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Burgen im mittelalterlichen Breisgau

Bleichheim - Kastenbuck

Kastenbuck - Castri Chornberc

Ein befestigter Kornspeicher

 

Befestigter Kornspeicher mit Halsgräben erkennbar, wenig oder keine Ruinenreste

Verwandte Links: Bleichheim - Burg KürnbergCivitas Kencingin | Breisach - Burg Üsenberg | Fotos Burg Kürnberg

 

Der Kastenbuck

Der Kastenbuck liegt in Hanglage südlich der Einmündung des Kirnbachs in den Bleichbach. Das Areal ist von mächtigen Gräben umgeben. Der Kastenbuck ist in zwei, durch einen Wall geteilte Bereiche zu untergliedern. Im höher gelegenen Teil erhebt sich ein Hügel von ca. 8 m Höhe und einem Durchmesser von etwa 25 m, der stark gestört ist. Im tiefen liegenden Nordteil haben sich die Mauerreste eines 10 x 20 m messenden Gebäudes erhalten, die noch bis zu 1 m aufragen Die befestigte Anlage liegt unmittelbar an der Gabelung der Wege vom Bleichtal ins Freiamt und nach Schweighausen.

Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts beschrieb Heinrich Schreiber die damals noch gut erhaltenen Reste als Burg und vermutete wegen des Namens an dieser Stelle ein römisches Kastell. Aufgrund des Namens und Baubestand handelt es sich aber nach heutigem Kenntnisstand um einen befestigten Kornspeicher.

Als erste Personen benennen sich 1088 Burchardus de Curenberc und 1094 ingenuus de Curenberc nach dem Kastenbuck. Ab 1200 erhalten die Üsenberger die Vogtei über die Güter des elsässischen Frauenklosters Andlau. 1203 wird Burkhard von Üsenberg als Besitzer des castri Chornberc erwähnt. 1317 wird in eine Grangia (Kornspeicher) des Klosters Andlau in Bleichheim genannt. Erster eindeutiger urkundlicher Hinweis auf die Anlage ist 1331 eine Güterübergabe von Hugo von Üsenberg an seinen Vogt Johannes dem meyer von Kurenberg. An die Schenkung erinnern heute noch die Namen der benachbarten Mayersmühle sowie das angrenzende Mayerswäldele.

Der befestigte Kornspeicher Kastenbuck wurde im Jahr 1997 vom Herbolzheimer Stadtrat als Grabungsschutzgebiet ausgewiesen. (Text: Dr. Bertram Jenisch LAD BW 2019)

 

 

 

Kastenbuch 3D Modell
Geländemodell des Kastenbuck (Wolfgang Schwörer 2000). Nach heutiger Kenntnis stand auf dem Hügel eher ein Wohnhaus statt eines Turms.

 

Geländemodell Kastenbuck von Wolfgang Schwörer 2000

Geländemodell des Kastenbuck (Wolfgang Schwörer 2000). Nach heutiger Kenntnis stand auf dem Hügel eher ein Wohnhaus statt eines Turms.

Beitrag wurde aktualisiert...Bleichheim - Kastenbuck

Breisach - Burg Üsenberg

Burg Üsenberg

ehemalige Burgstelle, nichts ist mehr erkennbar

Verwandte Links: Bleichheim - Burg Kürenberc | Bleichheim - Kastenbuck | Fotos Burg Kürnberg | Civitas Kencingin

 


Siegel Hesso von Üsenberg 1283

 

Die Stadt Breisach führt in ihrem Wappen sechs Hügel, einer war der Üsenberg. Dieser ragte einst 20 bis 30 Meter aus dem Rhein und lag rund einen Kilometer nördlich des Breisacher Bergs. Durch Erosionen, Steinbruchbetrieb und der Rheinbegradigung durch Tulla im 19. Jh. ist der Üsenberg fast vollständig verschwunden.

neuer Beitrag hier weiterlesen...Breisach - Burg Üsenberg

Gerda Henkel Stiftung

Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung

Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau -
Das versunkene Burgenland (Deutschland)

Burgen im mittelalterlichen Breisgau_1

Link-Tipp Gerda Henkel Stiftung:
http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/blog.php?nav_id=665&what=tag&search_tag=Mittelalter

Projektleitung:
Prof. Dr. Alfons Zettler
Prof. Dr. Thomas Zotz
 
 
Ort:
Breisgau (Deutschland)
 
Info:
Der Breisgau gehört zu ältesten historischen Landschaften Deutschlands. Im Mittelalter profitierten Fürsten, Städte und Klöster vor allem vom florierenden Handel in der Rheinebene und vom einträglichen Silberbergbau im Schwarzwald.
 
 
Veröffentlichungen zum Thema "Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau"

Herausgegeben von Prof. Dr. Alfons Zettler und Prof. Dr. Thomas Zotz.
Gedruckt mit der Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung, Düsseldorf.
 
Burgen im mittelalterlichen Breisgau_2
 
 

 

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Burgen-Karte

 


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