hat.
    (GLA KA 21 Nr. 1942)

    1527 20. Dezember 1527. Das Kapitel zu Endingen bescheinigt den Empfang von 60 Gulden, auf welche Summe durch Vermittlung der Markgrafen Philipp und Ernst von Baden seine Kostenersatzforderung an den Propst zu Baden aus dem Rechtsstreit wegen der Todfallpflicht von dessen Pfarrei zu Eichstetten verglichen worden ist.
    (GLA KA 21 Nr. 1988)

    1541 12. März 1541. Abt Lorenz und der Konvent des Klosters Ettenheimmünster verkaufen ihre Gülten zu Eichstetten und Bötzingen dem Junker Jakob Vey um 165 Gulden.
    (GLA KA 21 Nr. 870)

    um 1855 Der damalige Besitzer des Burggeländes sprengt die letzten Teile der Ruine mit Schwarzpulver. Viele Befunde, darunter verzierte Fußbodenplatten, Keramik, Armbrustbolzen, Pfeil- und Lanzenspitzen, Hufeisen und Schlüssel werden in das Landesmuseum in Karlsruhe verbracht. Die Fundstücke sind heute größtenteils verschollen.
    Bis 2007 wurde das Gelände für den Rebbau genutzt und ist heute ein Aussichtspunkt.

    Quellen: GLA KA = Permalink des Generallandesarchivs Karlsruhe

    Burg Eichstetten 05 Hinweistafel
    Foto der Hinweistafel auf dem Gelände der ehemaligen Burgstelle


     

  • Elzach - Altes Schloss

    Altes Schloss Elzach


     Alternativname(n)  Burg Elzach,
     "Alt Schloß" (zur Sloß) (1583),
     alte Kypenheimische Schloß (1657)
     Landkreis  Emmendingen
     Gemeinde  Elzach
     Entstehungszeit  vor 1250
     Ersterwähnung  1583
     Burgentyp  Niederungsburg
     Lage  Hügellage
     Erhaltungszustand  Burgstall
     Geografische Lage  48.17347/8.07058
     Höhenlage  361 m ü. NHN

    Elzach - "Altes Schloss"


      ehemalige Burgstelle, nichts ist mehr erkennbar


    Informationen zum "Alten Schloss" in Elzach siehe beitrag Elzach 1250.


    Quellen:



  • Elzach - Reischachisches Schloss

    Reischachisches Schloss


     Alternativname(n)  Reischachische Haus (1583)
     Landkreis  Emmendingen
     Gemeinde  Elzach
     Entstehungszeit  16. Jh.
     Ersterwähnung  1583
     Burgentyp  Niederungsburg
     Lage  Scherburg beim Stadttor
     Erhaltungszustand  Burgstall
     Geografische Lage  48.17338/8.07168
     Höhenlage  355 m ü. NHN

    Elzach - "Reischachisches Schloss"


      ehemaliges Schloss, nichts ist mehr erkennbar


    Informationen zum "Reischachische Schlosss" in Elzach siehe beitrag Elzach 1250.


    Quellen:



  • Emmendingen - Hochburg

    Hochburg


     Alternativname(n)  Burg Hachberg,
     Hochberg (1406)
     Landkreis  Emmendingen
     Gemeinde  Windenreute
     Entstehungszeit  vor 1127
     Ersterwähnung  1127
     Burgentyp  Höhenburg
     Erhaltungszustand  Ruine
     Lage  Kammlage
     Geografische Lage  48.11705/7.90048
     Höhenlage  343,6 m ü. NHN
     Staatliche Schlösser
     und Gärten
    hochburg-emmendingen.de
     Burgverein  hochburg.de
     Burgführungen  www.hochburg.de/start/
     fuehrungen.html
     Burgmuseum  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Emmendingen - Hochburg,  Burg Hachberg

    gut erhaltene Burgruine

     

     


    Lage

    Die Burg steht heute auf dem Stadtgebiet Emmendingen, Gemarkung Windenreute und ist im Besitz des Landes Baden-Württemberg. Die Hochburg liegt ca. 4,5 km östlich von der Kreisstadt Emmendingen auf einer Felsenerhebung des Hornwaldes.
    Nach der Burg Rötteln bei Lörrach, ist sie die größte Burgruine des badischen Oberlandes.
    Der heutige gewaltige Burgkomplex stammt hauptsächlich aus den Bauten des 13. bis 17 Jh., größtenteils aus der letzten Periode.

     

    Plötzlich über vier Mal so groß!

    Artikel "Burg und Festung Hochburg" von Bertram Jenisch S.53 im Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege 1/2017

    Neu entdeckte Festungswerke um die Hochburg bei Emmendingen
    Bei der Erfassung archäologischer Bodendenkmale haben neue Prospektions- methoden wie der Airborne-Laserscan neue Möglichkeiten eröffnet. Gelände- formationen im Wald können damit ergänzend zu der bereits seit Langem sys- tematisch betriebenen Luftbildarchäologie erkannt werden. Das Potenzial, das in der Anwendung dieser Methode liegt, lässt sich anhand der barocken Festungsanlage Hochburg bei Emmendingen veranschaulichen.

    hochburg-emmendingen.LAD.BW

    Emmendingen, Hochburg.
    Airborn-Laserscan ergänzt mit der entzerrten
    Lage der historisch überlagerten Festungswerke.
    1 Hochburg; 2 Festungswerk Hornwald;
    3 Hornwerk am nördlichen Zugang; 4 Meierhof.

    Dr. Bertram Jenisch

    Gesamter Inhalt des Aufsatzes: http://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/nbdpfbw/article/download/36513/30172

     

    Geschichte zur Burg Hachberg

    Im ll. Jahrhundert gründete vermutlich Dietrich von Hachberg aus dem Hause der Grafen von Nimburg die erste Burganlage.
    1127 Erste urkundliche Erwähnung in einer Urkunde des Bischofs Uldarich von Konstanz - Allodium ad Hachberg

    1161 Vertragsabschluß auf der Burg HACHBERG über den Kauf von Grund und Boden zur Gründung des Klosters Tennenbach in Gegenwart von Markgraf Hermann IV. v.Baden und vielen Adeligen aus dem Breisgau.

    1218 Heinrich I. Markgraf von Baden begründete die Linie der Markgrafen von Baden-Hachberg mit Sitz auf der HOCHBURG.

    1352 Friedrich von Üsenberg († 1354) verkauft die Stadt KENZINGEN samt der Herrschaft Kirnburg für 2440 Mark Silber an seinen Schwager Markgrafen Heinrich IV. von Hachberg. Dieser bestätigt die Rechte der Stadt, anerkennt aber nicht die seit 1298 bestehende österreichische Lehenhoheit.

    1354 Die Kenzinger Linie der Üsenberger stirbt aus. KENZINGEN kommt in den Besitz der Markgrafen von Hachberg.

    1365 Markgraf Heinrich IV. von Hachberg klagt vor dem kaiserlichen Lehensgericht. Ergebnis: KENZINGEN und die Herrschaft Kirnburg bleiben Rudolf von Österreich unterstellt.

    1366 Die Stadt Freiburg erhält den kaiserlichen Befehl zur Lösung des Bündnisses mit KENZINGEN. Erklärung der Reichsacht über Markgraf Heinrich IV. von Hachberg.

    1389 Markgraf Otto I. fällt in der Schlacht bei Sempach auf Seiten der Habsburger gegen die Eidgenossen. Teilung von Burg und Herrschaft HACHBERG zwischen seinen Brüdern Johann und Hesso. Erste schriftliche Benennung von Teilen der Burg.

    1406 Graf Rudolf von Hohenberg, Graf Johann von Lupfen und Walter von Klingen urteilen im Streit zwischen Markgraf Rudolf von Hochberg und Burkart Münch von Landskron wegen der hohen Gerichtsbarkeit zu Schliengen. (GLA KA 21 Nr. 6714 / 29. März 1406)

    1415/18 Markgraf Bernhard I. von Baden erwirbt von dem völlig verschuldeten Markgrafen Otto II., Burg und Herrschaft HACHBERG für 80.000 Rheinische Gulden.

    1420 Kaiser Sigismund verpfändet die Stadt Kenzingen und Herrschaft dem Markgrafen Bernhard I. von Baden, später dem Hermann von Snewelin von Landeck.

    1424 Im Krieg des Oberrheinischen Städtebundes gegen Markgraf Bernhard I. v. Baden kann sich die Burg behaupten, während Emmendingen zerstört wird.

    1525 Vergeblicher Versuch aufständischer Bauern, die Burg zu stürmen.

    1553-77 Grundlegende bauliche Neugestaltung der Burg nach den Erkenntnissen der aktuellen Befestigungsbauweise durch Markgraf Karl II.

    Zu Beginn des 17. Jahrhunderts Ausbau zur Landesfestung unter Markgraf Georg Friedrich, durch den Bau von sieben Bastionen rund um die Burg.  

    1634-36 Einschließung der Burg durch Truppen der Katholischen Liga im 30 - jährigen Krieg. Kapitulation der Besatzung nach 2-jähriger Belagerung. Anschließend Demolierung und Schleifung der Anlage.

    1660-78 Wiederaufbau und Modernisierung der Festung.

    1679 Der Friede von Nymwegen beendet den Holländischen Krieg und spricht den Franzosen Breisach und Freiburg zu.

    1681 Freiwillige Zerstörung der äußeren Werke um einem Präventivschlag der Franzosen entgegen zu wirken.

    1684 Ein Brand vernichtet die Oberburg.

    1688/89 Besetzung der Burg durch Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. und anschließende Sprengung der noch vorhandenen inneren Festungswerke.

    1699 Ein Wiederaufbau wird wegen der hohen Kosten und wegen der erwiesenen Wirkungslosigkeit der Festung ohne entsprechende Unterstützung durch Feldarmeen verworfen. Seitdem verfallen die zerstörten Bauten weitgehend.

    Ende des l9.Jahrh. wurden erste bauliche Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen ergriffen, die auch in den Anfangsjahren unseres Jahrhunderts weitergeführt wurden. Die beiden Weltkriege unterbrachen die Arbeiten an der Ruine. Seit 1971 wird die Burganlage durch den Verein zur Erhaltung der Hochburg mit Sitz in Emmendingen und seinen Helfern in ehrenamtlicher Arbeit betreut.  

    Verein zur Erhaltung der Ruine Hochburg e.V. Emmendingen

    https://www.hochburg.de/

    Geschäftsstelle:
    Rathaus, Landvogtei 10, 79312 Emmendingen





    Geschichtliche Austellung in der Burgruine Hochburg
    Emmendingen, Tel: (07641) 452219
    Öffnungszeiten: 01.04. -31.10., So. & Feiertags 14.00-18.00 Uhr
    Gruppen nach Vereinbarung.

    Historix-Führungen in Gewandung auf der Burg Hachberg

      


    Stahlstich von Lederle um 1879

     


    Film: Hans-Jürgen van Akkeren 2014
    Link: http://youtu.be/vMRLhW2dZ5U

    Text/Fotos/Film: Hans-Jürgen van Akkeren
    Quelle: Broschüren von Rolf Brinkmann, Bahlingen.

     


     

  • Endingen - Koliburg

    Koliburg
    Endingen - Koliburg hangabwärts gestürtze Schildmauer Plateau Mitte Westseite
    Mauerreste
     Alternativname(n)  Burg Koliberg
     Landkreis  Emmendingen
     Gemeinde  Endingen
     Entstehungszeit  um 1200
     Ersterwähnung  1278
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Spornlage
     Erhaltungszustand  wenig Mauerreste
     Halsgraben
     Geografische Lage  48.12322/7.69105
     Höhenlage  359,1 m ü. NHN

    Endingen - Koliburg

    Burgstelle erkennbar, keine Ruinenreste

     

    Lage


    Der Standort der Burg befindet sich auf dem Koliberg ca. 2,35 km südlich von Endingen, Gemarkung Endingen.
    Leider konnte ich bis heute noch keine verlässlichen Angaben über die Koliburg finden.
    Überreste der Burg sind heute kaum noch welche zu erkennen. Die Koliburg wird in manchen Karten vermeintlich als Üsenburg bezeichnet.

     

    Geschichte

    1231 und 1239 Der Name Koler wird erstmals erwähnt. Weitere Belge der Koler finden sich 1242, 1251, und 1258.

    1278 Die Burg Coliberc wird von Graf Egen von Freiburg zerstört.

    Im Streit um das Zähringer Erbe geriet Graf Egen von Freiburg 1275 in Opposition zum neuen König Rudolf von Habsburg. In diesem Streit um die Burg Zähringen (Reichsgut) hatten die Herren von Üsenberg sich vermutlich an der Belagerung der Stadt Freiburg beteiligt. Zwischen 1276 und 1281 hielt sich König Rudolf in Österreich auf. Graf Egen von Freiburg blieb betreffs der Burg Zähringen bei seiner Haltung gegen den König und zerstörte wärend der Abwesenheit Rudolfs, wegen der vorausgegangenen Königlich-Üsenbergischen Strafexpedition gegen Freiburg, die Burg Zähringen, die Koliburg und einen namenlosen Turm bei Breisach (Item destructum fuit Zeringen noviter edificatum, et turris probe Brisacum, et Coliberc). Bei diesem Turm könnte es sich um die Überreste der baufälligen Burg Üsenberg gehandelt haben.

    1321 Im sogenannten Kaiserstühler Krieg (1320-1322) stritten sich zu Beginn des 14. Jh. die Herren von Üsenberg mit den Herren von Falkenstein um die Herrschaft Bickensohl. Aus dem Gerichtsurteil von 1321 geht hervor, dass sich Burkhard I. von Üsenberg im Dorf und Bann Bickensohl, Rechte angemaßt hatte, die ihm nicht zustanden. Die Ortsherrschaft von Bickensohl wurde mit dem Urteil den Herren von Falkenstein zugesprochen. Burkhard III. und Gebhard von Üsenberg bestanden auf ihre alten Rechte und akzeptierten das Gerichtsurteil nicht und setzten ihre Fede gegen die Falkensteiner fort. Die Herren von Endingen, die eigentlich als Dienstmannen den Üsenberger unterstanden, unterstützten gemeinsam mit den Kolern (Nebenlinie der Herren von Endingen) die Herren von Falkenstein.

    Die Herren von Üsenberg zerstören im Herbst mit Hilfe der Endinger Bürger die Koliburg oberhalb der Stadt. In dieser Fehde wurden die drei Brüder Thomas, Johann und Walter von Endingen erschlagen. Durch den Tod der Brüder schaltete sich Graf Konrad II. von Freiburg gegen die Üsenberger ein. Die beiden Üsenberger gerieten dadurch in eine verzwickte Lage und baten Herzog Leopold von Österreich und Fürstbischof Johann von Straßburg im April 1322 um Vermittlung zwischen den Kriegsparteien.

    Die Auseinandersetzung endete für die Üsenberger am 19. Juni 1322 in einem Schlichterspruch. Für die drei erschlagenen Brüder mussten sie in einer Breisgau Kirche eine ewige Messpfründe, sowie ein ewiges Licht stiften. Die Messpfründe für Thomas von Endingen wurde in das Münster von Freiburg gestiftet. Dort befindet sich seit dem das "Endinger Chörlein" mit dem Glasfenster der Apostel Thomas und Matthias, sowie das Wappen des Thomas von Endingen (links) und das Wappen eines anderen Herrn von Endingen (rechts). Den Hinterbliebenen, der Witwe des Johann von Endingen, dem Grafen Konrad II. von Freiburg und der Stadt Freiburg mussten die beiden Üsenberger erhebliche Schadensersatzleistungen zahlen.

    Von der Koliburg übte das Geschlecht der Herren von Endingen bis dahin das Vogt- und Schultheißenamt aus. Die Burg wurde nicht wieder aufgebaut. Die Familie von Endingen verzichtete auf das Lehen und wanderte 1333 nach Straßburg aus.

     

    10.04.2009 Exkursion zur Koliburg mit Axel Lott (†)

    Koliburg_Exkursion_01 Koliburg_Exkursion_02

    Koliburg_Exkursion_03 Koliburg_Exkursion_04

    Koliburg_Exkursion_05 Koliburg_Exkursion_06

    Fotos: H-J. van Akkeren

    Quellen:



  • Entstehung der Burgen

    Entstehung der Burgen in Deutschland

    Kastenbuck 06 van Akkeren

    Burgus -> Burg

    Woher kommt das Wort Burg?

    Das Wort Burg wird vom latainischen Wort Burgus abgeleitet. Die Römer bauten am Limes Grenztürme, die von einem Wall und Graben umgeben waren. Das Wort Burgus haben sich die Römer damals aus der germanischen Sprache entliehen. Die Germanen pflegten zu dieser Zeit die kleinen Kastelle der Römer als Burgus zu bezeichnen.

    In keinem Teil Europas gibt es so viel Burgen wie im deutschen Sprachgebiet. Das Land Baden-Württemberg ist besonders reich.

    Die Burgen unseres Landes, die in ihren Ursprüngen oft weit in eine urkundenlose Zeit hinaufreichen, entstanden in der für das Mittelalter bezeichnenden Form jedoch erst vom 11. Jahrhundert ab in zunehmenden Maße.

  • Fotos Burg Kürnberg

    Fotos der Burg Kürnberg

    Verwandte Links: Bleichheim - Burg Kürenberc | Bleichheim - Kastenbuck | Breisach - Burg Üsenberg | Civitas Kencingin

     

    Kuernburg_Bergfried_und_Schildmauer Kuernburg_Kammergraben_Muehlstein

    Kuernburg_oberes_Tor Kuernburg_oberes_Tor_2

    Kuernburg_Palas Kuernburg_Schildmauer_vor_Bergfried

    Kuernburg_Sicht_nach_Westen_Vogesen Kuernburg_so-Ansicht

    Kuernburg_sw-Ansicht Kuernburg_w-Ansicht

    Kuernburg_Westseite_Aufgang                         Kuernburg_figur

    Kuernburg_WestPlatz_vor_Palas Kuernburg_Alice

    Fotos: 21.02.2010 Hans-Jürgen van Akkeren

     


     

  • Freiamt - Keppenburg

    Keppenburg
    Burg Keppenbach
     Alternativname(n)  Burg Keppenbach
     Landkreis  Emmendingen
     Gemeinde  Reichenbach
     (Freiamt)
     Entstehungszeit  13. Jh.
     Ersterwähnung  1276
     Burgentyp  Höhenburg
     Erhaltungszustand  Ruine
     Lage  Spornlage
     Geografische Lage  48.16480/7.91689
     Höhenlage  426 m ü. NHN

    Freiamt-Keppenbach - Keppenburg

    gut erhaltene Burgruine

     


    Lage

    Die Burg Keppenbach liegt in der Gemarkung Reichenbach, ein Ortsteil von Freiamt.


    Geschichte

    Die Besiedelung der Landschaft in Freiamt hat wohl im 11./12. Jahrhundert während der großen Rodungsepoche des Schwarzwaldes stattgefunden. Schon damals wussten die Menschen das sich zwischen den Gesteinen im Bundsandstein im Brettenbachtal Silbererzadern befinden könnten. So nahmen sich die Zähringer Herzöge günstiges Gelände und verdrängten dort sicher den mit der Rodung beschäftigten kleineren Adel. Zum Ritter von Keppenbach ernannten die Zähringer einen tüchtigen Untertanen und befahlen ihm, zum Schutze der Silbererzgruben eine Burg zu bauen. Diese erreicht zuletzt eine Länge von 200 Meter und eine Breite von35 Meter. Die Ausbeute an Silber war jedoch geringer als erhofft. Spätestens um 1800 wurde der Bergbau aufgegeben.

    1161 Erste urkundliche Erwähnung über die Ritter von Keppenbach. Hartmut von Keppenbach wird in einer Kaufurkunde von Tennebach als Zeuge aufgeführt. Da das alter der Burg nicht bekannt ist, lässt sich daraus schließen, daß zu dieser Zeit bereits die Burg Keppenbach existiert hat.

    1234 1234 und 1255 wird ein Dietrich, genannt Wilhelm, erwähnt, der bis 1267 lebte und dessen Gemahlin Bertha von Alzenach war. Sie zeigten sich beide als große Wohltäter des Klosters Tennenbach und anderen Klöstern. So schenkte Dietrich laut Urkunde vom 3. März 1255 seinen Hof in Hausen dem Kloster Günterstal und Bertha nach dem Tod ihres Gatten ihren Hof zu Hofstetten dem Johanniterhaus zu Freiburg laut Urkunde vom 9. Dezember 1267. Besonders aber vermachte sie dem Kloster Tennenbach eine Anzahl ihre Güter und Einkünfte in Keppenbach, auch einen Hof in Emmendingen.

    1255 Im Jahre 1255 wird Grossmann von Keppenbach und die beiden Brüder Ellinde und Volmar erwähnt.
    Die beiden Brüder bekamen Streit mit dem Markgrafen, welcher Ansprüche auf das Keppenbacher Gut machte.

    1276 Im Jahre 1276 gerieten vier Brüder von Keppenbach, dessen Namen nicht bekannt sind, mit dem Kloster Tennenbach wegen Weide und Wasser in Steit. König Rudolf von Habsburg, an den sich das Kloster wandte, erließ von Hagenau aus ein Schreiben an Markgraf Heinrich von Hachberg, und forderte ihn auf als Schiedsrichter den Streit beizulegen. Als dieser ablehnte, beauftragte der damit den Schultheißen aus Breisach Ritter Hildebrandt Spenli, der denn auch die Schlichtung vollzog laut Urkunde vom 9. Januar 1276.

    1294 Im Jahre 1294 verkauft Wilhelm von Keppenbach aus Geldmangel Güter an das Kloster Tennebach.

    1303
    Dieser Wilhelm von Keppenbach war ein Schwiegersohn des Ritter Johann von Weisweil den Alten und hatte in Gemeinschaft mit ihm eine Fehde mit dem Ritter Burkhard und seinen Söhnen Rudolf und Johann und der Stadt Freiburg, die aber laut Urkunde vom 16. Februar 1303 gütlich beigelegt wurde. Siegel von Wilhelm von Keppenbach 1303
    Wappensiegel von Wilhelm von Keppenbach von 1303

    1310 Im Jahre 1320 bewilligte dieser Wilhelm von Keppenbach seinem Lehensherrn Graf Egon von Freiburg den Wiederverkauf von 75 Mark Silber Kapital und 15 Pfund Zinz von den Silberbergwerken.

    1312 Nach einer Urkunde aus dem Jahre 1312 erhält Wilhelm und sein Vetter Johann von Keppenbach von Graf Egon und Konrad von Freiburg die Burg aufs neue verliehen.

    1334 Die Witwe Sophia des Johannes von Keppenbach vermachte dem Kloster Wonnental 10 Mut Roggen von ihrem Hof in Tutschfelden.

    1346 Die Ritter von Keppenbach gerieten erneut mit dem Kloster Tennenbach wegen Weide und Gefälle in Streitigkeiten, worauf zwischen dem Abt des Klosters und den Rittern ein Vergleich geschlossen wurde, 1356 aber von dem Schultheißen Hanemann Snewelin verurteilt wurden.

    1368 Urich von Keppenbach wurde in einem Krieg mit Freiburg verwickelt und schloß 1368 ein Sühne.

    1380 Die Witwe von Ulrich schenkte 1380 all ihr Gut und Recht an der Burg dem Kloster Tennenbach.


    Im laufe der Zeit wurde der Platz auf der Burg Keppenbach zu klein, so daß verschiedene des Keppenbacher Geschlechts abwanderten.

    - Ein Johannes Junior und Johann Walther von Keppenbach siedelten nach Freiburg und wurden dort Bürger. Sie gelangten dort zu Wohlstand und Ansehen.
    - Auch in Kenzingen finden wir im 14. Jahrhundert zwei Keppenbacher, Johann und Kuonze.
    - Eine Bertha von Keppenbach wurde Abtissin des Klosters Wonnental bei Kenzingen, sie starb 1365
    - Walther und Dietrich von Keppenbach gingen nach Ettenheim und erwarben das Dorf Tutschfelden.
    - Ein Dietrich von Keppenbach trat in Freiburg in das Kloster des Johanniter-Ordens ein und wurde 1356 Comtur.  

    1379 Wolfram von Keppenbach (Neffe des Urlich) und Walther sind erneut mit dem Markgrafen in Streitigkeiten wegen der freien Leute und Darkomenleute verfallen, die in einem Vertag von 1379 beendigt werden.
    In dieser Zeit sank allmählig die Burg zu einer Raubritterburg herab.
    Im Jahre 1379 fürchteten die Freiburger Bürger den schädlichen Einfluß der Raubritter und beschlossen dem Unwesen ein Ende zu bereiten. So wurde die Bichiburg bei Bollschweil erobert, wobei sie auch einen Keppenbacher gefangen nahmen. Danach wurde 1390 die Raubritterburg Falkenstein im Höllental zerstört.

    1389 Die beiden Keppenbacher Ritter Hans Hummel und Hanemann fanden wie viele andere Adlige aus dem Breisgau in der Schlacht bei Sempach (CH) 1386 ihren Tod.

    1396 Auf Befehl des Herzogs Leopold von Österreich wurde die Burg Keppenbach belagert und geschleift (zerstört), um dem Raubrittertum ein Ende zu setzten. Die Burg Keppenbach wurde mit all ihren Gütern zu österreichischem Lehen, das nun von den Erzherzögen verliehen wurde und die Ritter von Keppenbach waren von jetzt an österreichische Vasallen.

    1399 Zum ersten mal wurde die Burg von Österreich verliehen. Herzog Leopold von Österreich gibt den Keppenbachern Hans, Hartmann und Bernhard die Burg zu Lehen. Wie im Lehensbrief erwähnt, liegt das Schloß noch in Trümmern.

    1404 Jößli Tegeli von Keppenbach vermachte seinen Schwestern Anna und Gertrud, Klosterfrauen in Günterstal, eine lebenslängliche "Gült" von 12½ fl. von Ober- und Nieder-Emmendingen.

    1406 Walther und Engelhard von Keppenbach erhalten von Markgraf Hesso von Hachberg den Hof in Riegel zu Lehen.

    1408 Die Keppenbacher gelangten wieder zu Gnaden und im Jahre 1408 gab Herzog Friedrich dem Hans Dietrich von Keppenbach und Andreas von Stühlingen die Erlaubnis, die Zerstörte Burg wieder aufzubauen.

    1417 Auch das Wohlwollen der Markgrafen wussten die Keppenbacher wieder zu erwerben, denn 1417 empfing Hartmann von Keppenbach von Markgraf Bernhard "zu einem rechten Mannlehen von der Herrschaft Hochburg und Höhingen die freien Rechte zu Bretheim, Richenbach, Mußbach, Pechofen und Lützenwald".

    1436 Im jahre 1436 beschwerten sich Walther, Dietrich, Friedrich und Humel von Keppenbach (Brüder) und Andreas und Bernhard von Stühlingen, daß die Markgräfin in Ihrem Gebiet hat jagen lassen, obwohl ihnen Wildbänne und andere Rechte von Österreich zu Lehen gegeben wurden.

    1482 Dietrich von Keppenbach verkaufte 1482 sein Dorf Tutschfelden an den Markgrafen Christoph I.

    1503 Veronika von Keppenbach, Tochter von Hesso der 1497 erwähnt wird, vermachte dem Kloster Tennebach laut vorhandenem Testament 6 Viertel ½ Gester Hafer, die sie aus Reichenbach hatte.

    1525 Im Bauernkrieg 1525 wurde die Burg Keppenbach restlos Zerstört und liegt seit dem in Trümmern.
    So endeten die Keppenbacher Ritter völlig verarmt, ohne Wohnsitz und Macht.
       



    Bug Keppenbach - Sicht aus Burggraben  Burg Keppenbach - Treppenaufgang

    keppenbach-plan

     Keppenbacher Relief
    In der Burgruine Keppenbach fanden Waldarbeiter im Jahre 1886 eine Sandsteinreliefplatte aus der Zeit um 1200. Die Darstellung von Figuren unter einem Baum sind noch ungedeutet. Die Ornamente - typisch für die staufische Zeit - dürften auch von byzantinischen Buchillustrationen angeregt worden sein. Heute befindet sich die Reliefplatte im Badischen Landesmuseum Karlsruhe.


    Film: Hans-Jürgen van Akkeren 2014
    Link: http://youtu.be/MqHYtCETMHA

    Quelle:

    • Ortsgeschichte Freiamt von Hans Martin Cordier, Pfarrer i.R.
    • "Ortsgeschichte von Freiamt" Ernst Walther 1903

     Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren


     

  • Freiburg - Schlossberg

    Burg Freiburg
    Mittelalterliche Stadt Freiburg um 1200 von Hans-Juergen van Akkeren_2019_2560x1440
    3D-Rekonstruktion © Hans-Jürgen van Akkeren
     Alternativname(n)  Burghaldenschloss,
     castrum Frieburg (1146),
     Leopoldsburg (1670)
     Landkreis  Freiburg i. B.
     Gemeinde  Freiburg i. B.
     Entstehungszeit  Ende 11. Jh.
     Ersterwähnung  1146
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Spornlage
     Erhaltungszustand  Burgstall
     Geografische Lage  47.99368/7.85820
     Höhenlage  347 m ü. NHN
     Literatur Tipp  Auf Jahr und Tag B. 6

    Mittelalterliche Stadt Freiburg - Burg auf dem Schlossberg (eine Zähringer Burg)

    ehemalige Burgstelle auf dem Schlossberg. Keine Ruine erhalten. Kleiner Mauerrest und imposanter Burggraben erkennbar.

       mittelalterliche Festungsstadt

    Freiburg i. Breisgau, Zähringer Stadt. Eine Zähringer Burg auf dem Schlossberg.




    1091 Das Geschlecht der Zähringer erbaute auf dem Schloßberg eine Burg.

    1120 Als auf dem Schloßberg die Burg erbaut wurde, erhoben Konrad und Herzog Bertold III die kleineren Ansiedlungen im Bereich der heutigen südlichen Altstadt und Oberlindens durch die Siegelung der Marktgründungsurkunde zur Stadt.

    1200 Bertold V beauftragt den Bau einer großen Pfarrkirche, des heutigen Münsters. Später übernahmen die Bürger der Stadt die finanzielle Verantwortung für den Bau, der bereits 1513 als einer der wenigen fast ganz im gotischen Stil vollendet wurde.

    1218 Nach dem Tod des letzten Zähringerherzogs, Bertold V, folgte sein Neffe, Egino, aus dem Geschlecht der Grafen von Urach nach, die sich fortan Grafen von Freiburg nannten.

    1272 Graf Konrad I. von Freiburg stirbt. Die Grafschaft erben seine beiden Söhne, die sich die Herrschaft unter einander aufteilen. Dies ist der Beginn des Wirtschaftlichen untergangs der Herrschaft.

    1368 Da sich das Wirken der Grafen von Freiburg vor allem durch Kriege mit anderen Herrschern und Zwistigkeiten mit der Stadtbevölkerung auszeichnete, kauften sich die reichen Bürger für 15.000 Mark Silber von ihnen los und stellten sich unter die Herrschaft der Habsburger.

    1415- 1427 Freiburg war Reichsstadt.

    1457 Die Stadt Freiburg erhielt von Erzherzog Albrecht die Universität.

    17 Jh. Im Dreißigjährigen Krieg musste die Stadt zahlreiche Belagerungen überstehen, die ihre Bevölkerung auf 2.000 Menschen dezimierte und alle Vorstädte weitgehend zerstörte.

    1677 Die Einnahme Freiburgs durch die Französischen Truppen war der Höhepunkt der größten Zerstörung und Veränderung ihrer bisherigen Geschichte. Auf Geheiß Ludwig XIV vollendete der Festungsbaumeister Vauban die von den Österreichern begonnen Baumaßnahmen, ließ die Stadtmauern schleifen und baute um die Altstadt eine Festung mit acht Bastionen. Auf dem Schloßberg ließ er an der Stelle des alten Schlosses drei übereinanderliegende Forts errichten.

    1697 Freiburg wechselte nach 1697 mehrfach zwischen Frankreich und Österreich hin und her, bis es 1745 wieder unter österreichische Herrschaft kam. Bei ihrem Abzug schleiften die Franzosen sämtliche Festungsanlagen.

    1805/06 Napoleon gliederte Freiburg in das neu geschaffene Großherzogtum Baden ein, das 1813/14 mit in die Befreiungskriege hineingezogen wurde.
       

    3D-Rekonstruktionen von © Hans-Jürgen van Akkeren

    Ansichten der mittelalterlichen Stadt Freiburg um 1200
    Wissenschaftliche Unterstützung: Dr. Bertram Jenisch, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
    und Dr. Hans-Peter Widmann, Stadtarchiv Freiburg i. Br. Förderung Sparkasse Freiburg nördlicher Breisgau.

     

    01 Blick über Burg ins Dreisamtal
    Rekonstruktionsversuch der Zähringer Burg auf dem Freiburger Schlossberg. Blick ins Dreisamtal von West nach Ost.

    02 Blick über Martinstor in Marktstrasse
    Südseite der Stadt Freiburg mit Blick auf das Martinstor (im Mittelalter auch Norsinger Tor) und die Gerberau.

    04 Gerberau mit Muehle
    Die Gerberau lag um 1200 noch außerhalb der Stadtbefestigung. Der Gewerbekanal der für die Mühlen das notwendige Wasser lieferte
    wurde von der Dreisam abgeleitet.

    03 Gerichtslaube in der Marktgassse
    Blick in die große Marktgasse, heute Kaiser-Joseph-Straße. Im Bereich der Kreuzung stand die ursprüngliche Gerichtslaube.
    Entlang der Marktgasse befanden sich die verschiedenen Lauben für den Verkauf von Waren. Im Vordergrund die Obere Laube (12. Jh. bis 1454),
    Richtung altes Christoffelstor (13. jh. bis ca. 1460) stand die Untere Laube (Metzig) und die Kramlaube (12. Jh. bis 1454) vor dem Hospital.

    05 Muensterplatz Konradinische Münster
    Der erste Freiburger Kirchenbau, die „konradinische“ Basilika, benannt nach dem Stadtgründer Konrad I. von Zähringen, stammte aus der Gründungsphase der Stadt um 1120–1140.
    Von diesem ersten Bau existieren nur noch Fundamentreste.

    07 Draufsicht_orthographisch
    Draufsicht auf die mittelalterliche Stadt Freiburg um 1200.




    Stadtteil Freiburg-Neuburg

    Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350 Closnergasse - van Akkeren Freiburg Merian 1644

    Stadtteil Freiburg-Neuburg um 1350. 3D-Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren © 2016

    Während der archäologischen Ausgrabung im Jahre 2016 wurde die im 13. Jahrhundert planmäßig angelegte Bebauung dokumentiert. Zusammen mit punktuellen früheren Beobachtungen kann nun ein Teil des ehemaligen Stadtplans der Neuburg rekonstruiert werden. Diese Straße konnte als Closnergasse identifiziert werden.

    Im Kupferstich aus der Topographia Alsatiae von Matthaeus Merian aus dem Jahre 1644 ist links im Bild (roter Kreis) der Bereich der archäologischen Ausgrabung markiert. Die 3D-Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren zeigt, wie die Bebauung in diesem Areal in der Zeit um 1350 ausgesehen haben könnte.

    Link zum Presseartikel: Ausgrabungen in Freiburg-Neuburg: Mittelalterlicher Stadtplan kann aktualisiert werden - Closnergasse entdeckt

    Quelle:

    • "Die Zähringer und Ihre Tradition" herausgegeben vom Archiv der Stadt Freiburg i.Br. und der Landesgeschichtlichen Abteilung des Historischen Seminars der Albert-Ludwigs-Universität.

     



    Fotos/3D-Rekonstruktionen: Hans-Jürgen van Akkeren

     


     

  • Freiburg-Günterstal Kyburg (Kybfelsen)

    Kyburg
    Burg Kybfelsen - Kyburg

     Alternativname(n)  Burg Kybfelsen
     Landkreis  Freiburg i. B.
     Gemeinde  Günterstal
     Entstehungszeit  um 1100
     Ersterwähnung  1484
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Spornlage
     Erhaltungszustand  Mauerreste
     Geografische Lage  47.96128/7.88548
     Höhenlage  820,8 m ü. NHN

    Freiburg-Günterstal - Die Kyburg

    Andreas Haasis-Berner

    ehemalige Burgstelle, nur Halsgraben und wenige Mauerreste erkennbar


    Auf einem 820 m hohen Berg südlich der Dreisam finden sich die geringen Reste einer mittelalterlichen Burg. Aufgrund der geringen baulichen Reste kann man zwar die Ausdehnung erahnen, datierende Hinweise ergeben sich daraus jedoch nicht. Ebenso fehlen zeitgenössische Schriftquellen zur Burg. Demgegenüber liegt eine große Menge an Keramik vor, die Aussagen zur Entstehung und zum Ende der Anlage erlauben. Es handelt sich überwiegend um sogenannte „nachgedrehte Ware“, die vom 11. bis frühen 12. Jahrhundert üblich war. Anhand dieser Keramik kann auf eine Gründung in der Zeit um 1100 und auf die Hauptnutzung im 12. Jahrhundert geschlossen werden. Vertreter der nachfolgenden, reduzierend gebrannten Ware sind in sehr geringer Anzahl vertreten. Somit muss die Burg noch vor der Mitte des 13. Jahrhunderts – vielleicht sogar am Anfang des 13. Jahrhunderts – aufgegeben worden sein.

    Die Höhenlage und die frühe Datierung sprechen für eine Gründung und Nutzung durch ein mächtiges und einflussreiches Geschlecht. In diesem Zeitraum und nahe dem 1090 gegründeten Freiburg, ist natürlich an die Zähringer zu denken. Aufgrund der Keramik ist dies nicht eindeutig zu entscheiden. Sie kann auch in der Zeit vor der Eroberung des Breisgaus durch die Zähringer im Jahre 1078 durch ein unbekanntes Adelsgeschlecht gegründet worden sein. Dass die Burg jedoch nach diesem Zeitpunkt nicht den Zähringern gehört hat, ist schwer vorstellbar.

    Ob die Kyburger in diesem Zusammenhang gesehen werden müssen, ist eher unwahrscheinlich, ist doch der Name durch zeitgenössische Quellen nicht belegt. Erst 1484, lange nach dem Ende der Burg, taucht diese Bezeichnung erstmals auf. 





     

    Literatur.

    Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hg.), Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau, I. Nördlicher Teil: Halbband A-K. (= Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, 2003), 179-185.

     


     

  • Gemeinde Burg (Kirchzarten) - zwei unbekannte Burgstellen

    Burg über dem Laubishof


     Alternativname(n)  
     Landkreis  Breisgau-Hochschwarzwald
     Gemeinde  Burg (Kirchzarten)
     Entstehungszeit  Hochmittelalter
     Ersterwähnung  1341
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Hügellage
     Erhaltungszustand  Burgstall, Burggraben
     Geografische Lage  47.97430/7.98364
     Höhenlage  457,4 m ü. NHN

    Gemeinde Burg (Kirchzarten) und zwei unbekannte Burgstellen

    Burgstelle erkennbar, wenig oder keine Ruinenreste


    Beschreibung

    Die Gemeinde Burg liegt im Dreisamtal ca. 1,5 km nordwestlich von Kirchzarten. Der auffallende Ortsname Burg leitet sich vermutlich von der keltischen Ringwallanlage Tarodunum ab, der wohl auch auf den 1301 belegten Flurnamen „Burgfeld“ hinweist. (KBFR Bd. 2,1, S. 170).
    Auf der Gemarkung der Gemeinde Burg befinden sich nördlich zwei Burgstellen. Eine liegt oberhalb des Laubishofes auf einem Hügel mit einem Areal von ca. 10 x 10 m, der 1975 einen noch deutlich erkennbaren Graben das Burgareal vom Galgenbühl abtrennte. Lesefunde aus jüngster Zeit brachten Keramikscherben des 13. Bis 15. Jahrhunderts zum Vorschein. Die Burg lag an einer wichtigen Landstraße, die von Freiburg nach Villingen führte, wo eine Brücke über den Wagensteigbach querte.

    Die zweite Burgstelle liegt ca. 300 m nordwestlich im Gewann Steinhalde auf einem Ausläufer des Galgenbühls auf 500 m ü. NN. Im 19. Jahrhundert sollen sich dort noch Mauerreste befundene haben. Im Osten deutet noch schwach im Gelände sichtbar sich ein Teil eines Grabens an. Neuzeitliche Keramikfunde deuten auf eine sekundäre Nutzung hin.  



    Geschichte

    1270 Im St. Märgener Berain wird der Besitz eines Hofguts hof ze Burg und due guot, due darin zinsent genannt. [2, S. 181]

    1308 Das Zisterzienserkloster Tennenbach erhält von Gregor von Falkenstein den Zehnten in Burg. Dieser Zehnt war zuvor im Besitz des Klosters St. Gallen. [1, S. 81]

    1341 Im Tennenbacher Güterbuch [3] wird ein Grundbesitz des Kloster in Burg Istud opidulum sett casalium situm est ob Friburg in dem tal prope castrum et infra wisnegge· genannt. Hierbei handelt es sich vermutlich um einen befestigten Getreidespeicher (Grangie) des Zisterzienserklosters, "die von einer mittelalterlichen Adelsburg zu unterscheiden ist" [1, S. 81].

    1407 In Burg wird der Zoll erstmals urkundlich erwähnt.

    1443 Vertrag zwischen den Gemeinden Villingen und Burg, dass die Leute von Burg gegen den Bezug des Zolls eine strasse, den weg und die bruck ze Burg, die da gat von Zarten bis zuo des smides huß under Wagen staige auf Ihre Kosten reparieren und instand zu halten haben. Hierbei handelt es sich um die Bücke beim Laubishof, die über den Wagensteigbach führt. Daraus geht hervor, dass die Burg unmittelbar mit der Zollstelle in Verbindung stand. [1, S. 79] [2, S. 36]

    1502 Es wird des Burgers gut am Spitzenberg genannt. Heute Galgenbühl.

    1544 In Burg wird an der Straße bei der Brücke über den Wagensteigbach erstmals ein Wirtshaus (Laubischer Hof) mit Herberge und Kapelle und 1598 eine Schmiede bezeugt. Bis 1900 Gasthaus zur Linde. [2, S. 37]

    1661 In einem Urbar wird das sessgut des Hans Loubis im Wyswiler Grund an den Spitzenberg hinuff erwähnt. Mit dem sessgut könnte es sich um die Burgstelle oberhalb des Laubishofes gehandelt haben. Passend dazu auch die Lagebeschreibung und die Namenserwähnung einer Matte die loubysin … oben am thurn an der treisemen.

    1662 wird Hans Loubis der würth ze Burge genannt.



    Weblinks:

    Quellen:

    1. Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hrsg.): Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. Halbband 1: A – K. Nördlicher Teil. (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 14). Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7364-X, S. 79 → Burg (Kirchzarten, FR)
    2. Bernhard Mangei, 2003: „Herrschaftsbildung von Königtum, Kirche und Adel zwischen Oberrhein und Schwarzwald. Untersuchungen zur Geschichte des Zartener Beckens von der merowingischen bis zur salischen Zeit“, Online: https://freidok.uni-freiburg.de/fedora/objects/freidok:1295/datastreams/FILE1/content
    3. GLA Karlsruhe 66 Nr. 8663,43 Tennenbacher Güterbuch → Burg: Online http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-4038166-1


  • Grenzüberschreitende Archäologie auf der Burgruine Rötteln - Lörrach-Haagen (Lö)



     



    Grenzüberschreitende Archäologie auf der Burgruine Rötteln - Lörrach-Haagen (Lö)

    Eine Kooperation zwischen dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (LAD) und den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg (SSG).
    Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts "Burgen am Oberrhein".

    Bertram Jenisch, Andreas Haasis-Berner, Heiko Wagner

    Burgen am OberrheinDas von der EU (Interreg VI) kofinanzierte Projekt „Burgen am Oberrhein“ hat zum Ziel, Burgen insgesamt besser sichtbar und bekannter zu machen. Dabei sollen sich Bürger und Organisationen, die sich mit den Burgen beschäftigen, kennenlernen und zusammenarbeiten. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von fast 5 Millionen Euro wird von der Europäischen Union durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 2,9 Millionen Euro im Rahmen des Programms Interreg Oberrhein getragen.

    Teil des Projekts ist eine vom 22. Mai bis 21. Juli 2023 durchgeführte Grabung auf der Oberburg der Burgruine Rötteln bei Lörrach-Haagen, die als Kooperation zwischen dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (LAD) und den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg (SSG) durchgeführt wurde. Ziel war es, neue Erkenntnisse zu den Anfängen der Burg Rötteln zu gewinnen und diese für eine Wanderausstellung im Dreiländereck aufzubereiten, die später als neue Dauerausstellung Eingang ins Burgmuseum Rötteln finden soll.

    Unter örtlicher Leitung von Heiko Wagner wurden die Grabungsteams von ehrenamtlich tätigen Teilnehmern aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland, darunter zahlreiche Mitglieder des Förderkreis Archäologie in Baden, viele davon auch ehrenamtlich Beauftragte der Denkmalpflege, durchgeführt.  In Gruppen von maximal acht Personen pro Grabungswoche haben insgesamt 63 Personen an der Grabung teilgenommen und konnten Grundlagen der archäologischen Grabung kennenlernen: aus Deutschland kamen 40 Personen, aus der Schweiz 13 und aus Frankreich zehn.   Die Burg Rötteln im Dreiländereck wird so ein weiteres Symbol der guten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

    Die Burg Rötteln eignet sich in vorbildlicher Weise für ein derartiges, trinationales Projekt, ist doch ihre Geschichte seit 900 Jahren eng mit Basel und der Nordschweiz, aber auch mit Burgund und Frankreich verbunden. Die Herren von Rötteln amtierten als Vögte für die rechtsrheinischen Besitzungen des Basler Klosters St. Alban. Sie stellten im 13. und frühen 14. Jahrhundert sogar drei Bischöfe von Basel. Die jeweiligen Herren der Burg hatten oft großen Einfluss in der Stadt und dort auch Wohnsitze. Im 15. Jahrhundert waren einige Markgrafen von Hachberg-Sausenberg (die Rötteln geerbt hatten) durch Lehen mit Burgund und Frankreich verbunden. Rudolf IV. amtierte als Diplomat, Rat und Kammerherr unter den Herzögen Philipp dem Guten und Karl dem Kühnen von Burgund. In dieser Zeit war Rötteln auch ein Hort der Kunst und der Gelehrsamkeit.

    Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg 1638 durch Herzog Bernhard von Weimar, dem Heerführer der schwedisch-französischen Truppen eingenommen und dabei wohl beschädigt. Im sogenannten Holländischen Krieg zwischen Habsburgern und Bourbonen brannte die Burg 1678 ab. Die endgültige Zerstörung erfolgte im Jahr 1689. Die zunehmend in Verfall geratene Burg wird seit 1926 durch den Röttelnbund betreut, der auch unsere Grabung unterstützte.

    Die Burg Rötteln ist seit dem 1Burgruine Rötteln Westansicht9. Jahrhundert vom Schutt befreit und sukzessive saniert worden. Erst seit wenigen Jahrzehnten gehen diese Arbeiten mit einer wissenschaftlichen Dokumentation des Baubestandes einher. Die Ruine zeigt heute zahlreiche Bauten, etliche nur unzureichend erforschte Bauphasen und die Spuren vieler Sanierungen und Rekonstruktionen. Die zeitliche Abfolge und Datierung einiger Bauelemente ist noch nicht geklärt, was auch bei einer Tagung zur Geschichte der Burg im Jahr 2019 festgestellt wurde.

    Obwohl die Ruine Rötteln eines der markantesten Denkmale im Dreiländereck am südlichen Oberrhein ist, wurde auf der nach dem Heidelberger Schloss größten Burg Badens bislang noch keine moderne Plangrabung durchgeführt. Unsere Grabung - die erste Forschungsgrabung an einer Burg im Regierungsbezirk Freiburg seit 19 Jahren (!) - soll einige der offenen baugeschichtlichen Fragen beantworten.

    Zur Klärung der Befundlage wurde im Februar 2023 durch Harald von der Osten-Woldenburg und Natalie Pickartz eine Bodenradaruntersuchung durchgeführt. Erste, als Baustrukturen zu deutende Anomalien, konnte dabei erkannt werden.

    In den sechs Grabungsschnitten an relevanten Stellen der Oberburg sowie bei Geländebegehungen wurde bereits in geringer Tiefe ein überraschend breites Spektrum an Fundmaterial geborgen, das teilweise in das 12. Jahrhundert zurückreicht, in der Hauptmasse jedoch in das Hoch- bis Spätmittelalter datiert.

    Zahlreiche, bislang unbekannte hochmittelalterliche Baustrukturen der Oberburg Rötteln traten zutage, die ein neues Licht auf die ursprüngliche Gestalt der Burg werfen.

    Die früheste Baustruktur aus dem späten 12. Jahrhundert bildet eine 1,6 m starke, aus dem lokalen Kalkstein errichtete Ringmauer, welche die höchste Stelle des Berges umschloss. Im Süden lag der ältere Bergfried. Offenbar befand sich der Zugang in die ursprüngliche Burg an anderer Stelle als heute. Innerhalb der Ringmauer muss sich ein herrschaftlicher Wohnbau befunden haben, der zu Beginn des 13. Jahrhunderts niedergelegt worden ist. An seiner Stelle entstand unter anderem ein zweiter, aus der Achse der Vorbebauung gedrehte Bergfried.

    Noch sind viele Fragen offen. Man darf jedoch gespannt sein, wie sich die frühe Bauentwicklung der Burg Rötteln nach der Auswertung von Funden und Befunden unserer Grabung in der Zusammenschau mit der baugefügekundlichen Dokumentation des aufgehenden Mauerwerks darstellt. Die Auswertung wird, zusammen mit den Ergebnissen der von unserem französischen Kollegen Jacky Koch parallel dazu durchgeführten Ausgrabungen auf der Oedenburg nahe der Hochkönigsburg, im Jahr 2024 mit einer Ausstellung auf Wanderschaft gehen. Eines kann jedoch schon jetzt festgestellt werden: Für die Grabungsteilnehmer war es eine schöne Zeit mit einer stets guten Stimmung. Neben den lehrreichen Einblicken in archäologische Arbeitsweisen konnten über Grenzen hinweg zahlreiche neue Freundschaften geschlossen werden.


    Herzlichen Dank an den Röttelnbund e.V. Haagen für die großartige Unterstützung.  


    Grabungsschnitt 1 in der OberburgGrabungsschnitt 2 in der VorburgGrabungsschnitt 3 in der OberburgGrabungsschnitt 4 - Befund linker Teil eines Pferdekiefers

    Literatur:

    Heiko Wagner, Theiss Burgenführer Oberrhein - 66 Burgen von Basel bis Karlsruhe (Stuttgart 2003), S. 114-117.

    Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (Hrsg.), Burg Rötteln - Herrschaft zwischen Basel und Frankreich (Neulingen 2020).

    Sven Schomann, Haagen (Lörrach, LÖ) Burg Rötteln. In: Alfons Zettler/Thomas Zotz (Hrsg.), Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau II Südlicher Teil Halbband A-K (Ostfildern 2009), S. 220-243.

    Christian Ottersbach/Heiko Wagner/Jörg Wöllper, Festungen in Baden-Württemberg (Regensburg 2014), S. 185-190.

    www.ebidat.de (Burgendatenbank des Europäischen Burgeninstituts der Deutschen Burgenvereinigung)

    Fotos: 

    Luftbild der Burgruine Rötteln bei Lörrach-Haagen im Juli 2023, Hans-Jürgen van Akkeren.

    Grabungsschnitt 1 in der Oberburg.

    Grabungsschnitt 2 in der Vorburg.

    Grabungsschnitt 3 in der Oberburg.

    Grabungsschnitt 3 in der Oberburg. Befund: Linker Teil eines Pferdekiefers.

    Film: Juli 2023 von Hans-Jürgen van Akkeren, ehrenamtlich Beauftragter der Archäologischen Denkmalpflege BW (https://youtu.be/snoEkJkXbeo).
    Musik: "Castle of Dreams" by Alon Ohana.


  • Gundelfingen-Wildtal - Burg Zähringen

    Burg Zähringen

    Luftaufnahme: Armin Keller
     Alternativname(n)  castrum Zaringen (1128)
     Landkreis  Breisgau-Hochschwarzwald
     Gemeinde  Wildtal
     (Gundelfingen)
     Entstehungszeit  1100 Jh.
     Ersterwähnung  1080
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Gipfellage
     Status  Reichsburg
     Erhaltungszustand  Ruine
     Geografische Lage  48.02532/7.88402
     Höhenlage  478 m ü. NHN
     Gastronomie  Reutebacher Höfe,
     Waldrestaurant
     Zähringer Burg

    Gundelfingen-Wildtal - Die Burg Zähringen

    Burgstelle erkennbar, wenig Ruinenreste

     


    Lage


    Der Burgberg wird gekennzeichnet durch das künstlich planierte, mit einem Graben umfasst, ca. 6 ha große Siedlungsareal einer frühalamannischen Höhensiedlung des 4./5. Jhs. n. Chr. Jüngere Siedlungsspuren datieren ins 8. Jh. n. Chr., ältere Besiedlungen ins Neolithikum und in die Hallstattzeit. (H.W.)

    Von den mittelalterlichen Bauten auf der langestreckten Kuppe des Zähringer Burgberges sind heute nur noch geringe Reste erhalten, vor allem der Rundturm, der den Besuchern noch etwas von der einstigen Wirkung der Burg erahnen läßt, wenn er den alten Weg von Süden her hinaufsteigt. Die oberen Teile des Turmes sind zwar in neuerer Zeit rekonstruiert worden, doch zeigen der tief in den Fels gehauene Halsgraben und Reste des Mauerberings, daß die represäntative, demonstrativ- wehrhafte Flanke der Kernburg einst hier im Süden lag, wo auch der nackte Felsrücken der Kuppe den Burgweg rechts begleitet.

    Der Rundturm, der jetzt die Burgstelle beherrscht, stammt nicht mehr aus der Zähringerzeit, er gehört ins 13. Jahrhundert.




    Film: Hans-Jürgen van Akkeren 2014
    Link: http://youtu.be/dwCUkCsOQOY

    Geschichte

    1008 & 1100 Die beiden ältesten urkundlichen Belege für Zaringenaus den Jahren 1008 und 1100 lassen nicht darauf schließen ob es sich dabei um das Dorf oder die Burg Zähringen handelt.

    1080 Ausdrücklich nach der Burg Zähringen benannt (nomine de castro Zaringen) wird Herzog Berthold II. Otto von Freising im Zusammenhang seines Berichtes über den Tod des Gegenkönigs Rudolf von Rheinfelden 1080.

    1113 In einer Urkunde die anlässlich der Weihe des Zähringer Hausklosters St. Peter erstellt wurde, wird ein »Konrad von Zähringen« erwähnt, dessen Identität ebenso unklar ist wie die des »Kuno von Zähringen«, über welchen die Schriften des St. Peterer Abtes Gremmelsbach (15. Jahrhundert) für 1090 berichten.

    1121 Vielleicht der selbe Konrad tritt 1121 in der Urkunde entgegen, in der die Klöster St. Peter und St. Märgen ihre Besitzstreitigkeiten Beilegten, dort bezeichnet als Schwiegersohn des Grafen Berthold von Nimburg.

    1128 Erste urkundliche Erwähnung der Burg Zähringen in der Urkunde des Rotulus Sanpetrinus die ausgestellt wurde "apud castrum Zaringen", also » bei der Burg Zähringen «.

    1146 Wichtiger für die Geschichte der Zähringer Burg scheint Ottos Schilderung vom Verlauf der Fehde zwischen Herzog Konrad und Friedrich Barbarossa 1146 zu sein: Der Staufer richtete seine Züge zunächst gegen Zürich, das zähringische Reichslehen, das unter anderem den Anspruch der Bertholde auf den Herzogstitel begründete, dann gegen eine »uneinnehmbare Burg« (inexpugnabilis arx), in welcher man gewöhnlich die Freiburg sieht, und schließlich gegen die Burg Zähringen (ad castrum Zaringen usque, eiusdem ducis castrum, pervenit).

    Mai 1152 Vertrag zwischen Friedrich Barbarossa und Herzog Berthold IV. In dieser Conventio (Vereinbarung) verspricht der König dem Herzog die Länder Burgund und Provence und die Hilfe bei der Unterwerfung. In diesen Ländern soll der Herzog die volle Herrschaft während der Abwesenheit des Königs ausüben. Während der Unterwerfung dieser Länder hat der Herzog mit 1000 gepanzerten Reitern den König zu unterstützen und für den Italien-Feldzug 500 gepanzerte Reiter und 50 Bogenschützen zu stellen. Für den Herzog beschworen seine Leute iuraverunt homines Burchardus et Wernherusdie Urkunde. Ist dieser Burchard etwa der Üsenberger, der schon in anderen Urkunden für den Herzog aufgetreten ist? (4)

    1171 Kaiser Friedrich I. urkundet in Nijmwegen. Es geht um die Vergabe eines Lehens des Erzbischofs Arnold von Trier an den Herzog Berthold (IV.) von Zähringen und dessen Sohn. Unter den Zeugen finden wir Burchard von Üsenberg, der hier wahrscheinlich in Vertretung des Herzogs Berthold von Zähringen erschienen ist. (2.)

    1183 Kaiser Friedrich I. bestätigt mit Zustimmung des Herzog Berthold von Zähringen dem Augustiner Chorherrenstift Interlaken den Besitz des Waldes Isewalt, den Herzog Konrad von Zähringen zur Verfügung gestellt hatte. Unter den Zeugen finden wir auch hier wieder Burchard von Üsenberg. Vermutlich hier ebenfalls als Vertreter des Herzog Berhold von Zähringen. (3.)

    1218 Herzog Berthold V. von Zähringen stirbt 1218, danach zog der Staufer Friedrich II. die Zähringer Burg als Reichslehen ein. Der Streit um das Erber der Zähringer beginnt.

    1275 König Rudolf IV. von Habsburg belagerte 1275 Freiburg und hatte wahrscheinlich die Herrausgabe der Burg Zähringen von den Grafen von Freiburg gefordert, weil diese, so nimmt man an, sich als breisgauer Erben der Zähringer, der Burg Zähringen während des Interregnums ermächtigten.

    1278 1278 wurde die Zähringer Burg - so berichten die Quellen- nach dem erst letztem Wiederaufbau wieder zerstört. (Item destructum fuit Zeringen noviter edificatum). Aus diesen 1270er Jahren dürfte der noch heute erhaltene Rundturm entstammen.

    1281 Im Jahre 1281 belagerte König Rudolf Freiburg nochmals, danach kam es zu einem Vertrag, wonach den Freiburgern die Kosten für den Wiederaufbau der Burg Zähringen auferlegt wurden.

    1292-1298 König Adolf von Nassau (1292-1298) verpfändete die Burg an die Grafen von Spitzenberg, von denen die Freiburger Grafen dann die Pfandschaft erwarben.

    1327 Die Freiburger Grafen veräußerten die Burg an den Patrizier Schnewelin Bernlap. Vor allem dessen Erben teilten sich in den folgenden zwei Jahrhunderten den Besitz der Burg.

    1422 Markgraf Bernhard von Baden erwarb 1422 ein Viertel der Burganlage.

    1525 Die Burg wird während des Bauernkrieges endgültig Zerstört.

    1815 Nach dem das Breisgau zu Baden gehörte, erwarben schließlich die Großherzöge von Baden im Jahre 1815 die Burg Zähringen.



    Video: Armin Keller

    Text/Fotos/Film: Hans-Jürgen van Akkeren

    Textquellen:

    1. "Die Zähringer und Ihre Tradition" herausgegeben vom Archiv der Stadt Freiburg i.Br. und der Landesgeschichtlichen Abteilung des Historischen Seminars der Albert-Ludwigs-Universität.
    2. RI IV,2,3 n. 1938, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1171-09-00_1_0_4_2_3_163_1938 (Abgerufen am 02.02.2013).
    3. RI IV,2,4 n. 2718, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1183-06-25_3_0_4_2_4_139_2718 (Abgerufen am 02.02.2013).
    4. Die Zähringer, Anstoß und Wirkung. Hans-Schadek und Karl Schmid. Thorbecke Verlag Sigmaringen 1986, Seite 86, 452
    5. EBIDAT, Zähringen. (H.W.) Heiko Wagner

     

  • Hecklingen - Burg Lichteneck

    Burg Lichteneck
    Burgruine Lichteneck Kenzingen-Hecklingen

     Alternativname(n)  Liethenekke,
     Lichtenegge
     Landkreis  Emmendingen
     Gemeinde  Hecklingen,
     (Kenzingen)
     Entstehungszeit  1265-1272
     Ersterwähnung  1290 April 5.
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Spornlage
     Bauform  Rondellburg ohne
     Wehrturm
     Zerstört  1675 April 15.
     Erhaltungszustand  Ruine, restauriert
     Geografische Lage  48.17244/7.76785
     Höhenlage  227 m ü. NHN
     Förderverein,
     Burgvermietung,
     Burgführungen
     burg-lichteneck.de
     Öffnungszeiten der
     Burganlage
     Privatbesitz,
     nur während den
     Führungen ge-
     öffnet!

    Kenzingen-Hecklingen - Burg Lichteneck

    gut erhaltene Burgruine

    Burg kann man mieten (Tel. 07644/7566 oder Email:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

    Historix-Führungen auf der Burgruine Lichteneck

     

     


    Link: http://youtu.be/JsvIOEadgIs

    Lage

    Am Eingang der Breisgauer Bucht steht die Burg heute auf dem Stadtgebiet Kenzingen, Gemarkung Hecklingen. Sie ist im Privatbesitz, das Gelände kann nur wärend den Burgführungen besichtigt werden. Die innere Burg Lichteneck liegt wie die Mehrzahl der Burgen des 13. Jh. in Spornlage auf der westlichen Spitze einer Muschelkalkplatte, d.h. also auf dem auslaufenden Ende kurz vor dem Abbruch der Gesteinsformation. Nach Norden und Osten wird die Burgstelle durch einen Halsgraben vom anstehenden Berg abgetrennt.

    Die mittelalterliche Bausubstanz ist zum größten Teil ungeklärt. Die Burgruine befindet sich heute im Privatbesitz und wird in Absprache mit der Denkmalpflege Baden-Württemberg in Stand gehalten. Bei den durchgeführten Ausgrabungen fanden sich keine Hinweise auf eine Bebauung vor der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
    Von einer Vorgängeranlage der Lichteneck, wie Sie in der älteren Forschung (Futterer, Nr 22) vermutet wurde, kann aus mittelalterlichen Schriftquellen nicht abgeleitet werden.

    Geschichte

    Im Jahre 1290 wird die Burg Lichteneck erstmals schriftlich erwähnt, wobei es keine Hinweise der Burg auf eine Herkunft aus dem zähringischen Erbe gibt. Vermutlich besaßen die Grafen von Nimburg über ihre Vogtei herrschaftliche Besitzungen und Rechte auf das Dorf Hecklingen. Ende des 12. Jahrhunderts gingen die nimburgischen Besitzungen an den Bischof von Straßburg über. Die Straßburger Kirche musste 1236 diese Besitzungen bis zu seinem Sturz an Kaiser Friedrich II. als Lehen überlassen. Danach ging der Besitz wieder an den Straßburger Bischof zurück.
    Graf Konrad I. von Freiburg versuchte zwischen 1263 bis 1266 seine Machtstellung im Breisgau weiter auszubauen und setzte sich gegen den Bischof von Straßburg, Walter von Geroldseck, durch. Ebenso gelang es ihm 1265 sich gegen den Markgrafen von Hachberg durchzusetzten und gelangte so an das nimburgische Erbe. Im Jahre 1264 belehnt Graf Konrad I. die Gemeinde Hecklingen mit dem Wald Rumeshart. So gelangte vermutlich Graf Konrad I. an den Besitz des Dorfes Hecklingen und ließ in der Zeit zwischen 1265 und 1271 die Burg Lichteneck erbauen.

    1260-71 Graf Konrad I. von Freiburg erbaut vermutlich die Burg Lichteneck in der Zeit zwischen 1265 und 1271.

    1290 Am 4. April verbündete sich der Graf Egino von Freiburg in St. Dié. Ebendort beurkundete Bischof Konrad III von Straßburg am 5. April die Übergabe Lichtenecks (»Liethenekke«) an Eginos Sohn Konrad (Reg. Bi. Str. 2272, FUB, Hefele II, Nr. 89), der Herzog von Lothringen ist Zeuge. Am gleichen Tage bezeugte der Bischof seinem Schwager Graf Egino, sein Sohn ist für volljährig erklärt und ihm seine Burg Lichteneck mit 80 Mark Einkünften aus anliegenden Ländereien sowie 120 Mark jährlichen Einkünften in Freiburg zu erblichen Eigentum übertragen. (FUB, Hefele II, Nr. 89)

    1316 Erste urkundliche Erwähnung als Eigentum der Grafen von Freiburg.

    1327 gelobten Konrad II. und sein Sohn aus erster Ehe, Friedrich, der Stadt Freiburg,die Burg Lichteneck niemandem zu verpfänden.

    1330 waren die Burgen Lichteneck, Nimburg, Landeck und Kirnburg Pfandobjekte geworden.
    Die Burg Lichteneck dürfte noch einmal militärischer Stützpunkt im Kampf der Grafen gegen die Üsenberger gewesen sein.

    1338 kam es zu einer Auseinandersetzung wegen der verpfändeten Lichteneck.Der Edelknecht Walther von Endingen hatte die Feste als Pfand inne.

    Mitte 14. Jh. Graf Friedrich von Freiburg (1350-56) war als ältester Sohn Konrads Herr von Freiburg geworden, und bei seinem frühen Tod übergab er die Herrschaft einschließlich Lichteneck an seine Tochter Klara, die um 1340 den Pfalzgrafen Götz von Tübingen geehelicht hatte: »Dieselbig Fraw Clara / die was so ein kuen / dapfer weib / das sie die von Freyburg zu einer regierenden Frawen annamen«(Sattler (1698/1979), S. 31).

    1368 Die Burg Lichteneck ist im Besitz der Grafen von Tübingen-Lichteneck.

    1433 Die Grafen von Tübingen-Lichteneck mischten sich im Streit des benachbarten Adels ein, dem Gerolsecker Krieg. Daraufhin wurden die Burg Lichteneck und Forchheim niedergebrannt. Die Burg wurde danach wieder aufgebaut.

       
      Besitzerfolge:

    bis 1368 Grafen von Freiburg

    1368-1660 Grafen von Tübingen, Herren von Lichteneck

    1660-1721 Freiherren von Garnier

    1721-1750 Grafen von Schauenburg

    1750-1773 Freiherr von Grechtler
    1773/74 Kaufvertrag Grechtler mit Markgräfin von Baden
    Die Markgräfin tritt aber vom Kaufvertrag zurück.

    1774-1985 Grafen von Henin


      Lichteneck Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren
    Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren
       
    1525 Im Bauernkrieg paktierte Graf Georg, nicht ganz freiwillig, mit den Bauern - die Burg wurde nicht beschädigt.

    1632 Die Schweden erstürmten die Burg Lichteneck.

    1633 Kaiserliche Truppen eroberten die Burg zurück, doch im selben Jahr kamen die Schweden wieder.

    1634 Die Schweden eroberten die Burg Lichteneck und erschlugen alle Bauern. - 1634 oder 1635 wurde die Burg wieder kaiserlich.

    1638 Die Burg wurde wieder schwedisch.

    bis 1644 lag auf der Burg Lichteneck eine schwedisch-weimarisch-französische Besatzung von 16 Musketieren und dem schottischen Leutnant Molvinus.
    Die Gräfin von Tübingen-Lichteneck war mit ihrer Tochter nach Straßburg geflohen.

    1667-79 Seit dem Devolutionskrieg (1667/68) vermehrte Ludwig XIV. das französische Königreich durch gezielte Angriffskriege, und mit dem Holländischen Krieg gegen das Reich (1672-1679) wurde auch das Breisgau wieder herausragender Kriegsschauplatz.

    1675 Am 15. April des Jahres wurde die Burg durch den französischen General Vaubrun zerstört.

    1776-1985 Vom 31. Mai 1776 bis 1985 war die Burgruine im gräflich Hennischen Händen.

    seit 1985 befindet sich die Burgruine im Privatbesitz. Seitdem wird die Anlage aufwendig, durch einen Förderverein unterstützt, restauriert.
       
    "Förderkreis zur Erhaltung der Ruine Lichteneck e.V."
    http://www.burg-lichteneck.de/

    79341 Kenzingen

    PayPal Spendenkonto des "Förderverein zur Erhaltung der Burgruine Lichteneck e.V."
     Quelle: Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hrsg.): Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. Halbband 1: A – K. Nördlicher Teil. (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 14). Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7364-X


        

     

    Atelier-van-Akkeren.de_1080_Lichteneck-02

    Atelier-van-Akkeren.de_Hecklingen_1080p_02
    2000_lichteneck
    Burg Lichteneck, Südansicht Jul. 2000
    2000_lichteneck2
    Südösliche Palaswand, Jul. 2000

    2000_lichteneck3
    Südösliche Palaswand, Jul. 2000
    2000_lichteneck4
    Links Kernburg, rechts Vorwerk, Jul. 2000

    2000_lichteneck5
    Östliche Palaswand, Jul. 2000
    brueckenpfeiler
    Graben März 2013

    hohlweg
    Der Hohlweg zur Burg

    suedwand_vorwerk
    Südwand des Vorwerks im Graben, März 2013
    lichteneck06g
    Grundriss der Kernburg

    lichteneck2
    Südostansicht aus dem Graben, März 2013
    zwingmauer
    Rest der südlichen Zwingmauer, , März 2013
    lichteneck3
    Südostansicht aus dem Graben, März 2013

    Mit freundlicher Unterstützung durch: Gerhard Flemming

    Text/Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren

     


     

  • Hecklingen - Unteres Schloss

    Unteres Schloss
    Hecklingen Unteres Schloss 1776

     Alternativname(n)  Hecklinger Schloss
     Landkreis  Emmendingen
     Gemeinde  Hecklingen
     (Kenzingen)
     Entstehungszeit  15. Oktober 1776
     Ersterwähnung  15. Oktober 1776
     Burgentyp  Schloss
     Lage  Niederung
     Erhaltungszustand  Erhalten
     Geografische Lage  48.17118/7.76863
     Höhenlage  180 m ü. NHN
     Öffnungszeiten  während den
     Veranstaltungen

    Hecklingen - Unteres Schloss


    erhaltene Schlossanlage

    Beschreibung

    Graf Carl von Hennin war 1750 in den Dienst der Markgrafschaft Baden-Baden eingetreten. 1774 beendete er seinen markgräflichen Dienst und verkaufte seinen Familienbesitz in Lothringen, um die reichsfreie Herrschaft Hecklingen mit der Burg Lichteneck zu erwerben. Graf Carl Anton Franz von Hennin beauftragte 1776 den Baumeister des Bistums Straßburg Francois Pinot das Schloss als Wohnsitz zu erbauen. Mehr als 150 Jahre waren die Grafen von Hennin Herren der Herrschaft Hecklingen und Lichteneck und Bewohner des Schlosses. 1928 verkaufte Graf Camillo von Hennin seinen Besitz an die Gemeinde Hecklingen und zog nach Lindau. Der südlich am Schloss angelegte Schlossgarten wurde Baugelände. 1950 standen im ehemaligen Schlossgarten bereits 50 Häuser.

    Quelle:

    1. Lothar Moser "Das Hecklinger Schloß - Unteres Schloss" in Die Pforte 7. und 8. Jahrgang.1987/1988. Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., ZG 4885 Online: http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/pforte-1988-7-8/0178
    2. Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hrsg.): Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. Halbband 1: A – K. Nördlicher Teil. (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 14). Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7364-X (→ Hecklingen (Kenzingen, EM) S. 186, untere Schloß S. 188)

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