Herbolzheim

  • 14. Mai 2023 Wanderexkursion „Im Schatten der Burg Kürnberg“ bei Bleichheim

    Wanderexkursion am Sonntag, den 14. Mai 2023

    Wanderexkursion „Im Schatten der Burg Kürnberg“ mit Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren


    Kirnburg Nordost Ansicht Bauphase 2
    Bild: Archäologisch-historische 3D-Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren

    2019 jährte sich der erste urkundliche Nachweis der Burg Kürnberg zum 800. mal. Dieses Jubiläum war Anlass sich mit dem Wahrzeichen des Bleichtals näher zu befassen. Mit neu gestalteten Informationstafeln wurde der aktuelle Forschungsstand zusammengetragen und für die Geschichtsinteressierten aus nah und fern aufbereitet.
    Über mehr als 400 Jahre war die Burg repräsentativer Wohnsitz, Befestigung, Herrschafts- und Verwaltungszentrum im nördlichen Breisgau. Von der einstigen stattlichen Burg Kürnberg zeugen heute nur noch Mauerreste, Geländespuren, einige Schriftquellen und archäologische Funde. Wer sich auf eine Entdeckungsreise einlässt, kann aber auch im Umfeld der einstigen Wehranlage viel Interessantes finden.

    Der Berg, auf dem die Kirnburg steht, heißt Kirnhalde, Kirnberg. Ein lang gezogener Bergrücken, der nach Westen sanft und nach Osten steil abfällt. Er gab der Burg ihren Namen. Auf der anderen Seite des Kirnbachtals liegen die „Kirnhalden“. Im westlichen Bereich vom Erzbuck und dem Holderau fanden sich die ersten Mühlsteine an ihrem Entstehungsort. Interessant ist die Tatsache, dass das alte mittelhochdeutsche Wort für Mühlstein „Kürn“, „Kürne“ und später „Kirn“ heißt. Die Kirnburg wird erstmals urkundlich am 16. November 1219 mit den Worten „in castro nostro Kvrinberc in prima porta supiori“ erwähnt.
     
    Die Exkursion

    Auf dem Weg von Bleichheim bis zur Burgruine berichtet Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren über die spannende Vergangenheit der Herrschaft Üsenberg und ihre Burg Kvrinberc mit Themen über die Mühlsteinproduktion, dem Bergbau, dem Duttenbrunnen und die Wasserversorgung zur Burg, der Schlosswiese und dem Schlosshof, das Königssträßle zur Burg und die Vorwerke der Burganlage.


    Erfrischung und eine kleine Stärkung im Anschluss

    Der Weinhof WeinJuBella der Bleichtäler Winzer eG bietet im Anschluss auf der Kirnburg gegen eine Spende eine kleine Stärkung für das leibliche Wohl an.


    Treffpunkt: Kirnburghalle Bleichheim Treffpunkt

    Achtung: Termin musste auf den 14. Mai verschoben werden!

    Beginn der Exkursion: Sonntag, den 14.05.2023 um 13:45 Uhr. Dauer ca. 2,5 Stunden.

    Am Ende der Exkursion versorgen uns Bleichheimer Freunde der Burg Kürnberg gegen eine Spende mit Vesper und Getränke.

    Unkostenbeitrag: 6,- € Erwachsene, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. Keine Voranmeldung erforderlich!

    Festes Schuhwerk ist erforderlich. Teilnahme auf eigene Gefahr, keine Haftung für Wegeunfälle durch den Veranstalter. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Weitere Informationen zur Burg Kürnberg:


    Die Exkursion führt durch den Wald, bitte beachten Sie, dass das Rauchen und offenes Feuer im Wald verboten ist!

  • Archäologische Ausgrabung am Kirchberg in Herbolzheim - Juli 2015

    Archäologische Ausgrabung am Kirchberg in Herbolzheim 

    Mit einer 10 Meter hohen Ringmauer war die Kirche im Mittelalter einst befestigt.

     

    Herbolzheim: Alte Mauer entdeckt

    Lahrer Zeitung, 15.07.2015 22:06 Uhr



    LAHRER-ZEITUNG.DE

    Quelle: http://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.herbolzheim-alte-mauer-entdeckt.775fd11f-f23c-49c2-8484-8ed3c37b197e.html

     

     Fotoserie der Ausgrabung vom 16.07.2015


    Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren


     

     

  • Broggingen - Burgstall Gewann Bürklin

    Burg Broggingen
     
     Alternativname(n)/
     Schreibweisen
     Egenloffs Burg (1547),
     Burglecht (1561)
     Landkreis  Emmendingen
     Gemeinde  Broggingen
     (Herbolzheim)
     Entstehungszeit  unbekannt
     Ersterwähnung  1547
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Spornlage
     Erhaltungszustand  Burstall
     Geografische Lage  48.22987/7.82684
     Höhenlage  243 m ü. NHN

    Broggingen - Burgstall im Gewann Bürklin


    ehemalige Burgstelle, nichts mehr erkennbar



    Beschreibung

    Broggingen ist ein Teilort der Gemeinde Herbolzheim im nördlichen Breisgau. Die Burganlage ist aufgrund des Flurnamens "Bürklin" nordwestlich des Dorfes zu vermuten. Die Flur liegt an der Abzweigung der Straße Broggingen-Münchweier in Richtung Ettenheim auf einer pass ähnlichen Anhöhe auf der Grenze der Ortenau und dem Breisgau. Die Flur "Bürklin" ist heute durch die Rebnutzung oberflächlich verändert. Auf der ortenauer Seite ist ein Platz mit ausgeprägter Spornlage zu beobachten. Dem Platz gegenüber befindet sich die Flur "Klingenberg", die ebenfalls gegen die Straße nach Ettenheimweiler steil abfällt. Aufgrund der Topografie der Geländestrukturen wird vermutet, dass die heutigen Fluren "Bürklin" und "Klingenberg" ein zusammenhängendes Areal gebildet haben. Die Burgstelle ist eher im nördlichen Bereich im Spornhang anzunehmen. Südwestlich der Burgstgelle befindet sich die Flur "Galgenacker", der vermutlich mit dem herrschaftlichen Platz in Zusammenhang gebracht werden kann. [1]

    Eine Burg in Broggingen ist in den Schriftquellen durch einen Urbareintrag aus dem Jahr 1547 fassbar. Darin wird ein acker an Egenloffs Burg gelegen erwähnt (GLA KA 66 Nr. 1304). Die Herren von Geoldseck erlangten vermutlich um 1248 durch die Kastvogtei des Klosters Ettenheimmünster an die Herrschaftsrechte in Broggingen.  Durch die Heirat zwischen Hesso IV. von Üsenberg mit der Tochter Agnes des Walter III. von Tübingen-Lichteneck [1], gelangte die Ortsherrschaft Broggingen an die Herrschaft Üsenberg (nach Kindler von Knobloch im OBGB 1889,  Bd. 1, S. 435 ist Agnes (1376) die Tochter des Heinrich von Geroldseck gen. von Tübingen [2]. Der Stammvater der Agnes von Tübingen-Lichteneck muss noch geklärt werden!).

    Die Flur "Burglecht" erscheint 1561 in einem Urbar und liegt südöstlich von Broggingen [3]. Hierbei handelt es sich nicht um eine weitere Burgstelle, sondern um ein zu einer Burg gehöriges Lehen, das möglicherweise im herrschaftlichen Zusammenhang zu den Fluren "Herrenmühle" und "Herrenberg" gehört [1].


    Weblinks:

    Quelle:

    1. Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hrsg.): Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. Halbband 1: A – K. Nördlicher Teil. (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 14). Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7364-X (→ Broggingen (Herbolzheim) Flurname "Bürklin", S. 63)
    2. Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]. Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha, Heidelberg, 1898. Seite 435 (→ siehe Agnes 1376; mar.: Hesso von Üsenberg. Stammbaum von Geroldseck, Grafen von Veldenz) : https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kindlervonknobloch1898bd1/0439/image,info
    3. Urkunde Generallandesarchiv Karlsruhe 66 Nr. 1305


  • Herbolzheim - Burgstall im Hüttenbühl

    Burgstall Hüttenbühl
    Hüttenbühl GLA KA 66 Nr. 8553-12 Bild 2
    GLA KA 66 Nr. 8553, 12;
    Tennenbacher Güterbuch → Hüttenbühel

     Alternativname(n)  Herbolzheimer Burg,
     burgela (14 Jh.),
     Hüttebühel (TG)
     Landkreis  Emmendingen
     Gemeinde  Herbolzheim
     Entstehungszeit  12. Jh.
     Ersterwähnung  1317-1341
     (TG, S. 209, 227)
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Spornlage
     Erhaltungszustand  Burgstall
     Geografische Lage  48.22553/7.78292
     Höhenlage  266 m ü. NHN

    Herbolzheim - Burgstall im Gewann Hüttenbüh(e)l


    ehemalige Burgstelle, nichts mehr erkennbar



    Beschreibung

    Nordöstlich der Stadt Herbolzheim befindet sich auf der Grundkarte der verzeichnete Flurname "Hüttenbühl", eine vom vorderen Berg vorspringende Kuppe. Die Oberfläche des Hügels ist stark überformt und durch einen Geländeeinschnitt vom südlichen Bereich abgetrennt. Urkundlich ist keine Burg nachgewiesen. Archäologische Lesefunde Nachgedrehter Keramik belegen eine Nutzung des Areals des 12. Jahrhunderts. Der Name "Hüttenbühel" ([2][3]) wird erstmals im Tennenbacher Güterbuch (1317-1341, TG, S. 209, 227) belegt, was darauf hinweist, dass die Burg nicht mehr bestanden hat. Das Zinsbuch von Ettenheimmünster erwähnt in der Mitte des 14. Jhs. für Herbolzheim den Flurnamen burgela ohne Ortsbeschreibung. Der Zugang zu der Burg erfolgte vermutlich über einen Abzweig der Jungkinzig, einem alten Hohlweg, der nach Ettenheim über den verlaufenden Höhenweg führte. [1]


    Herbolzheim Burgstelle Hüttenbühl
    Herbolzheim - Burgstelle Hüttenbühl
    Foto: Hans-Jürgen van Akkeren

    Weblinks:


    Quellen:
    1. Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hrsg.): Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. Halbband 1: A – K. Nördlicher Teil. (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 14). Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7364-X (→ Herbolzheim "Hüttenbühl", S. 195)
    2. Hütten“ = Unterkunftsräume für Soldaten, Meyers Großes Konversationslexikon (6. Auflage, 1905–1909), digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/21www.woerterbuchnetz.de/Meyers/Hütten
    3. Hüttenbühel; -bühel =Hügel. „bühel, m.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/21, www.woerterbuchnetz.de/DWB/bühel



  • Herbolzheim: Mittelalterliche Kirchenburg aus dem 13. Jahrhundert

    Herbolzheim

    Mittelalterliche Kirchenburg aus dem 13. Jahrhundert

     

    Einstige Kirchenburg

     


    Link zum Film: https://youtu.be/2oG5McFYgIg

     

    Ergebniss der Archäologischen Ausgrabung des Landesamts für Denkmalpflege im RPS der Baugrube des Katholischen Gemeindezentrums Herbolzheim von Dr. Bertram Jenisch, Referent für Archäologie des Mittelalters.

    Dr. Bertram Jenisch, Referent für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit im Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, mit Sitz in Freiburg, stellte am 14. Januar 2016 die Ergebnisse der archäologischen Ausgrabung auf dem Kirchberg im Herbolzheimer Torhaus vor.

    Im Bereich des von der katholischen Pfarrgemeinde St. Alexius in Herbolzheim geplanten Gemeindezentrums wurden im Bereich des ehemaligen Friedhofs die Reste einer bislang unbekannten spätmittelalterlichen Bebauung von Juli bis August 2015 im Rahmen einer baubegleitenden Rettungsgrabung untersucht.

    Jenisch betonte ausdrücklich, dass die Grabung des Landesamtes für Denkmalpflege in enger Kooperation und Abstimmung mit der katholischen Pfarrgemeinde St. Alexius durchgeführt wurden. Das kleine Grabungsteam des Freiburger Dienstsitzes wurde von mehreren ehrenamtlichen Mitarbeitern und zwei Bauarbeitern tatkräftig unterstützt.

    Im Bereich der nach 1752 angelegten Friedhofserweiterung kamen erwartungsgemäß zahlreiche Gräber zutage. Jenisch erläuterte die charakteristische spätmittelalterliche Bestattungssitte und ging auf einige der geborgenen Grabbeigaben ein. Anhand einiger anthropologisch untersuchter Schädelfragmente konnten aufschlussreiche Befunde zum Gesundheitszustand und zu den Lebensumständen der damaligen Menschen erhoben werden.

    Die eigentliche Überraschung der baubegleitenden Ausgrabung war der Nachweis einer Wehrmauer, die sich entlang des Nordrands des Kirchbergs erstreckte. Ihre 80 cm breiten Fundamente wurden auf einer Länge von 11 m erfasst.

    Zur Stabilisierung wurden im Spätmittelalter zwei Stützmauern an die Mauer angefügt. Zu diesem Zeitpunkt war der Graben bereits zur Hälfte durch eingeschwemmtes Material zusedimentiert. Diese Baumaßnahme lässt sich durch einen Münzfund zeitlich fassen. Der hier gefundene Goldgulden ist eine Prägung des Kölner Erzbischofs Dietrich II. von Moers (*1384, 1414-1463) aus dem 2. Viertel des 15. Jahrhunderts. Die Vorderseite zeigt das Wappen und in Umschrift den Namen des Erzbischofs, die Rückseite bilden die um ein zentrales Kreuz gruppierten Wappen der Bistümer Osnabrück und Paderborn sowie der Kurpfalz/Wittelsbacher. Mit der Umschrift NOVA MONETA AUREA (siehe Film).

    Der Wehrmauer war ein etwa acht Meter breiter und vier Meter tiefer Graben vorgelagert. Ursprünglich war die Mauer ca. 10 Meter hoch. Ein etwa 40 Meter langes Teilstück ist am Südrand des Kirchbergs in originaler Höhe erhalten.

    Bei den archäologischen Ausgrabungen wurde festgestellt, dass mehrere Bauten von innen an die Wehrmauer angebaut waren. Zum einen handelt es sich um Reste eines Fachwerkhauses, das im 15. Jahrhundert abgebrannt ist. Auch das ehemalige Pfarrhaus aus dem 16. Jahrhundert lehnte sich mit seiner Rückfront an diese Wehrmauer.

    Im Mittelalter war das Areal um die St. Alexius Kirche als Kirchenburg befestigt. Die Anlage wurde im frühen 13. Jahrhundert vom Straßburger Bischof errichtet. Im Schutz der mächtigen Mauern lagen Speicherbauten, die Zehnttrotte, sowie Wohnbauten des Pfarrers und Vogts.

    An Stelle der heutigen Kirche lag eine deutlich kleinere Vorgängerkirche. Ihre Fundamente wurden bei der letzten Kirchenrenovierung dokumentiert.

    Das ehemalige Torhaus wurde in einer Urkunde am 30. Januar 1281 erwähnt.

     

    Die in diesem Film dargestellte animierte Rekonstruktion des Herbolzheimer Kirchbergs von Hans-Jürgen van Akkeren entstand in Zusammenarbeit mit Dr. Bertram Jenisch.

     

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    Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren

     

    Hintergrundinformation:

    Der Herbolzheimer Kirchberg ist einer beiden alten Siedlungskerne von Herbolzheim. Das Gebiet zwischen der Abdachung des Herbolzheimer Bergs und der Landstraße war seit dem 13. Jahrhundert von einer massiven, ca. 10 m hohen Wehrmauer umgeben. Diese hat sich in der Rückwand der Gebäude am Südrand des Kirchbergs erhalten. In dem südlich vorgelagerten Geländestreifen zeichnet sich der im Tennenbacher Güerbuch genannte Kirchgraben ab. In einem Güterverzeichnis wird am 31.1.1287 das „Tor des kilchhofs“ erwähnt. Diese Kirchenburg war ursprünglich im Besitz des Straßburger Bischofs.

    Bereits beim Neubau der heute bestehenden St-Alexius-Kirche stieß man 1752 bei Planierarbeiten östlich der alten Kirche (unter dem heutigen Chor der Kirche) auf älteres Mauerwerk. Nach einer Beschreibung (durch den damaligen Pfarrer Machleid?) lagen die Fundamente dicht unter der Geländeoberfläche. Die Mauern wurden einer untergegangenen Niederlassung des Templerordens zugeschrieben. Für diese gibt es in den Archivalien jedoch keinen Beleg. Es handelt sich wohl eher um die baulichen Überreste des abgegangenen Wittumshofs. Die Abspaltung vom Herrenhof diente zur Versorgung des Pfarrers. Er wird im frühen 14. Jh. im Tennenbacher Güterbuch genannt.

    Bei der umfassenden Renovierung der Alexiuskirche im Jahr 1964 erfasste man beim Einbau einer Heizanlage im Langhaus auf die Fundamentreste der 1752 niedergelegten Vorgängerkirche. Diese wurden nicht fachgerecht dokumentiert und eingemessen, jedoch als Skizze in den Bestandsplan eingetragen. Demnach war die Mittelachse der alte Kirche abweichend vom heutigen Bau um etwa 10° nach Süden gedreht. Die Rechteckkirche mit eingezogener halbrunder Apsis war etwa 14 m breit und 25 m lang und damit etwa 1/3 kleiner als der heutige Kirchenbau.

    Quelle: Dr. Bertram Jenisch, Landesamt für Denkmalpfege Baden-Württemberg/Freiburg


     

  • Lahrer Zeitung: Herbolzheim - Kirchenburg im späten Mittelalter

    Aus der Presse: Donnerstag, den 21.01.2016 - Lahrer-Zeitung.de

    Quelle: http://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.herbolzheim-kirchenburg-im-spaeten-mittelalter.02748e1f-252a-44ea-850e-3e1fcca23add.html

    Lahrer Zeitung, 21.01.2016 12:04 Uhr

    Herbolzheim

    Kirchenburg im späten Mittelalter

    Die Kirchenburg im späten Mittelalter: die Kirche, in ähnlicher Ausrichtung wie die ab 1752 an selber Stelle gebaute größere Alexiuskirche, umgeben von Gebäuden wie Vogtssitz und Speichern, dies alles innerhalb einer Ummauerung, die von einem vier Meter tiefen Graben umschlossen war. Von den Häusern im Vordergrund, die an der Wehrmauer lehnen, existiert heute noch das 1463 gebaute Anwesen Hauptstraße 105. Rekonstruktion: Hans-Jürgen van Akkeren

    Ganzen Beitrag lesen auf LAHRER-ZEITUNG.DE

     


     

  • Sonntag 12. Mai 2024 Exkursion zur Burg Kürnberg im Bleichtal

    Bleichheim

    Wanderexkursion zur Burg Kürnberg am 12. Mai 2024
     

    Im Schatten der Burg Kürnberg - Foto Sven Bergmann 2023 Burgfuehrer Hans-Juergen van Akkeren_01
     
    Exkursion mit Hans-Jürgen van Akkeren
     

    Wanderexkursion „Im Schatten der Burg Kürnberg“ mit Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren

    Die Kirnburg thront seit Jahrhunderten am Eingang des malerischen Bleichtals auf dem Berg, der heute Kirnberg genannt wird. Der Name der Burg leitet sich unmittelbar vom beeindruckenden Berg ab, der ihre erhabene Position dominiert, und so ist sie heute als Kirnburg bekannt. Ein faszinierendes Detail ihrer Geschichte knüpft sich an das alte mittelhochdeutsche Wort für Mühlstein: Kürn, Kürne und später Kirn. Die Burg hat im Laufe der Jahrhunderte viele Namen getragen, aber keiner ist so tief in der lokalen Geschichte verwurzelt wie der aktuelle.

    Erstmals tauchte die Kirnburg in den historischen Aufzeichnungen am 16. November 1219 auf, als sie als castro nostro Kvrinberc in prima porta supiori (übersetzt: „in unserem Schloss Kurinberc am oberen ersten Tor…“) urkundlich erwähnt wurde. Diese frühe Erwähnung gibt uns einen faszinierenden Einblick in die Bedeutung und den Stolz, den die Herren von Üsenberg dieser Region mit ihrer Burg verbanden. Sie ließen die Urkunde an dem erwähnten oberen ersten Tor niederschreiben. Man könnte die Burg auch als "Burg Kürnberg" bezeichnen, und dies spiegelt die Kontinuität und Beständigkeit wider, die dieses Bauwerk über die Jahrhunderte hinweg charakterisiert hat.

    Die Kirnburg steht nicht nur als imposantes Zeugnis für die mittelalterliche Herrschaft der Herren von Üsenberg, sondern auch als lebendiges Denkmal für die wechselhafte Geschichte dieser Region. Ihr Name, der von der topographischen Umgebung und einem alten Handwerksbegriff abgeleitet ist, verwebt die Burg mit den Traditionen und der Sprache vergangener Zeiten.

    Besucher können am 12. Mai nicht nur die beeindruckende Burganlage mit ihrer Wehrgrabentechnik bewundern, sondern mit Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren in die reiche Geschichte eintauchen, die die Mauern der Kirnburg umgibt. Die Exkursion

    Auf dem Weg von Bleichheim bis zur Burgruine berichtet Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren über die spannende Vergangenheit der Herrschaft Üsenberg und ihre Burg Kvrinberc mit Themen über die Mühlsteinproduktion, dem Bergbau, dem Duttenbrunnen und die Wasserversorgung zur Burg, der Schlosswiese und dem Schlosshof, das Königssträßle zur Burg und die Vorwerke der Burganlage.

    Erfrischung und eine kleine Stärkung im Anschluss

    Der Weinhof WeinJuBella der Bleichtäler Winzer eG bietet im Anschluss auf der Kirnburg gegen eine Spende eine kleine Stärkung für das leibliche Wohl an.


    Treffpunkt: Kirnburghalle Bleichheim


    Navigation zum Treffpunkt: https://maps.app.goo.gl/wBLyvHKWRUeZ5jse6

    Start der Exkursion:
    12.05.2024, 13:45 Uhr. Dauer ca. 2,5 Stunden.


    Am Ende der Exkursion versorgen uns Bleichheimer Freunde der Burg Kürnberg gegen eine Spende mit Vesper und Getränke.

    Unkostenbeitrag: 6,- € Erwachsene, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. Keine Voranmeldung erforderlich!

    Festes Schuhwerk ist erforderlich. Teilnahme auf eigene Gefahr, keine Haftung für Wegeunfälle durch den Veranstalter. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Die Exkursion führt durch den Wald, bitte beachten Sie, dass das Rauchen und offenes Feuer im Wald verboten ist!

    Siehe auch www.kirnburg.de
  • Veranstaltungskalender 800 Jahre Burg Kürnberg

    800 Jahre Burg Kurinberc

    Veranstaltungsreihe für 2019

    800 Jahre Kirnburg mit Vortrag und Burgfest

    Ein Jubiläum für Burg, Stadt und Region – ein Jubiläum für alle

    2019 jährt sich der erste urkundliche Nachweis der Burg Kürnberg zum 800. Mal. Dieses Jubiläum ist Anlass sich mit dem Wahrzeichen des Bleichtals näher zu befassen. Mit neu gestalteten Informationstafeln, Exkursionen und Vorträgen wird der aktuelle Forschungsstand zusammengetragen und für die Geschichtsinteressierten aus nah und fern aufbereitet.

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