Freiburg

  • 10.06.2024 Buchvorstellung - Neuerscheinungen zur Freiburger Stadtgeschichte



    Buchvorstellung - Neuerscheinungen zur Freiburger Stadtgeschichte

    Im Namen des Instituts für Rechtsgeschichte, Germanistische Abt., des Forschungsverbundes „Archäologie und Geschichte“ sowie des Stadtarchivs Freiburg ergeht herzliche Einladung zu der Veranstaltung „Nachlese(n) zum Stadtjubiläum – Präsentation zweier Neuerscheinungen“,

    die am Montag, den 10. Juni 2024, um 18.00 im Stadtarchiv Freiburg stattfinden wird.

    Sie können an der Veranstaltung auch online unter https://meet.freiburg.de/b/mon-fqd-vjh-b6t teilnehmen.

    Im Mittelpunkt stehen zwei Neuerscheinungen im Nachgang zum Freiburger Stadtjubiläum von 2020: „Neue Rahmungen. Die Anfänge Freiburgs im Europäischen Kontext“ (2023) und „900 Jahre Stadt Freiburg/900 Jahre Stadtrechtsreformation (2024)“.

    Nach einer Bilanz des Jubiläumsjahres 2020/21 aus Sicht der Forschung werden die beiden Bände von Prof. Dr. Sebastian Brather und Prof. Dr. Frank Schäfer vorgestellt.

    Anmeldung erforderlich unter https://eveeno.com/603813463

    Pubkikationen: https://www.mittelalter1.uni-freiburg.de/forschung/publikationen#rahmungen

    900 Jahre Stadt Freiburg - 900 Jahre Stadtrechtsreformation 900 Jahre Stadt Freiburg, 500 Jahre Stadtrechtsreformation. Ergebnisse, Kontexte und offene Fragen der Stadtrechtsgeschichte
    Freiburger Stadtrechte des hohen Mittelalters (1120–1293) – Edition, Übersetzung, Einordnung

    Der Tagungsband dokumentiert die öffentliche Veranstaltung des Stadtarchivs Freiburg, des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte I und Abteilung Landesgeschichte am Historischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie des Instituts für Rechtsgeschichte und geschichtliche Rechtsvergleichung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zu den zeitgleichen Jubiläen 900 Jahre Stadt Freiburg im Breisgau und 500 Jahre Stadtrechtsreformation Freiburg. Die Geschichte des Freiburger Stadtrechts ist in den beiden Phasen seiner Entwicklung von weit überregionaler Bedeutung. Das mittelalterliche Stadtrecht, von den Anfängen Freiburgs im 12. Jahrhundert mit seiner frühen Privilegierung des Marktes durch den Zähringer Konrad im Jahr 1120, über den Stadtrodel von 1218 bis hin zum großen Stadtrecht von 1293, sucht in seiner Zeitstellung und seiner eminenten Schriftgebundenheit seinesgleichen. Ebenso bedeutsam für die Frühe Neuzeit ist die im Jahr 1520 zum Abschluss gekommene Stadtrechtsreformation des Rechtshumanisten Ulrich Zasius.
    Jürgen Dendorfer, Andreas Jobst und Frank L. Schäfer (Hgg.): 900 Jahre Stadt Freiburg, 500 Jahre Stadtrechtsreformation. Ergebnisse, Kontexte und offene Fragen der Stadtrechtsgeschichte (Freiburger Rechtsgeschichtliche Abhandlungen. NF 85), Berlin 2024.
       
    Neue Rahmungen. Die Anfänge Freiburgs im Europäischen Kontext Neue Rahmungen – Die Anfänge Freiburgs im europäischen Kontext. Archäologische und historische Perspektiven
    Freiburg Rahmungen

    Freiburgs Gründungsgeschichte ist seit dem 19. Jahrhundert intensiv erforscht worden. Als auf der grünen Wiese gegründete Stadt galt sie lange als paradigmatisches und frühestes Beispiel einer planmäßigen Anlage durch die Zähringer. Dieses Bild haben neuere Forschungen relativiert, wobei sich insbesondere der ausschließliche Vergleich mit Städten im Reich als hinderlich herausgestellt hat. Denn die Zähringer besaßen weitreichende Verbindungen nach Wallonien und Flandern, in das Rhônetal und nach Oberitalien. Dies zu berücksichtigen, eröffnet nun neue Perspektiven.

    Der Band konzentriert sich beim Vergleich auf die europäischen Stadtwerdungen des hohen Mittelalters, auf spezifisches Expertenwissen im Bereich von Technik und Infrastruktur sowie auf die Ausformung städtischer Räume. So sollen anlässlich des Stadtjubiläums 1120–2020 die Konturen der Freiburger Stadtwerdung deutlicher hervortreten.
    Sebastian Brather und Jürgen Dendorfer (Hgg.): Neue Rahmungen – Die Anfänge Freiburgs im europäischen Kontext. Archäologische und historische Perspektiven (Archäologie und Geschichte 23), Ostfildern 2023.
       
  • 18.03.2024 Vortrag zum Das Kageneck’schen Haus Freiburg

         

    Vortrag "Das Kageneck’schen Haus" Freiburg


    Foto: Das Kageneck’sche Haus © Jörgens.mi. Quelle: Wikipedia


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    am kommenden Montag findet der nächste und letzte Vortrag aus der Reihe „Auf Jahr und Tag“ statt. Es spricht Stephanie Zumbrink über „Das Kageneck’sche Haus“.

    Stephanie Zumbrink M. A. hat die Fächer Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Volkskunde in Augsburg, Köln und Freiburg studiert. Seit 2007 ist sie freie Mitarbeiterin beim Freiburger Münsterbauverein. Stephanie Zumbrink hat in den letzten Jahren wichtige Forschungsarbeit für das Freiburger Münster und den Münsterbauverein geleistet.

    Referentin: Stephanie Zumbrink (Freiburg)

    Thema: Das Kageneck’sche Haus. Adelspalais

    Zeit: Montag, 18. März 2024, 19.00 h

    Ort: HS 1010, Kollegiengebäude I, Platz der Universität 3, Freiburg und Zoom

    Dieser Vortrag beginnt um 19.00 Uhr und findet im HS 1010 im Kollegiengebäude I der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg statt. Der Vortrag wird zeitgleich als Zoom-Meeting übertragen.

    Online-Zugangsdaten für Zoom (dieser Dauerlink funktioniert für alle Abende):

    https://us02web.zoom.us/j/83797838628?pwd=NkVmKzc3Mmc2SGtmSm9HM2ZESGQ1UT09

    Meeting-ID: 837 9783 8628, Kenncode: Jahrestag

    Falls der Link in Ihrer Mail nicht automatisch funktioniert, kopieren Sie ihn bitte in die Befehlszeile Ihres Browsers (z.B. Firefox, Google Chrome oder Apple Safari) und drücken Sie die Eingabetaste.

    Eine Veranstaltung des Historischen Seminars der Universität Freiburg, Abt. Landesgeschichte, des Alemannischen Instituts Freiburg e. V., des Breisgau-Geschichtsvereins Schauinsland e. V., des Landesvereins Badische Heimat e. V., des Freiburger Münsterbauvereins e. V. und des Stadtarchivs Freiburg in Verbindung mit dem Studium generale.


    Mit besten Grüßen

    Dr. R. Johanna Regnath
    Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V.
    Bertoldstr. 45
    79098 Freiburg
    Tel. 0761-15 06 75-70
    www.alemannisches-institut.de

  • 30.11.2022 Buchvorstellung "Auf Jahr und Tag - Orte im mittelalterlichen Freiburg"

    Buchvorstellung "Auf Jahr und Tag - Orte im mittelalterlichen Freiburg"



      Wer weiß schon, wo früher die Universität untergebracht war und dass die Gerichtslaube gar nicht die mittelalterliche Gerichtslaube ist? Oder wo sich die Elendensherberge befand und wo überall in der Stadt Friedhöfe waren? Die Autorinnen und Autoren nehmen kenntnisreich und gut lesbar die Geschichte ausgewählter Freiburger Orte in den Blick – neben inzwischen verschwundenen auch bekannte wie den Schlossberg, das Münster, die Bächle oder das Historische Kaufhaus. Nicht nur historische Ereignisse und Personen bestimmen die Geschicke einer Stadt, sondern auch ihre Topografie, deren markanteste Elemente vor allem Gebäude, Infrastruktureinrichtungen und Plätze sind. Ausgehend von solchen konkreten städtischen Orten mit ihren spezifischen baulichen Einrichtungen nahm die Freiburger Vortragsreihe »Auf Jahr und Tag« im Wintersemester 2021/22 die räumliche Struktur des mittelalterlichen Freiburg näher in den Blick. Diese Vorträge dokumentiert der vorliegende Band.

    Der neue Band unserer Reihe „Auf Jahr und Tag“ zur Freiburger Stadtgeschichte

    Er befasst sich mit Orten im mittelalterlichen Freiburg und dokumentiert die gleichnamige Vortragsreihe vom vergangenen Winter.
    Für Buch und Buchvorstellung konnten wir diesmal die Unterstützung der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau gewinnen.

    Wenn Sie bei uns bestellen, fördern Sie damit direkt unsere Arbeit!

    Auf Jahr und Tag. Orte im mittelalterlichen Freiburg, hg. von Heinz Krieg, R. Johanna Regnath, Heinrich Schwendemann, Hans-Peter Widmann und Stephanie Zumbrink (Schlaglichter regionaler Geschichte, Bd. 6), Freiburg 2022, 240 Seiten, Preis 26 €.

    Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Abteilung Landesgeschichte des Historischen Seminars der Universität Freiburg, des Alemannischen Instituts Freiburg e. V., des Landesvereins Badische Heimat e. V., des Breisgau-Geschichtsvereins Schauinsland e. V., des Stadtarchivs Freiburg und des Freiburger Münsterbauvereins.

    Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

     
    Dr. R. Johanna Regnath (Geschäftsführerin)
    Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V.
    Bertoldstr. 45
    79098 Freiburg
    Tel. 0761-15 06 75-70
    www.alemannisches-institut.de

    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Titelseite: 3D-Rekonstruktion der
    mittelalterlichen Stadt Freiburg um
    1200 von Hans-Jürgen van Akkeren

    Krieg (Hg.), Heinz
    Regnath (Hg.), R. Johanna
    Schwendemann (Hg.), Heinrich
    Widmann (Hg.), Hans-Peter
    Zumbrink (Hg.), Stephanie
    Auf Jahr und Tag - Orte im mittelalterlichen Freiburg

    Rombach Verlag KG
    ISBN/EAN: 9783793099871
    Sprache: Deutsch
    Umfang: 240 S.
    Einband: Paperback

    Peis: 26,- EUR
     
    Erscheinungsjahr: 2022
    Details: 240 S., Pb., 15 x 22,4 cm
     

     

  • 7. Dez. 2017 Buchvorstellung: Auf Jahr und Tag - Leben im mittelalterlichen Freiburg

    Auf_Jahr_und_Tag_Leben_im_mittelalterlichen_Freiburg

    Donnerstag, den 7. Dezember 2017, 18.00 Uhr, Peterhofkeller, Niemensstr. 10, 79098 Freiburg


    Buchvorstellung "Auf Jahr und Tag - Leben im mittelalterlichen Freiburg"


    (Schlaglichter regionaler Geschichte 3)


    mit Dr. Sven von Ungern-Sternberg, den Herausgebern Dr. Heinz Krieg, Dr. R. Johanna Regnath, Dr. Hans-Peter Widmann und Stephanie Zumbrink M.A. sowie dem Geschäftsführer des Rombach Verlags Dr. Torang Sinaga.

    Im Anschluss findet ein Stehempfang statt.

    In feierlichem Rahmen wird mit passender musikalischer Begleitung - Uwe Schlotterbeck (Blockflöte) und Christian Zimmermann (Laute)

    -  Band 3 „Leben im mittelalterlichen Freiburg“ der beliebten Vortragsreihe „Auf Jahr und Tag“ präsentiert. Anhand von einzelnen Personen wird in diesem Buch in gut lesbarer und leicht verständlicher Form das Leben im mittelalterlichen Freiburg in den Fokus genommen. Beispielhaft stehen dabei Herzog Bertold V. von Zähringen, der Münsterbaumeister Johannes von Gmünd, der Maler Hans Baldung Grien, Universitätsrektor Johannes Kerer, der Humanist Ulrich Zasius und andere für ihre soziale Gruppe, ihren Beruf oder für Institutionen, deren Alltag beziehungsweise Aufgaben und Umfeld dargestellt werden, wobei auch das Leben in den Klöstern und in Einrichtungen des Gesundheits- und Fürsorgewesens sowie der Widerstand gegen die Obrigkeit beleuchtet werden.

     

    Bei einer Bestellung des Bandes bis einschließlich 7.12.2017 unter 0761-150 675-70 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kostet es 24 Euro und wird versandkostenfrei und mit Rechnung zugesandt.
    Danach ist es im Alemannischen Institut oder im Buchhandel für 26 Euro erhältlich.

    Bitte bestellen Sie bei uns - Sie unterstützen damit die Organisation der nächsten Vortragsreihe im Winter 2018.

    Inhaltsverzeichnis:InhaltAufJahruTagLeben_im_mittelalterlichen_Freiburg.pdf

     

    Buchvorstellung:

    Wo: Peterhofkeller, Niemensstr. 10, 79098 Freiburg

    Wann: Donnerstag, den 7. Dezember 2017, 18.00 Uhr

     

    Breisgau-Geschichtsverein "Schau-ins-Land"
    Geschäftsstelle:
    Stadtarchiv Freiburg i.Br.
    Grünwälderstr. 15
    79098 Freiburg
    0761/201-2701

    www.breisgau-geschichtsverein.de
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

     

     


     

  • 900-jähriges Jubiläum Freiburg - Beiträge des SWR

    900-jähriges Jubiläum Freiburg - Beiträge des SWR

    freiburg.archäologie

    Faszination Freiburg - Von den Zähringern zur Green City

    26.04.2020 Geschichte & Entdeckungen, SWR Fernsehen

    Freiburg - gleich Bächle, Gässle, Münster? Dieses Bild kennt jeder. Doch die historisch geschichtsträchtige Stadt zwischen Rheinebene und Schwarzwald hat viel mehr zu bieten.

    Animierte 3D-Rekonstruktion der mittelalterlichen Stadt Freiburg um 1200 von Hans-Jürgen van Akkeren zu sehen bei Minute 5:55

    Bild: SWR




    Die geheime Unterwelt der Bächle von Freiburg

    21.01.2020 Landesschau Baden-Württemberg ∙ SWR Baden-Württemberg

    Die Bächle von Freiburg kennen viele, doch woher kommt das Wasser, dass sie speist? Wir sind mit Stadtarchäologen unterwegs im Bächlestollen. Er wurde im 17. Jahrhundert erbaut.

    Bild: SWR




    Die Detektive des Freiburger Münsters

    22.01.2020 Landesschau Baden-Württemberg ∙ SWR Baden-Württemberg

    Am Freiburger Münster gibt es immer etwas zu tun. Die Steinmetze müssen natürlich oft Teile ersetzen - aber was, wenn man gar nicht weiß, wie sah das eigentlich im Original aus? Denn es gibt Teile am Münster, die sind für immer zerstört und müssen neu erfunden werden. Das ist ein Fall für die Münsterdetektive.

    Bild: SWR




    Die Toten vom Münsterplatz in Freiburg

    23.01.2020 Landesschau Baden-Württemberg ∙ SWR Baden-Württemberg

    Da wo heute der Münsterplatz ist war bis zum 16. Jahrhundert der Friedhof von Freiburg. Bei Ausgrabungen wurden dort die Skelette zweier Frauen gefunden. Nun versuchen Archäologen mehr über die Lebensumstände der beiden Unbekannten in Erfahrung zu bringen.

    Bild: SWR




  • Ab 2. Mai 2018: Ausstellung zur mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350

    Ausstellung zur mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350

    Archäologen des LAD entdecken die Closnergasse, Wissenschaftler der Uni Freiburg die handschriftlichen Quellen

    Während der Ausgrabungen entlang der Deutschordenstraße im Jahre 2016 entdeckte das Landesamt für Denkmalpflege eine alte mittelalterliche Straße, die als Closnergasse lokalisiert werden konnte. Zusammen mit punktuellen früheren Beobachtungen konnte ein Teil des ehemaligen Stadtplans der Neuburg rekonstruiert werden.

     
    Ausstellung ab 2. Mai 2018 in der Universitätsbibliothek Freiburg

    Zugang während den Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek öffentlich zugänglich

    Im Rahmen einer universitären Übung unter der Leitung von Dr. Balázs Nemes zu Handschriften aus dem Kloster Adelhausen, findet ab dem 2. Mai eine kleine Poster Ausstellung in der Universitätsbibliothek Freiburg zu deren Öffnungszeiten statt, in der die Handschriften und ihre Kontexte präsentiert werden.  Während der Recherchen ist es der Universität Freiburg gelungen, die Besitzerin einer der Handschriften in der Freiburger Closnergasse um 1390 zu verorten.

    Bezüglich 1390 diente der Uni Freiburg als Quelle ein Weinungeldbuch der Stadt Freiburg, das die Jahre 1390 und 1391 umfasste und nach Zünften (und anderen Kriterien) geordnet, die zahlungspflichtigen Personen der Stadt auflistet.
    (Signatur Weingeldbuch 1390/91: Stadtarchiv Freiburg E1 A III h Nr. 1)


    Als weitere ähnliche Quelle in der die gesuchte Person jedoch nicht auftauchte, die jedoch ähnlicher Art ist, könnte ein Gewerftbuch von 1385 ganz interessant sein. (Signatur Gewerftbuch 1385: Stadtarchiv Freiburg E1 A II a 1 Nr. 1)

    Die archäologisch-historische 3D-Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren wird in der Ausstellung der Universitätsbibliothek Freiburg gezeigt.

    Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350 Closnergasse - van Akkeren
    Rekonstruktion: Hans-Jürgen van Akkeren 2016
    Im Hintergrund ist das Freiburger Münster und links oben im Bild die ehemalige Burg der Zähringer auf dem Schlossberg erkennbar.


    Weitere Links:


     

     
  • Archäologische Ausgrabungen Neuenburg am Rhein 2014

    Dokumentation zu den archäologischen Ausgrabungen Neuenburg am Rhein 2014

    Ein Film von Hans-Jürgen van Akkeren, eine Zusammenarbeit mit der archäologischen Denkmalpflege Freiburg Juli 2014.

    Neuenburg am Rhein ist eine Zähringer Stadt, die kurz vor Zwölfhundert gegründet worden ist. Durch Zerstörungen im 17. Jahrhundert und im 2. Weltkrieg sind die historischen Baustrukturen weitgehend verschwunden.
    Dieser Film zeigt die meterhohen übrig gebliebenen Mauerreste als archäologisches Relikt. Im Bereich zwischen Schlüssel- und Metzgerstraße soll ein neues Stadtquartier entstehen und alle Befunde werden dadurch zerstört. Auf einer Fläche von ca. 2.000 qm wird das Team unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Bertram Jenisch der Denkmalpflege Freiburg  während eines dreijährigen Projektes diese Strukturen untersuchen, dokumentieren und für die Stadtgeschichte dauerhaft aufschließen. Die Grabungen begannen im April 2013 und werden noch bis September 2014 andauern.

    Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins Mittelalter 23, 2018 / 3119 - Dr. Bertram Jenisch, Aktuelle Ausgrabungsbefunde zur Geschichte der Zähringer aus Neuenburg am Rhein

     


    Film : Hans-Jürgen van Akkeren 2014
    Link: https://youtu.be/pMdZtaDp0Zk
     

    Film: Hans-Jürgen van Akkeren 2014
    Link: https://youtu.be/19pslhvsXg0

     


     

  • Au (FR) - ehemalige Burgstelle (Burghöfe)

    Burg Au


     Alternativname(n)  bei den Burghöfen
     Hinweise  Zu den Burghöfen,
     Mittlerer Burghof,
     Unterer Burghof
     Landkreis  Breisgau-Hochschwarzwald
     Gemeinde  Au i. Breisgau
     Entstehungszeit  vor 1344
     Ersterwähnung  1344
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Spornlage
     Erhaltungszustand  Burgstall
     Geografische Lage  47.95418/7.82583
     Höhenlage  334 m ü. NHN

    Au (FR) - Burgstelle bei den Burghöfen

    ehemalige Burgstelle, nichts ist mehr erkennbar

    Lage und Baubeschreibung

    Spornlage (sog. "Buck", jedoch nicht auf Karte bezeichnet) mit Viehweide nordöstlich des unteren Burghofes. Der recht kleine Sporn springt nach Nordosten vor. Die für die Kernburg anzunehmende Fläche ist etwa 25 m lang und 11 m breit und reicht am besten für einen Turm aus. Die ältere Literatur erwähnt für 1862 [3] einen Graben und Mauerreste. 1887 wird berichtet, dass vor einigen Jahren Mauerwerk gesprengt wurde. Aufgrund der Härte des Mauerwerks hatte man es zeitweise offenbar aufgegeben, leider jedoch nicht für immer. Der noch anfangs des 20. Jhs. zu sehende Graben ist inzwischen verfüllt. Es deutet sich nahe dem Hofgebäude eine schwache Vertiefung mit lockerer Erde, Steinen, Mörtel und Ziegelstücken an. Offenbar hat sich hier der in der älteren Literatur erwähnte Graben befunden, der inzwischen fast völlig verfüllt ist.
    Gesteinsstücke, kleine Ziegelstücke und Kalkmörtel zeigen die ehemalige Bebauung an.
    Wo der untere Burghof steht, ist eine Vorburg anzunehmen. Die Spornlage könnte direkt am westlichen Ende des Hofes im Bereich der heutigen Hofzufahrt mit einem weiteren Graben gesichert gewesen sein.
    Etwa 150 m weiter westlich befindet sich auf dem Höhenrücken ein Hof; auch bei ihm dürfte es sich um einen ehemaligen Wirtschaftshof der Burg handeln. (H. Wagner)

    Geschichte

    Au (FR) am Schönberg, bei den Burghöfen war Anfang des 20. Jhs. noch ein Burggraben zu erkennen, der den Burghügel gegen Westen vom jetztigen Hof trennte.
    Die Burg war im Besitz der Herren von Au, einem örtlichen Adelsgeschlecht und wurde 1344 urkundlich erwähnt. Die Befestigungsanlage wurde von der Familie von Au bis ins 15. Jahrhundert bewohnt. Danach verfiel die Anlage.[1]

    Erstnennung 1344 "ze Ouwe bi der Burg". Andere Nennungen einer "Burg ze Obhusen" in derselben Quelle 1344 und später dürften nicht auf Au, sondern womöglich auf eine andere Stelle nahe des Schönberggipfels zu beziehen sein.
    Im Dez. 1111 schenkte ein Heinrich von Au einen Hof, Haus und andere Besitztümer an das Kloster St. Peter und wirkte auch noch am selben Tag als Urkundenzeuge einer Schenkung. Zwischen 1152 und 1186 schenkte Liutfried von Au einen Weinberg und eine Wiese an das Kloster St. Peter. Die Schenkungen an das zähringische Hauskloster und die Zeugenschaft deuten an, dass es sich um zähringische Ministeriale handelt. Weitere Herren von Au treten bis ins späte 14. Jh. auf. Die in der heimatgeschichtlichen Literatur erwähnten Burgnennungen der Jahre 1480 und 1580 ließen sich bisher nicht verifizieren.
    Der in der älteren Literatur (noch 1986) oft behauptete Zusammenhang mit dem Minnesänger Hartmann von Aue lässt sich ebenfalls nicht verifizieren (eher nach Obernau, Stadt Rottenburg, Württemberg gehörig).
    Die in der Mitte und der 2. Hälfte des 15. Jhs. auftretenden Teilherren des Dorfes (diverse Schnewlin, Jakob von Bolsenheim) lassen sich nicht eindeutig mit der Burg in Verbindung bringen. (H. Wagner)

    Liötfridus miles de Owa und Heiuricus de Owa werden im  Rotul. Sanpetr. (Diöc.-Arch. XV,  153 u. 167) erwähnt. Beide schenkten einen Weinberg und eine Matte zu Uffhausen, unweit von Au, an das Kloster St. Peter, Zeitpunkt jedenfalls vor 1203. Das Güterbuch von Güntersthal führt 1344 unter der Rubrik Owe Güter an dem heidigen acker und an dem heide acker an.[3]

    Archäologische Befunde

    Eine Begehung auf dem Burgareal, eine weitere am Hang unterhalb der Burghöfe. Aufgrund der geringen Aufschlüsse liegen nur wenige Funde vor. Unterhalb des Hofes (ehemals Vorburg?) trat vor allem spätmittelalterliche und auch neuzeitliche Keramik auf. Eine kleine Wandscherbe gehört evtl. ins 12. Jh.
    Von der Burgstelle selbst stammen drei klein zerscherbte, hoch- bis spätmittelalterliche Wandscherben. (H.Wagner)

    Quellen:

    1. Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hrsg.): Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. Halbband 1: A – K. Nördlicher Teil. (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 14). Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7364-X Seite 11
    2. Dr. Heiko Wagner, Au i. Breisgau
    3. Adolf Poinsignon "Ödungen und Wüstungen im Breisgau" in Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins Bd. 41 / NF 2 (1887) S. 330 "Au bei Freiburg"

     


     

  • Au (FR) - Schlossberg (Burg ze Obhusen)

    Flurname "Schlossberg"


     Alternativname(n)  Burg ze Obhusen (?)
     Landkreis  Breisgau-Hochschwarzwald
     Gemeinde  Au i. Breisgau
     Entstehungszeit  vor 1203
     Ersterwähnung  1344
     Burgentyp  Höhenburg
     Erhaltungszustand  Burgstall
     Geografische Lage  47.95849/7.83750
     Höhenlage  346 m ü. NHN

    Au (FR) - Flurname Schlossberg (Burg ze Obhusen (?))

    ehemalige Burgstelle, nichts ist mehr erkennbar

    Lage

    Der Schlossberg bei Au liegt östlich der Dorfstraße (L122) zwischen dem Merzental und dem Rüttidobel (-buck). Der Name Schloßberg könnte auf eine nicht mehr sichtbare Ortsburg von Au hinweisen.

    Geschichte

    Im Jahre 1344 wird in eine "ze Ouwe bi der Burg" erwähnt und eine weitere Nennung einer "Burg ze Obhusen" in derselben Quelle genannt. Ob es sich hierbei um die Burg am Schlossberg in Au handelt, ist ungewiss. Der Flurname "Schlossberg" in Au lässt jedenfalls vermuten, dass in diesem Gewann eine Burg stand.
    Liötfridus miles de Owa und Heiuricus de Owa werden im  Rotul. Sanpetr. (Diöc.-Arch. XV,  153 u. 167) erwähnt. Beide schenkten einen Weinberg und eine Matte zu Uffhausen, unweit von Au, an das Kloster St. Peter, Zeitpunkt jedenfalls vor 1203. Das Güterbuch von Güntersthal führt 1344 unter der Rubrik Owe Güter an dem heidigen acker und an dem heide acker an.[1]

    Quelle:

    1. Adolf Poinsignon "Ödungen und Wüstungen im Breisgau" in Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins Bd. 41 / NF 2 (1887) S. 330 "Au bei Freiburg"

     


     

  • Ausgrabungen in Freiburg-Neuburg: Mittelalterlicher Stadtplan kann aktualisiert werden - Closnergasse entdeckt

     

    Freiburg, den 11. Oktober 2016

    Archäologische Ausgrabung des Landesamtes für Denkmalpflege

    Mittelalterliche Straßen in der Freiburger Vorstadt Neuburg - Closnergasse entdeckt

    Erstmals können Teile des Stadtplans nachgezeichnet werden

    LDA.RPS.Freiburg-Neuburg.2016.1   LDA.RPS.Freiburg-Neuburg.2016.2
    Fotos: LDA

    (B.Jenisch LDA RPS) Am Dienstag, den 11. Oktober 2016 wurden die großflächig freigelegten mittelalterlichen Baustrukturen an der Deutschordensstraße der Öffentlichkeit vorgestellt. Die seit Mitte April durchgeführten archäologischen Ausgrabungen in der ehemaligen Freiburger Vorstadt stehen kurz vor dem Abschluss. Durch den Bau einer Tiefgarage für ein Pflegeheim und Wohnhäuser im Bereich, wurden baubegleitende archäologische Maßnahmen auf einer Fläche von 3.500 m² notwendig.

    Die so genannte Neuburg war eine Stadterweiterung im Norden der mittelalterlichen Stadt Freiburg, die im frühen 13. Jahrhundert entstand. Nach einer planmäßigen Bebauung legte man beim Bau der Festung unter Vauban im 17. Jahrhundert alle Bauten nieder. Eine lockere Bebauung erfolgte erst wieder ab Mitte des 19. Jahrhunderts, so dass archäologische Reste hier weitgehend ungestört erhalten sind. Bislang war die Bebauung dieses Gebietes in erster Linie aufgrund historischer Abbildungen bekannt, erstmals wurden jetzt großflächige Grabungen zur Erkundung der spätmittelalterlichen Bebauung durchgeführt.

    Die markanteste Struktur ist ein aus Geröllen aufgeschütteter Straßenkörper, der auf einer Länge von über 50 m im südlichen Bereich der Grabung freigelegt wurde. An zwei Stellen erkannte man Kreuzungsbereiche mit rechtwinklig dazu verlaufenden Straßen. Die Grundstücke an der Straße waren von Mauern eingefasst. Im Süden lag der ehemalige Friedhof der benachbarten St. Nikolauskirche. Nördlich erstreckte sich eine große Freifläche, die im Sickingerplan als Rebland dargestellt ist. Ferner wurden Fundamente und Keller einiger im 13. Jahrhundert errichteter Häuser erfasst.

    Bei der Grabung wurde die im 13. Jahrhundert planmäßig angelegte Bebauung dokumentiert. Zusammen mit punktuellen früheren Beobachtungen kann nun ein Teil des ehemaligen Stadtplans der Neuburg rekonstruiert werden. Unsere Straße konnte als Closnergasse identifiziert werden.



    Stitchingbild der gesamten Ausgrabungsfläche von Hans-Jürgen van Akkeren

     

    Ausschnitt der Rekonstruierten Closnergasse im östlichen Teil um 1350

    Durch das Engagement des langjährigen ehrenamtlichen Beauftragten Hans-Jürgen van Akkeren gelang es, diese Baustrukturen zu visualisieren. Herr van Akkeren hat digitale Rekonstruktionszeichnungen der damaligen Anlage und einzelner Gebäude (3 D) in sehr enger Absprache mit dem Grabungsteam und dem zuständigen Gebietskonservator geschaffen.

    Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350 Closnergasse - van Akkeren
    Rekonstruktion der mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350
    (© Hans-Jürgen van Akkeren)


     

     

     

     

  • Ausstellung erinnerte an die Zähringer

    Burgen und Fehden

    Eine Ausstellung erinnerte an die Zähringer, die Gründerväter Freiburgs und weiterer elf Städte.
     
    Der Tod des letzten Zähringerherzogs Bertold V. im Jahr 1218 ist ein Anlass für die Jubiläumsschau „Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit“, die vom 14.12.2018 bis 01.02.2019 in der Meckelhalle im Sparkassen-Finanzzentrum in Freiburg mit 3D-Rekonstruktionen der mittelalterlichen Stadt Freiburg und der Zähringer Burg auf dem Freiburger Schlossberg von Hans-Jürgen van Akkeren zu sehen war. Ab März 2019 beginnt die Ausstellung, die von Historikern der Albert-Ludwigs-Universität miterarbeitet wurde, eine große Tournee durch alle elf weiteren Zähringerstädte.
     
     

  • Denkmalreise Staatssekretärin Katrin Schütz - Ausgrabung Freiburg-Neuburg am 9. Sept. 2016

    Staatssekretärin Katrin Schütz unternahm eine viertägige Denkmalreise durch die vier Regierungsbezirke des Landes

    Letzte Station Freiburg-Neuburg

    Staatssekretärin Katrin Schütz startete am 6. September 2016 eine viertägige Denkmalreise durch alle vier Regierungsbezirke des Landes. Ihr Schwerpunkt galt in diesem Jahr dem bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagement zum Schutz und der Pflege von Denkmalen.

    Schwerpunkt der Denkmalreise für Katrin Schütz war, den ehrenamtlichen Menschen im Land zu Danken und ihnen ihre Wertschätzung für ihre Arbeit und ihren Einsatz entgegenzubringen und ihnen für ihr Engagement zu danken. „So haben auch die nachfolgenden Generationen die Chance, kulturelles Erbe als Geschichte zum Anfassen zu erleben.“

    Auf ihrer viertägigen Reise besuchte sie unter anderem das Mausoleum in Weinheim, die Volkssternwarte in Karlsruhe-Rüppurr, die Burgruine Hohenrechberg, die Markthalle in Stuttgart, das Freilichtmuseum Villa Rustica in Hechingen-Stein, die Schlosskirche Haigerloch, eine Güterhalle aus dem Jahr 1873 in St. Georgen und die archäologische Ausgrabung der mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg.

    Archäologische Ausgrabung der mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg(B. Jenisch LAD)

    Auf dem Gelände des ehemaligen Heiliggeiststifts entsteht entlang der Deutschordensstraße eine private Wohnbebauung durch die Treubau Freiburg.

    Durch den Neubau eines Pflegeheims und Wohnhäusern im Bereich der so genannten Neuburg, einer Stadterweiterung der mittelalterlichen Stadt Freiburg, werden baubegleitende archäologische Maßnahmen notwendig. Durch den Bau einer Tiefgarage auf dem Grundstück des ehemaligen Pflegeheimes Heiliggeiststift wird die dort zu erwartende archäologische Substanz beseitigt.

    Im Baufenster sind auf einer Fläche von über 3000 m² archäologische Relikte der bis in das frühe 13. Jahrhundert zurückreichenden mittelalterlichen Bebauung zu erwarten. Unter anderem befand sich an der Stelle die Kommende des Johanniterordens mit Kirche, Friedhof und Wirtschaftsgebäuden. Historische Abbildungen ließen vermuten, dass insbesondere im nördlichen Bereich des Bauvorhabens eine historische Freifläche lag, die als Ackerland und zum Anbau von Reben genutzt worden ist. Im Süden ist hingegen eine dichte Bebauung entlang einer Straße zu erwarten. Die Baustrukturen der Vorstadt wurden im frühen 17. Jahrhundert niedergelegt und das Gebiet wurde erst wieder ab dem 19. Jahrhundert besiedelt. Im südlichen Bereich der Grabung zeichnet sich ein Straßenkörper ab, an dem sich Häuser reihen, die offenbar im 13. Jahrhundert errichtet worden sind.

    Nach Mitteilung des Landesamtes für Denkmalpflege werden die Arbeiten plangemäß bis Mitte Oktober abgeschlossen (Sachstand: Juli 2016). Es sind weitere spannende Erkenntnisse zur Freiburger Stadtgeschichte zu erwarten.

    In Freiburg hat sich bedingt durch die rege Bautätigkeit im Jahr 2016 ein Schwerpunkt der Archäologischen Denkmalpflege ergeben. Allein fünf Grabungen werden in diesem Jahr, cofinanziert durch Drittmittel der Vorhabensträger, durchgeführt.

    Obwohl in Freiburg weit über 300 archäologische Aufschlüsse vorliegen, ist es an der Johanniterstraße erstmals möglich, großflächig das Gebiet einer Vorstadt zu untersuchen. Aufgrund der fehlenden neuzeitlichen Überprägung haben sich die Infrastrukturmaßnahmen aus der Zeit der Erschließung erhalten. Elemente der mittelalterlichen Stadtplanung und Siedlungserschließung werden so fassbar.

    Darstellung des Bezugs zum Schwerpunktthema „Bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement bei Schutz und Pflege von Denkmalen“(B. Jenisch LAD)

    Durch das Engagement des langjährigen ehrenamtlichen Beauftragten Hans-Jürgen van Akkeren gelang es, diese Baustrukturen zu visualisieren. Herr van Akkeren hat digitale Rekonstruktionszeichnungen der damaligen Anlage und einzelner Gebäude (3 D) in sehr enger Absprache mit dem Grabungsteam und dem zuständigen Gebietskonservator geschaffen.

    Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350 Closnergasse - van Akkeren
    Rekonstruktion der mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350
    (© Hans-Jürgen van Akkeren)

    Besichtigung der Grabungsstelle

    Nach der Begrüßung durch Marianne Haardt, Stiftungsdirektorin konnten sich Staatssekretärin Katrin Schütz, erster Bürgermeister Otto Neideck und die Führungskräfte des Landesamtes für Denkmalpflege, an der Spitze Präsident Professor Dr. Claus Wolf, ein Bild von der Grabungsstelle machen.

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    Dr. Bertram Jenisch (Gebietskonservator Fachbereich Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit) erläuterte, dass im Dreißigjährigen Krieg die Vorstadt schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde und nach der französischen Besetzung, Festungsbaumeister Vauban 1677 die Vorstadt schleifen ließ, um Platz für den Nordteil des Festungsrings zu schaffen. Die Franzosen zogen 1745 aus Freiburg ab und sprengten die gesamten Festungsanlagen. Die Wiederbesiedelung des Gebietes erfolgte erst wieder um 1825. Während den Ausgrabungen konnte festgestellt werden, dass Teile der mittelalterlichen Straßenbebauung im Untergrund erhalten blieben, da durch die Wiederbebauung der Vorstadt im 19. Jahrhundert ein neues Straßennetz angelegt wurde.

    Nach der Führung durch die Grabung des Archäologen Andreas Gross (M.A.) und Grabungstechnikerin Inga Willmes stellte Hans-Jürgen van Akkeren seine digitale 3D-Rekonstruktion der damaligen Anlage Neuburg und seine Arbeitsweise vor Ort vor.

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    Fotos: Johanna van Akkeren


     

  • Freiburg - Schlossberg

    Burg Freiburg
    Mittelalterliche Stadt Freiburg um 1200 von Hans-Juergen van Akkeren_2019_2560x1440
    3D-Rekonstruktion © Hans-Jürgen van Akkeren
     Alternativname(n)  Burghaldenschloss,
     castrum Frieburg (1146),
     Leopoldsburg (1670)
     Landkreis  Freiburg i. B.
     Gemeinde  Freiburg i. B.
     Entstehungszeit  Ende 11. Jh.
     Ersterwähnung  1146
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Spornlage
     Erhaltungszustand  Burgstall
     Geografische Lage  47.99368/7.85820
     Höhenlage  347 m ü. NHN
     Literatur Tipp  Auf Jahr und Tag B. 6

    Mittelalterliche Stadt Freiburg - Burg auf dem Schlossberg (eine Zähringer Burg)

    ehemalige Burgstelle auf dem Schlossberg. Keine Ruine erhalten. Kleiner Mauerrest und imposanter Burggraben erkennbar.

       mittelalterliche Festungsstadt

    Freiburg i. Breisgau, Zähringer Stadt. Eine Zähringer Burg auf dem Schlossberg.




    1091 Das Geschlecht der Zähringer erbaute auf dem Schloßberg eine Burg.

    1120 Als auf dem Schloßberg die Burg erbaut wurde, erhoben Konrad und Herzog Bertold III die kleineren Ansiedlungen im Bereich der heutigen südlichen Altstadt und Oberlindens durch die Siegelung der Marktgründungsurkunde zur Stadt.

    1200 Bertold V beauftragt den Bau einer großen Pfarrkirche, des heutigen Münsters. Später übernahmen die Bürger der Stadt die finanzielle Verantwortung für den Bau, der bereits 1513 als einer der wenigen fast ganz im gotischen Stil vollendet wurde.

    1218 Nach dem Tod des letzten Zähringerherzogs, Bertold V, folgte sein Neffe, Egino, aus dem Geschlecht der Grafen von Urach nach, die sich fortan Grafen von Freiburg nannten.

    1272 Graf Konrad I. von Freiburg stirbt. Die Grafschaft erben seine beiden Söhne, die sich die Herrschaft unter einander aufteilen. Dies ist der Beginn des Wirtschaftlichen untergangs der Herrschaft.

    1368 Da sich das Wirken der Grafen von Freiburg vor allem durch Kriege mit anderen Herrschern und Zwistigkeiten mit der Stadtbevölkerung auszeichnete, kauften sich die reichen Bürger für 15.000 Mark Silber von ihnen los und stellten sich unter die Herrschaft der Habsburger.

    1415- 1427 Freiburg war Reichsstadt.

    1457 Die Stadt Freiburg erhielt von Erzherzog Albrecht die Universität.

    17 Jh. Im Dreißigjährigen Krieg musste die Stadt zahlreiche Belagerungen überstehen, die ihre Bevölkerung auf 2.000 Menschen dezimierte und alle Vorstädte weitgehend zerstörte.

    1677 Die Einnahme Freiburgs durch die Französischen Truppen war der Höhepunkt der größten Zerstörung und Veränderung ihrer bisherigen Geschichte. Auf Geheiß Ludwig XIV vollendete der Festungsbaumeister Vauban die von den Österreichern begonnen Baumaßnahmen, ließ die Stadtmauern schleifen und baute um die Altstadt eine Festung mit acht Bastionen. Auf dem Schloßberg ließ er an der Stelle des alten Schlosses drei übereinanderliegende Forts errichten.

    1697 Freiburg wechselte nach 1697 mehrfach zwischen Frankreich und Österreich hin und her, bis es 1745 wieder unter österreichische Herrschaft kam. Bei ihrem Abzug schleiften die Franzosen sämtliche Festungsanlagen.

    1805/06 Napoleon gliederte Freiburg in das neu geschaffene Großherzogtum Baden ein, das 1813/14 mit in die Befreiungskriege hineingezogen wurde.
       

    3D-Rekonstruktionen von © Hans-Jürgen van Akkeren

    Ansichten der mittelalterlichen Stadt Freiburg um 1200
    Wissenschaftliche Unterstützung: Dr. Bertram Jenisch, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
    und Dr. Hans-Peter Widmann, Stadtarchiv Freiburg i. Br. Förderung Sparkasse Freiburg nördlicher Breisgau.

     

    01 Blick über Burg ins Dreisamtal
    Rekonstruktionsversuch der Zähringer Burg auf dem Freiburger Schlossberg. Blick ins Dreisamtal von West nach Ost.

    02 Blick über Martinstor in Marktstrasse
    Südseite der Stadt Freiburg mit Blick auf das Martinstor (im Mittelalter auch Norsinger Tor) und die Gerberau.

    04 Gerberau mit Muehle
    Die Gerberau lag um 1200 noch außerhalb der Stadtbefestigung. Der Gewerbekanal der für die Mühlen das notwendige Wasser lieferte
    wurde von der Dreisam abgeleitet.

    03 Gerichtslaube in der Marktgassse
    Blick in die große Marktgasse, heute Kaiser-Joseph-Straße. Im Bereich der Kreuzung stand die ursprüngliche Gerichtslaube.
    Entlang der Marktgasse befanden sich die verschiedenen Lauben für den Verkauf von Waren. Im Vordergrund die Obere Laube (12. Jh. bis 1454),
    Richtung altes Christoffelstor (13. jh. bis ca. 1460) stand die Untere Laube (Metzig) und die Kramlaube (12. Jh. bis 1454) vor dem Hospital.

    05 Muensterplatz Konradinische Münster
    Der erste Freiburger Kirchenbau, die „konradinische“ Basilika, benannt nach dem Stadtgründer Konrad I. von Zähringen, stammte aus der Gründungsphase der Stadt um 1120–1140.
    Von diesem ersten Bau existieren nur noch Fundamentreste.

    07 Draufsicht_orthographisch
    Draufsicht auf die mittelalterliche Stadt Freiburg um 1200.




    Stadtteil Freiburg-Neuburg

    Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350 Closnergasse - van Akkeren Freiburg Merian 1644

    Stadtteil Freiburg-Neuburg um 1350. 3D-Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren © 2016

    Während der archäologischen Ausgrabung im Jahre 2016 wurde die im 13. Jahrhundert planmäßig angelegte Bebauung dokumentiert. Zusammen mit punktuellen früheren Beobachtungen kann nun ein Teil des ehemaligen Stadtplans der Neuburg rekonstruiert werden. Diese Straße konnte als Closnergasse identifiziert werden.

    Im Kupferstich aus der Topographia Alsatiae von Matthaeus Merian aus dem Jahre 1644 ist links im Bild (roter Kreis) der Bereich der archäologischen Ausgrabung markiert. Die 3D-Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren zeigt, wie die Bebauung in diesem Areal in der Zeit um 1350 ausgesehen haben könnte.

    Link zum Presseartikel: Ausgrabungen in Freiburg-Neuburg: Mittelalterlicher Stadtplan kann aktualisiert werden - Closnergasse entdeckt

    Quelle:

    • "Die Zähringer und Ihre Tradition" herausgegeben vom Archiv der Stadt Freiburg i.Br. und der Landesgeschichtlichen Abteilung des Historischen Seminars der Albert-Ludwigs-Universität.

     



    Fotos/3D-Rekonstruktionen: Hans-Jürgen van Akkeren

     


     

  • Freiburg-Günterstal Kyburg (Kybfelsen)

    Kyburg
    Burg Kybfelsen - Kyburg

     Alternativname(n)  Burg Kybfelsen
     Landkreis  Freiburg i. B.
     Gemeinde  Günterstal
     Entstehungszeit  um 1100
     Ersterwähnung  1484
     Burgentyp  Höhenburg
     Lage  Spornlage
     Erhaltungszustand  Mauerreste
     Geografische Lage  47.96128/7.88548
     Höhenlage  820,8 m ü. NHN

    Freiburg-Günterstal - Die Kyburg

    Andreas Haasis-Berner

    ehemalige Burgstelle, nur Halsgraben und wenige Mauerreste erkennbar


    Auf einem 820 m hohen Berg südlich der Dreisam finden sich die geringen Reste einer mittelalterlichen Burg. Aufgrund der geringen baulichen Reste kann man zwar die Ausdehnung erahnen, datierende Hinweise ergeben sich daraus jedoch nicht. Ebenso fehlen zeitgenössische Schriftquellen zur Burg. Demgegenüber liegt eine große Menge an Keramik vor, die Aussagen zur Entstehung und zum Ende der Anlage erlauben. Es handelt sich überwiegend um sogenannte „nachgedrehte Ware“, die vom 11. bis frühen 12. Jahrhundert üblich war. Anhand dieser Keramik kann auf eine Gründung in der Zeit um 1100 und auf die Hauptnutzung im 12. Jahrhundert geschlossen werden. Vertreter der nachfolgenden, reduzierend gebrannten Ware sind in sehr geringer Anzahl vertreten. Somit muss die Burg noch vor der Mitte des 13. Jahrhunderts – vielleicht sogar am Anfang des 13. Jahrhunderts – aufgegeben worden sein.

    Die Höhenlage und die frühe Datierung sprechen für eine Gründung und Nutzung durch ein mächtiges und einflussreiches Geschlecht. In diesem Zeitraum und nahe dem 1090 gegründeten Freiburg, ist natürlich an die Zähringer zu denken. Aufgrund der Keramik ist dies nicht eindeutig zu entscheiden. Sie kann auch in der Zeit vor der Eroberung des Breisgaus durch die Zähringer im Jahre 1078 durch ein unbekanntes Adelsgeschlecht gegründet worden sein. Dass die Burg jedoch nach diesem Zeitpunkt nicht den Zähringern gehört hat, ist schwer vorstellbar.

    Ob die Kyburger in diesem Zusammenhang gesehen werden müssen, ist eher unwahrscheinlich, ist doch der Name durch zeitgenössische Quellen nicht belegt. Erst 1484, lange nach dem Ende der Burg, taucht diese Bezeichnung erstmals auf. 





     

    Literatur.

    Alfons Zettler, Thomas Zotz (Hg.), Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau, I. Nördlicher Teil: Halbband A-K. (= Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, 2003), 179-185.

     


     

  • freiburg.archäologie 900. Jubiläum der Marktgründung Freiburg

    Ausstellungsplakat 900. Jubiläum der Marktgründung Freiburg

    freiburg.archäologie - 900. Jubiläum der Marktgründung Freiburg im Breisgau

    Drei Museen in Freiburg stellen zur Stadtarchäologie in Freiburg aus und zeigen Einblicke in die Stadtgeschichte von den Anfängen bis zum 2. Weltkrieg

    Eine Ausstellung der Städtischen Museen Freiburg in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg.

    Die für das 900. Jubiläum der Marktgründung vorbereitete Ausstellung zur Stadtarchäologie in Freiburg wird erstmals einen Überblick über die archäologische Forschung der letzten 200 Jahre in Freiburg geben. Unter Berücksichtigung aktueller Untersuchungen ermöglicht sie einen Einblick in die Stadtgeschichte von den Anfängen bis zum 2. Weltkrieg.

  • Literatur: Die Freiburger Stadtrechte des hohen Mittelalters (1120–1293) – Edition, Übersetzung, Einordnung

    Die Freiburger Stadtrechte des hohen Mittelalters (1120–1293) – Edition, Übersetzung, Einordnung

    Die Freiburger Stadtrechte des hohen Mittelalters 1120–1293

    Bereits 1907 wurde beschlossen, die Freiburger Stadtrechte herauszugeben. Wechselnde Bearbeiter und zwei Weltkriege verhinderten dieses Ansinnen bis heute. 1991 wurde durch Marita Blattmann ein erster Versuch unternommen, die Freiburger Stadtrechte zur Zeit der Herzöge von Zähringen zu rekonstruieren. Neue Ansätze und Methoden in der Forschung machten es jedoch zwingend notwendig, diese normativen Texte, die eine Vorbildfunktion für andere Stadtrechte im deutschen Südwesten hatten, erneut wissenschaftlich auszuwerten und zu bewerten.
    Für keine andere deutsche Gründungsstadt des hohen Mittelalters lässt sich die frühe Rechtsentwicklung so detailliert nachvollziehen wie für Freiburg im Breisgau. Umso misslicher ist es, dass die Freiburger Stadtrechtstexte bislang nicht in einer einheitlichen kritischen Edition zugänglich waren. Das vorliegende Werk schließt diese Lücke. Ediert werden darin erstmals sämtliche Freiburger Stadtrechtstexte und stadtrechtsnahen Urkunden von der Marktgründung 1120 bis zum deutschen Stadtrecht von 1293, das bis zur Rechtsreform des Ulrich Zasius von 1520 in Geltung blieb. Aufgenommen wurden neben den ab 1218 erhaltenen Urkunden auch die verlorenen, aber rekonstruierbaren Stadtrechtstexte der vorangehenden Zähringerzeit, die zu den ältesten Stadtrechtstexten im deutschsprachigen Raum überhaupt gehören.
    Eingeleitet wird der Band von einem Überblick über die Geschichte Freiburgs im 12. und 13. Jahrhundert und einem Beitrag, der die Spezifika der Freiburger Texte erläutert und sie in die Stadtrechtsentwicklung ihrer Zeit einordnet. Neuhochdeutsche Übersetzungen der lateinischen und mittelhochdeutschen Originale sollen die Edition auch einem breiteren Lesepublikum zugänglich machen.

    Das Buch ist ab dem 16. November 2020 im Handel und kann im Stadtarchiv für 30 Euro zzgl. 4 Euro Versandkosten bestellt werden (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

    Marita Blattmann, Jürgen Dendorfer, Mathias Kälble, Heinz Krieg (Hrsg.): Die Freiburger Stadtrechte des hohen Mittelalters (1120–1293) – Edition, Übersetzung, Einordnung (Archiv der Stadt Freiburg im Breisgau 43), Freiburg 2020.


  • Münster-Mapping FREIBURG verpasst? Hier in voller Länge.

    Münster-Mapping verpasst?

    Hier finden Sie die Illumination des Münsters zum FREIBURGER STADTJUBILÄUM in voller Länge


    https://youtu.be/MRbjYW1r4hs

    Das ursprünglich für März 2020 geplante Münster-Mapping hat als Epilog zum Stadtjubiläum vom 15. bis 24. Oktober 2021 stattgefunden. Mithilfe von 20 Großprojektoren verwandelte sich die steinerne Hülle von Freiburgs Wahrzeichen in eine riesige Leinwand, auf der die Geschichte Freiburgs und des Münsterbaus in einem 15-minütigen Film in leuchtenden Bildern erzählt wurde – von der Gründung der Stadt im Jahre 1120 bis heute.

    Der Begriff „Mapping“ (engl. =„Abbildung“) stammt aus dem Bereich der Projektions- und Video-Technik. Es ist eine Kunstform, bei der multimediale Technologie (besondere Beamer, Lautsprecher etc.) verwendet werden, um angepasste Bildinhalte auf dreidimensionale Objekte zu projizieren und auf diese Weise z. B. Gebäudefassaden zu neuartigen Kunstwerken zu machen. Für ein solches Mapping galt es, die architektonischen Einzelheiten des Münsters vorab einzuscannen und anschließend in die Lichtshow zu integrieren. Die Technik arbeitet mit leistungsstarken 3D-Visualisierungsprogrammen, die den Detailreichtum des Münsters betonen. Sie nutzen die Oberfläche der südlichen Fassade, um Szenen entstehen zu lassen und eine einzigartige Illusion zu erzeugen. Eigens für das Projekt komponierte Musik und zwei Münsterpfleger, die als Erzähler fungieren, ergänzen das visuelle Erlebnis zu einem begeisternden Ritt durch die Jahrhunderte und einer Geschichtsstunde der besonderen Art.

    Textquelle: https://www.muensterbauverein-freiburg.de/muensterbauverein-2/muenster-mapping/


     

  • Vortrag 19.02.2024 Der Münsterplatz – Märkte und öffentliches Leben - Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V.

         


    Vortrag 19.02.2024: Der Münsterplatz – Märkte und öffentliches Leben


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    nach dem Ende der kurzen Faschingspause starten wir am kommenden Montag  wieder mit unserer Vortragsreihe „Auf Jahr und Tag“. Dr. Ursula Huggle und ich werden diesmal über den Münsterplatz sprechen.

    Er wird um die Entwicklung des Münsterplatzes als öffentlicher Raum gehen und um  seine unterschiedlichen Nutzungen durch die Freiburger Einwohnerschaft. Ein zweiter Abschnitt wird von den Märkten in Freiburg handeln – insbesondere vom Münstermarkt.

    Referentinnen: Dr. R. Johanna Regnath und Dr. Ursula Huggle (beide Freiburg)

    Thema: Der Münsterplatz – Märkte und öffentliches Leben

    Münster um 1340 - 2022 H-J van Akkeren Martinstor im Vordergrund 2022 H-J van Akkeren Marktstrasse im Vordergrund - Muenster 2022 H-J van Akkeren
    Fotos: Archäologisch-historische 3D-Rekonstruktionen Hans-Jürgen van Akkeren © 2022


    Zeit: Montag, 19. Februar 2024, 19.00 h

    Ort: Paulussaal, Dreisamstr. 3, Freiburg  und Zoom

    Die Vorträge beginnen um jeweils 19.00 Uhr und finden bis auf die letzten beiden im Paulussaal statt. Sie werden zeitgleich als Zoom-Meeting übertragen.

    Online-Zugangsdaten für Zoom (dieser Dauerlink funktioniert für alle Abende):
    https://us02web.zoom.us/j/83797838628?pwd=NkVmKzc3Mmc2SGtmSm9HM2ZESGQ1UT09

    Meeting-ID: 837 9783 8628, Kenncode: Jahrestag

    Falls der Link in Ihrer Mail nicht automatisch funktioniert, kopieren Sie ihn bitte in die Befehlszeile Ihres Browsers (z.B. Firefox, Google Chrome oder Apple Safari) und drücken Sie die Eingabetaste.

    Eine Veranstaltung des Historischen Seminars der Universität Freiburg, Abt. Landesgeschichte, des Alemannischen Instituts Freiburg e.V., des Breisgau-Geschichtsvereins Schauinsland e.V., des Landesvereins Badische Heimat e.V., des Freiburger Münsterbauverein e.V. und des Stadtarchivs Freiburg in Verbindung mit dem Studium generale.

    Mit besten Grüßen
    Dr. R. Johanna Regnath
    Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V.
    Bertoldstr. 45
    79098 Freiburg
    Tel. 0761-15 06 75-70
    www.alemannisches-institut.de

  • Vortrag am 28.11.2019: Markgraf Bernhard I. von Baden und die Kämpfe um die Macht am Oberrhein (1414-1424)

    Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V.

    Markgraf Bernhard I. von Baden und die Kämpfe um die Macht am Oberrhein (1414-1424)

    Vortrag mit Dr. Jürgen Treffeisen

    am kommenden Donnerstag, den 28.11.2019. Hierzu darf ich Sie zum nächsten Vortrag in der Reihe „Institutsgespräche“ ganz herzlich einladen: Dr. Jürgen Treffeisen vom Generallandesarchiv in Karlsruhe spricht über „Markgraf Bernhard I. von Baden und die Kämpfe um die Macht am Oberrhein (1414-1424)“.

  • Wanderausstellung in Freiburg 10.12.18 - 01.02.19: Die Zähringer - Mythos und Wirklichkeit

    3D-Geländemodell Burg Freiburger Schlossberg van Akkeren_1080x1080p
    In der Ausstellung zu sehen, 3D-Geländemodell (Bauzustand um 1200)
    Rekonstruktion der Burg Freiburg auf dem Schlossberg von Hans-Jürgen van Akkeren

     

    Wanderausstellung startet in Freiburg i.Br. vom 10.12.2018 bis 01.02.2019

    "Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit"

    Wanderausstellung startet im Sparkassen-FinanzZentrum, Meckelhalle, Kaiser-Joseph-Str. 186-190, Freiburg, Eingang Franziskanerstraße


    (HPW) Vor 800 Jahren, 1218, starb mit Bertold V. der letzte Herzog von Zähringen. Zahlreiche Geschichten und Legenden ranken sich bis heute um dieses Geschlecht, das am Ober- und Hochrhein sowie in Burgund seinen Machtbereich hatte und dessen Vertreter für etwa 150 Jahre zu den einflussreichsten Reichsfürsten zählten.

    Kriegsherren, Bauherren von Burgen und Kirchen, Städtegründer und Kandidat für den Königsthron – all diese Bezeichnungen treffen auf die Herzöge von Zähringen zu. Ihre Zeitgenossen sagten ihnen aber auch Böses nach: Der Geschichtsschreiber Otto von Freising diskreditierte sie als Herzöge ohne Herzogtum, der Zisterziensermönch Caesarius von Heisterbach schrieb über Bertold V. gar, dass er „ein unmenschlicher Tyrann, ein Plünderer des Erbes der Edlen und Geringen und ein Verleugner des katholischen Glaubens“ war und seine Neffen, die er als Geiseln gestellt hatte, ihrem Schicksal überließ.

    In den sogenannten Zähringerstädten im deutschen Südwesten und der Nordwestschweiz ist dieses Adelsgeschlecht bis heute nicht in Vergessenheit geraten. Die Kommunen Bern, Bräunlingen, Burgdorf, Freiburg im Breisgau, Freiburg im Üechtland, Murten, Neuenburg am Rhein, Rheinfelden, St. Peter im Schwarzwald, Thun, Villingen-Schwenningen und Weilheim an der Teck sehen sich in einer gemeinsamen Tradition, die auch im jeweiligen Stadtbild deutlich wird: In Bern und Freiburg im Breisgau sind es der Zähringer- bzw. der Bertoldsbrunnen, in Burgdorf
    und Thun die dortigen Schlösser oder in Freiburg im Üechtland und VillingenSchwenningen die Straßennamen „Rue de Zaehringen“ bzw. „Zähringerstraße“, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

    Nachdem die große Freiburger Zähringer-Ausstellung über 30 Jahre zurückliegt, ist es an der Zeit sich unter dem Motto „Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit“ erneut auf eine Spurensuche zu begeben: Die Ausstellung ist vom 10. Dezember 2018 bis zum 1. Februar 2019 in der Meckelhalle des Sparkassen-FinanzZentrums in der Kaiser-Joseph-Straße zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Anschließend wird sie auf Wanderschaft in die zwölf „Zähringerstädte“ im Südwesten Deutschlands und in der Nordwestschweiz gehen.

    Kuratiert wurde die Ausstellung von vom Alemannischen Institut Freiburg, dem Stadtarchiv Freiburg, dem Historischen Seminar, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte I, Abt. Landesgeschichte an der Universität Freiburg und von der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau. Alle Autoren der Ausstellung sind Experten auf ihrem Gebiet und mit der
    Zähringergeschichte bestens vertraut. Unterstützt wird sie von SparkassenFinanzgruppe Baden-Württemberg, Toto-Lotto Baden-Württemberg und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie von den Zähringerstädten.

    Titel:
    Wanderausstellung „Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit“
    Termin:10. Dezember 2018 bis 1. Februar 2019

    Ort:
    Meckelhalle im Sparkassen-FinanzZentrum
    Kaiser-Joseph-Str. 186-190, Freiburg,

    Öffnungszeiten:
    Mo. – Fr. 9 bis 18 Uhr (außer feiertags)

    Führungen:
    immer mittwochs, um 18 Uhr (außer am 26.12.2018), Dr. Mona Djabbarpour, mit freundlicher Unterstützung durch den Breisgau-Geschichtsverein „Schau-ins-Land“, Eingang Franziskanerstraße.
    Wir bitten um Beachtung: Die Führungen mit Dr. Mona Djabbarpour finden nicht wie im Veranstaltungsprogramm abgedruckt um 17 Uhr, sondern immer Mittwochs, um 18 Uhr (außer 26.12.2018) statt.

    Pressekontakt:

    Dr. R. Johanna Regnath
    Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V. 
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    Tel. 0049-(0)761-15 06 75-70

    Pressetext: PM Freiburg-Rekonstruktionen.pdf

    Ausstellungs Flyer: Zaehringer_Austellungsflyer.pdf

    Impressum der Ausstellung: impressum_ausstellung.pdf


    Weitere Informsationen und Termine zu anderen Ausstellungsterminen finden Sie im Internet unter https://diezaehringer.eu/.

     

    mittelalterliche Stadt Freiburg um 1200 von H-J van Akkeren
    Diese und weitere Rekonstruktionen der mittelalterlichen Stadt Freiburg (Bauzustand um 1200)
    werden erstmals in der Ausstellung „Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit“ in Freiburg i. Br. gezeigt.
    Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren - © Atelier van Akkeren für Kunst&Geschichte.

    Ausstellungsplakat - Die Zaehringer - Mythos und Wirklichkeit

     


     

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